SG BBM erwartet Besancon Letzter Schritt zum Final Four

Von bzh
SG-Profi Luisa Schulze wird nach dem Ausfall von Danick Snelder am Kreis wieder jede Menge zu tun bekommen. ⇥ Foto: Marco Wolf

Die SG BBM geht mit einem Sechs-Tore-Polster ins Viertelfinal-Rückspiel der European League gegen Besançon. Kapitänin Snelder fällt mit einer Knieverletzung aus.

Gänsehaut-Atmosphäre herrschte beim Viertelfinal-Hinspiel der SG BBM Bietigheim in der European League bei ES Besançon Feminin. Rund 3000 Fans feuerten die Französinnen an. Auf eine ähnlich stimmungsvolle Kulisse hofft das Viadukt-Team an diesem Samstag (16 Uhr) beim zweiten Duell in der Ludwigsburger MHP-Arena.

Das Final Four-Turnier am 14./15. Mai ist für die SG greifbar nah. Der 29:23-Auswärtssieg eröffnet beste Chancen. Durch sind die Bietigheimerinnen aber noch nicht. Besançon macht sich Mut: „Trotz des Endstandes war dies ein grandioser Festtag. Wir haben einen Rückstand, aber der ist nicht unaufholbar“, ist auf der ESBF-Homepage zu lesen. Die „Bisontines“ erinnern an ihr Husarenstück, als sie gegen Mosonmagyarovari (Ungarn) im entscheidenden Gruppenspiel einen Neun-Tore-Rückstand wettmachten. Ähnliches erlebte auch Markus Gaugisch in seiner Zeit als Bundesligaspieler. „In der Relegation haben wir 2003 mit dem VfL Pfullingen zu Hause gegen Post Schwerin 33:21 gewonnen. Die zwölf Tore Vorsprung waren im Rückspiel bei Halbzeit schon fast weg.  Am Ende sind wir drin geblieben, haben ‚nur‘ mit zehn verloren. Noch heute denke ich mit Grausen daran zurück.“

Eine ähnliche Situation will sich der SG-Trainer gegen Besançon ersparen. „Wir spielen nicht, um den Vorsprung zu verwalten, sondern wollen auch das zweite Spiel gewinnen!“ Dabei sollen drei der vier im Hinspiel fehlenden SG-Ladies helfen. Gabriela Moreschi, Veronika Malá und Stine Jørgensen stehen nach ihren Corona-Infektionen wieder zur Verfügung. „Sie trainierten schon mit. Man muss sehen, was bei ihnen geht“, meint Gaugisch vorsichtig.

Naidzinavicius als Kapitänin

Dagegen fällt Danick Snelder noch länger aus. Die Kapitänin hat Knieprobleme. Auf dem Spielfeld wird Luisa Schulze ihren Part übernehmen. Braucht „Schmuu“ eine Pause, können Antje Lauenroth oder, wie auch schon in Besançon, Kelly Dulfer am Kreis spielen. Anstelle von Snelder führt Kim Naidzinavicius das Team als Kapitänin an. Die Regisseurin darf nicht nur wegen dieser Ehre stolz sein. 41 Siege in Serie hat die SG eingefahren. Nur die 30-Jährige war bei allen Spielen dabei,

Besançons Stärken liegen im Angriff. Trainer Sebastien Mizoule setzt vor allem auf ein junges Trio: Die 21-jährige Halblinke Clarisse Mairot, im Hinspiel mit fünf Treffern beste Werferin, beeindruckt mit ihrer Giftigkeit. Die Spielmacherin Juliette Faure (22) holte mehrere Zeitstrafen gegen Bietigheim heraus, und Audrey Demele (21) kann mit ihrer Dynamik Spiele entscheiden. Das zu verhindern, ist die Aufgabe der SG-Deckung. „Das Hinspiel war  lehrreich für uns“, räumt  Gaugisch ein. „Wir haben einige Dinge gesehen, auf die wir uns besser einstellen können. Wir wollen ins Final Four und dafür muss die Abwehr funktionieren.“

Info Zum Bundesliga-Topspiel der SG BBM am  Samstag, 30. April (19 Uhr), bei Borussia Dortmund wird wieder ein Fanbus eingesetzt. Abfahrt ist um 12 Uhr am Parkplatz Ellental Gymnasium in Bietigheim-Bissingen.  Anmeldung bei Jürgen Pfeiffer per E-Mail:   $(LEmailto:ju.pfeiffer@t-online.de:ju.pfeiffer@t-online.de)$

 
 
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