SG BBM siegt bei Heimdebüt Bietigheim deklassiert den Aufsteiger

Von bzh
Auch Vanessa Nagler (links) kann hier SG-Kreisläuferin Kaba Gassama nicht aufhalten. Der spanische Neuzugang erzielte am Mittwoch bei der Bietigheimer Heimpremiere sechs Tore. Foto: Marco Wolf

Die SG BBM zeigt den Waiblingen Tigers beim 44:23 die Grenzen auf.

Zwei Punkte verbucht, Kraft für das schwere Champions-League-Spiel gegen FTC Budapest am Sonntag (14 Uhr) in der Ludwigsburger MHP-Arena gespart, keine Verletzten. Das waren aus Sicht der SG die wichtigsten Erkenntnisse des 44:23-Derbysieges gegen die Waiblingen Tigers.

Bei Waiblingen stand überraschend Matilda Ehlert im Kader. Die Rückraumspielerin lief trotz einer Bänderverletzung mit ihrem neuen Team ein, kam aber noch nicht zum Einsatz. Die mit „Mati“ aus Bietigheim zu den Tigers gewechselte Magdalena Probst konnte sich dagegen auf Linksaußen zeigen. Ihre Siebenmetertore zum 36:16 und 44:22 wurden von den 531 Zuschauern genauso laut bejubelt wie die BBM-Treffer.

Bietigheims Coach Markus Gaugisch wechselte in den 60 Minuten kräftig durch, ließ zu Beginn fast die komplette Stammformation auf der Bank. Am von Anpfiff weg einseitigen Spielverlauf änderte das nichts. Nach 14 Minuten lag das Viadukt-Team beim 16:6 bereits mit zehn Toren Differenz vorn, nach 42 Minuten war der Vorsprung auf 20 Treffer angewachsen (34:14). Dabei konnten sich die Ellentälerinnen einige Nachlässigkeiten erlauben und in der Abwehr eine 5:1-Formation testen.

Starke Momente hatte die SG im Zusammenspiel mit Kreisläuferin Kaba Gassama. Aus dem Rückraum setzten Karolina Kudlacz-Gloc, Inger und Xenia Smits die Spanierin mit tollen Anspielen in Szene. Die bedankte sich mit sechs „Buden“.

„Unsere Spielfreude war gut, alle wollten nach vorne, manchmal ging das sogar mir zu schnell“, fasste Gaugisch das Geschehen zusammen.

Zwei Kündigungen beim BVB

Fast noch mehr Gesprächsstoff als das Derby lieferten die Vorgänge bei Borussia Dortmund. Dort haben Mia Zschocke und Amelie Berger ihre außerordentliche Kündigung eingereicht. Zudem kontaktierten beide „Anlauf gegen Gewalt“, die unabhängige Anlaufstelle bei Gewalt und Missbrauch im Spitzensport. Erste Gespräche mit allen Betroffenen brachten keine Klärung.

Dafür gibt es bereits Wechselgerüchte. Ein süddeutscher Bundesligist soll Interesse an der Verpflichtung der beiden Nationalspielerinnen haben. „Wir sind es nicht“, erklärte Gaugisch, „dafür fehlen uns die Mittel.“ Einiges spricht dafür, dass die ambitionierte Sport-Union Neckarsulm sich um die Dienste von Zschocke und die frühere Bietigheimerin Berger bemüht.  bzh

 
 
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