SG BBM Bietigheim Vestargaard: „Bei einem Sieg sind die Play-offs sicher“

Von Niklas Braiger
Jakob Vestergaard muss seine SG-Ladies bestens auf die Champions Legaue Partie gegen Odense vorbereiten, um den Einzug in die Play-offs klar zu machen. Foto: Marco Wolf

SG-Trainer Jakob Vestergaard ist zuversichtlich: Zwei Punkte gegen Odense und der Einzug in die nächste Runde ist in trockenen Tüchern.

Nach der Partie in der Handball Bundesliga Frauen gegen den Buxtehuder SV mahnte Jakob Vestergaard noch an, dass sein Team gegen den VfL Oldenburg und Odense Handbold besser auftreten müsse. „Ich bin mit der zweiten Halbzeit sehr zufrieden. Wir haben eine super Leistung gebracht, ich hoffe, dass wir so auch am Sonntag spielen können“, sagt der Trainer der SG BBM Bietigheim nach dem 31:21-Erfolg in Oldenburg. Der Däne gibt Hoffnung vor dem Champions-League-Heimspiel: „Wenn wir gegen Odense nicht nur eine Halbzeit gut spielen, dann haben wir realistische Chancen.“ Das will der Coach mit seiner Truppe am Sonntag um 17 Uhr in der Ludwigsburger MHP-Arena umsetzen.

Sieg bedeutet Play-offs

Denn es geht für die SG bereits um die Vorentscheidung in Sachen nächste Runde. „Bei einem Sieg sind die Play-offs sicher“, prognostiziert Vestergaard. Sollte es für einen Sieg der Ellentälerinnen reichen, wäre Platz zwei in der Gruppe A durchaus realistisch, was den direkten Einzug ins Viertelfinale bedeuten würde. Denn Odense hat sich im ersten Spiel der Saison einen Ausrutscher in Bukarest beim CSM erlaubt und muss noch gegen Übermacht Györ ran.

Doch klar ist: „Das Ziel sind die Play-offs.“ Dafür müssen seine Frauen die Plätze drei bis sechs erreichen. Rang sieben und acht wären gleichbedeutend mit dem erneuten Vorrundenaus – wonach es aktuell nicht aussieht (sieben Punkte Vorsprung). „Ich möchte nicht gerne von verlieren sprechen“, erklärt der 49-Jährige aber, der am vergangenen Mittwoch seinen Geburtstag gefeiert hat und sich jetzt mit einem nachträglichen schenk selbst belohnen will.

Hinspiel ging in die Hose

Im ersten Anlauf gegen den mehrfachen dänischen Meister setzte es die erste Niederlage für die Schwaben in der laufenden Champions-League-Kampagne. Mit 42:29 hagelte es eine klare Abreibung, bei der die SG sich zu viele eigene Fehler erlaubte. Die Niederlage war die erste von drei am Stück: Ihr folgten zwei weitere Punktverluste – wobei sich das Team dort jeweils gut gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Györ präsentierte. Auch in der vergangenen CL-Spielzeit traf das Team auf Odense. Damals gab es nichts zu holen, die SG verlor auswärts 24:31, zuhause immerhin nur mit 24:27.

Vestergaard geht mit einem klaren Matchplan an das Duell mit den Däninnen: „Super Abwehr, schnelle Konter“, erzählt der Trainer. In der Rubrik „Schnelle Konter“ muss er jedoch weiterhin auf die Dienste von Dorottya Faluvégi verzichten. „Sie ist noch nicht fit genug und hat nicht trainiert. Das dauert noch zwei Wochen“, vermutet er über seine ungarische Außenspielerin.

Torhüterfrage für nächste Saison

Auch Landsfrau Melinda Szikora ist langsam aber sicher auf dem Weg der Besserung, die Torhüterin wird nach ihrem Kreuzbandriss allerdings nicht mehr in dieser Saison auf der Platte stehen. Mit Gabriela Moreschi steht dafür eine der besten Keeperinnen der Welt im Moment zwischen den Pfosten der SG. Auch gegen Oldenburg überragte die 1,90 Meter große Brasilianerin mit ihren Paraden, sie wird die SG jedoch im Sommer in Richtung CSM Bucuresti verlassen. Als ihr Ersatz wurde bereits Johanna Bunsen vorgestellt, sie soll das Torwart-Gespann komplettieren. Was mit Szikora und Neuzugang Sarah Lønborg, die im Winter an die Metter und Enz gekommen ist,passiert, ist noch unklar: „Ich hoffe, dass eine bleibt“, sagt Vestergaard. Eine Woche hat der Deutsche Meister dann Pause, ehe es am 13. Januar in der Champions League weitergeht. Beim Auswärtsspiel gegen den sieglosen Tabellenletzten IK Sävehof sind zwei Punkte Pflicht. Erst am 17. Januar steht das nächste Ligaspiel für die Frauen an, dann vor heimischer Kulisse gegen die Vipers aus Bad Wildungen.

 
 
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