SG BBM legt in Fürstenfeldbruck los Pflichtspiel-Auftakt im neuen Jahr

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Paco Barthe greift mit der SG BBM wieder ins Zweitliga-Geschehen ein. Hier wird er vom Ex-Bietigheimer Romas Kirveliavicius (rechts) im Testspiel gegen Balingen-Weilstetten bedrängt. ⇥ Foto: Marco Wolf

Die SG BBM Bietigheim tritt beim TuS Fürstenfeldbruck zu einer Nachholpartie an. Der Neuling spielt in der Liga gut mit.

Mit der Nachholpartie vom neunten Spieltag zwischen dem TuS Fürstenfeldbruck und der SG BBM Bietigheim startet die Zweite Handball-Bundesliga an diesem Mittwoch (20 Uhr live auf Sportdeutschland.tv) ins Jahr 2021. Zwei der Corona-bedingt ausgefallenen Partien der Schwaben sind noch vor dem offiziellen Neustart der Liga angesetzt. Sowohl die Partie in Fürstenfeldbruck als auch das Heimspiel gegen die HSG Konstanz am 2. Februar können noch während der WM-Pause stattfinden, da die beteiligten Teams keine Teilnehmer an der Weltmeisterschaft abstellen. Die SG BBM will die Chance ergreifen, vor dem 17. Spieltag (5. bis 7. Februar) mit einer positiven Punktebilanz ins Mittelfeld der Tabelle zu klettern.

Bietigheimer Kader ist komplett

So sehr Trainer Hannes Jon Jonsson und seine Spieler sie herbeigesehnt hatten, so schnell ist die Mini-Winterpause für die Bietigheimer Handballer – früher als im Spielplan vorgesehen – auch wieder vorbei. Den knapp zwei Wochen ohne Hallentraining und Corona-Tests folgten etwas mehr als zwei Wochen intensiver Vorbereitung. „Das Spiel in Fürstenfeldbruck wird eine schwierige Aufgabe“, sagt der Bietigheimer Trainer. „Aber egal wie – wir wollen das Spiel gewinnen.“ Das 24:32 im einzigen Vorbereitungsspiel am Samstag gegen Erstligist HBW Balingen-Weilstetten sieht der Isländer differenziert. Obwohl die SG BBM viele Spielminuten auf Augenhöhe agierte, stand am Ende der 60 Minuten eine klare Niederlage. Positiv: Bis auf den leicht angeschlagenen Jonathan Fischer stand Jonsson gegen den HBW sein kompletter Kader zur Verfügung. Ob der 23-jährige Kreisläufer bei den „Brucker Panthern“ dabei sein kann, entscheidet sich kurzfristig.

Drei Teams werden am Ende absteigen, die Panther wollen nicht dazu gehören. Die einfache Zielvorgabe vor den Toren Münchens: unbedingt in der Liga bleiben, um dann eben in der nächsten Saison dem eigenen Publikum in der Wittelsbacher Halle Zweitliga-Handball live zeigen zu können. Der Aufsteiger steht aktuell mit acht Punkten zwar auf einem Abstiegsplatz, ist aber sportlich im Unterhaus längst angekommen. Mit drei Siegen in Folge im Dezember gegen Dormagen, Konstanz und in Aue löste sich das Team von Trainer Martin Wild, der seit dem Aufstieg in die Dritte Liga im Jahr 2010 in der Verantwortung steht, vom Tabellenende. Eine Reihe knapp verlorener Spiele verhinderte eine bessere Platzierung. So gab es bei Tabellenführer HSV Hamburg eine knappe 26:27-Niederlage.

Die Bayern spielen eine unkonventionelle offensive Abwehrformation. „Fürstenfeldbruck spielt mit viel Feuer und einer aggressiven Abwehr“, hat Jonsson beobachtet. Im Angriff ziehen Spielmacher Falk Kolodziej und Julian Prause am Kreis die Fäden. Torgefahr wird auch über die Halbpositionen im Rückraum entwickelt. Mit der Rückkehr zweier verletzter Außenspieler hoffen die Bayern, auf den Flügeln gefährlicher zu werden.

Eingespieltes Team

Eine Stärke des TuS ist ihr eingespieltes Team. Das lässt sich auf dem Feld an einer relativ geringen Zahl technischer Fehler festmachen. „Wir kommen über das Kollektiv“, bestätigte Kapitän Korbinian Lex in einem Interview vor dem Saisonstart, in dem der 29-Jährige auch den Amateurcharakter der Mannschaft („Wir können uns keine Profis leisten“) herausstellte. Von nur zwei externen Neuzugängen ist Torhüter Stefan Hanemann hervorzuheben, der bei den Eulen Ludwigshafen Bundesliga-Erfahrung gesammelt hat.

 
 
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