SG BBM tritt in Neckarsulm an Reimer freut sich aufs Wiedersehen mit dem Ex-Klub

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SG-Neuzugang Nele Reimer freut sich besonders aufs Derby. ⇥⇥ Foto: Marco Wolf via www.imago-images.de

Die Nationalspielerin tritt mit der SG BBM bei der Neckarsulmer SU zum ersten Saisonderby an.

Es ist die Zeit der Rückkehrerinnen. Mit Jana Scheib (HSG Bad Wildungen) und Ann Kynast (HSG Blomberg-Lippe) trafen zuletzt zwei frühere Talente der SG BBM Bietigheim auf ihren Ex-Klub. Am Wochenende trat Xenia Smits in der Champions League an der alten Wirkungsstätte an – beim französischen Meister Metz Handball. Und an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) ist nun Nele Reimer an der Reihe. Die 24-jährige Nationalspielerin gastiert mit der SG zum ersten Erstliga-Saisonderby bei der Neckarsulmer Sport-Union. Dort stand sie von 2017 bis 2020 unter Vertrag und reifte zur Topspielerin. Nun ist die Vorfreude auf ihre Rückkehr groß. „Aufgrund von Corona hatte ich ja in Neckarsulm keinen richtigen Abschied. Ich freue mich sehr darauf, die Mädels und die Fans wiederzusehen“, sagt Reimer. „Die Leute im Verein sind mir ans Herz gewachsen.“

In der vergangenen Saison standen sich die beiden Lokalrivalen coronabedingt nur einmal gegenüber – Bietigheim setzte sich zu Hause locker mit 34:26 durch. Auch diesmal sind die Unterländerinnen gegen den Titelfavoriten aus Bietigheim Außenseiter – obwohl sie derzeit wohl die stärkste Mannschaft haben, seit sie 2016 in die Beletage des Frauenhandballs aufgestiegen sind. Bei den Neuverpflichtungen hatten die Verantwortlichen einen guten Riecher: Die Neuzugänge Joanna Rode und Reimer-Ersatz Carmen Moser führen nach drei Spieltagen gleich die interne Torschützenliste vor den niederländischen Stars Jill Kooij und Nathalie Hendrikse.

Die beiden Heimspiele gegen Frisch Auf Göppingen (28:24) und die Kurpfalz Bären (34:24) entschied das Team der neuen Trainerin Tanja Logvin für sich. Nur zum Auftakt ging die aktuell fünftplatzierte NSU als Verlierer vom Feld – in Buxtehude setzte es eine 26:28-Niederlage. „Neckarsulm spielt in dieser Saison bisher einen tollen Handball und auch ein bisschen anders als in der letzten Saison – viel schneller im Tempospiel“, lobt Reimer ihre früheren Kolleginnen.

Neuer Verein, neue Rolle

Die Rechtshänderin kommt bei der SG BBM selbst immer besser auf Touren. Zu Beginn setzte Trainer Markus Gaugisch sie für die verletzte Kim Braun auf linksaußen ein, beim Heimsieg gegen Blomberg erhielt sie dann erstmals auch im Rückraum Einsatzzeit – wenn auch nicht so viel wie in Neckarsulm, wo sie oft 50 bis 60 Minuten spielen musste. „Dass ich hier eine andere Rolle habe, war mir bei meinem Wechsel klar. Aber diesen Schritt wollte ich unbedingt machen“, sagt Reimer und schwärmt von den Bedingungen beim Champions-League-Teilnehmer: „Hier spiele ich mit vielen internationalen Topspielerinnen zusammen. Schon die Qualität im Training ist riesig.“

Enttäuschend verlief bisher allerdings der Start in Europas Königsklasse. Gegen Esbjerg und Metz waren die Bietigheimerinnen chancenlos. Am Dienstag wurde das Gastspiel in Frankreich noch mal haarklein analysiert. Doch nun wartet in der Liga gleich die nächste, etwas einfachere Aufgabe. „Natürlich sind wir sofort wieder gefordert, unser Leistungsmaximum auszuschöpfen. Die Ziele beziehen sich weiterhin auf die Entwicklung unserer eigenen Leistung“, sagt Trainer Gaugisch und fordert gerade im Defensivverhalten eine Steigerung: „In der Deckung möchte ich Dominanz in den Eins-gegen-eins-Situationen sehen, egal in welcher Formation.“

Bei der SG BBM fallen wie gehabt Anna Loerper (Oberschenkelprobleme) und Karolina Kudlacz-Gloc (Schulterverletzung) sowie Youngster Leonie Patorra (im Aufbautraining nach Kreuzbandriss) aus.

 
 
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