SGV Freiberg Das Lushtaku-Team gewinnt wieder

Von Claus Pfitzer
Meghon Valpoort (r.) ebnete mit seinem Führungstreffer gegen den SC Freiburg II den Weg zum ersten Freiberger Sieg nach acht Spieltagen ohne Dreier. Foto: /Alexander Keppler/Pressefoto Baumann

Der SGV Freiberg beendet mit einem 2:1-Erfolg beim SC Freiburg II die acht Spiele anhaltende Sieglos-Serie. Sowohl Valpoort als auch Petö treffen.

Acht Spiele war der SGV Freiberg in der Regionalliga ohne Sieg, im Dreisamstadion des SC Freiburg ging die Serie zu Ende: Mit einem 2:1-Sieg beim SC Freiburg II holten sich der SGV die Tabellenführung zurück, die der FSV Frankfurt zwei Tage zuvor vorübergehend übernommen hatte. Am Samstag (14 Uhr) sind die Frankfurter zum letzten Heimspiel des SGV in diesem Jahr im Wasenstadion zu Gast.

Lushtaku sichtlich erleichtert

„Endlich. Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs. Es war toll, wie sie mit Leidenschaft verteidigt haben. Wir hatten Höhen und Tiefen in der Vorrunde, dieser Sieg tut uns gut. Wir müssen weiter hart arbeiten und von Spiel zu Spiel schauen, dann kommen wir wieder dorthin, wo wir waren“, meinte der erleichterte Trainer Kushtrim Lushtaku. Nach der 1:0-Führung präsentierten sich die Freiberger bereits wieder so spielfreudig und mit einer Leichtigkeit in den Aktionen wie während der neun Spiele in Serie und legten das 2:0 nach. „Das war auch die Vorgabe, wir wussten, dass wir hier Top-Platzbedingungen dafür haben“, sagte der SGV-Coach.

Beim SGV kehrten die zuletzt gelbgesperrten Marco Kehl-Gomez, Paul Polauke und Tino Bradara in die Startformation zurück, Torjäger Gal Grobelnik saß zunächst auf der Bank, dafür bildete Meghan Valpoort die Spitze. Mit Einsätzen und vor allem Toren möchte sich der ehemalige U-Nationalspieler von Curacao für den WM-Kader empfehlen, denn der Karibik-Staat hat sich sensationell für die Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert.

Valpoort empfiehlt sich

Eine Empfehlung gab der 24-jährige Vollblutstürmer mit Laufstärke und Einsatzbereitschaft ab – und mit seinem Führungstor in der 20. Minute. Nach einer temporeichen, abwechslungsreichen Anfangsphase mit hohem Pressing der Gäste und meist langen Bällen nach vorne der Freiburger nutzte der SGV seine erste Torchance zur Führung. Als beim SC auf der rechten Abwehrseite die Tür aufging, startete Valpoort energisch durch, umkurvte Torhüter Jaaso Jantunen und schob den Ball ins lange Toreck.

Dieser Treffer sorgte bei den Freibergern für leichte Beine und einen freien Kopf. Angetrieben vom umsichtig und einsatzfreudigen Kapitän Kehl-Gomez spielten die Gäste befreit auf, kontrollierten die Partie und legten das 2:0 nach. Bismark Adomah holte an der Strafraumgrenze den zum Schuss ansetzenden Abou Ballo rüde von den Beinen, Leon Petö verwandelte den Elfmeter zum 2:0 für den SGV (30.).

Kurz vor der Pause wurde es vor beiden Toren nochmals richtig aufregend. Valpoort scheiterte mit einem knallharten Schuss aufs kurze Eck an Jantunen (43.), auf der Gegenseite traf Leon Catak aus 17 Metern die Latte des SGV-Tores (44.). Mit dem Kopf hatte Catak mehr Glück: Mit der letzten Aktion der ersten Hälfte verwandelte er eine Flanke von Karl Steinmann zum 1:2-Anschlusstreffer und nutzte einen Stellungsfehler von SGV-Keeper Benedikt Grawe aus, der zuvor zweimal stark bei Flanken von Adomah reagiert hatte.

In der zweiten Hälfte drängten die Freiburger auf den Ausgleich und zwangen die Freiberger zu konsequenter Abwehrarbeit. Paul Polauke warf sich zweimal in Schüsse und verhinderte so das 2:2. Der SGV fing sich nach rund einer Viertelstunde, bekam wieder Struktur ins Spiel nach vorne. Der gerade eingewechselte Gal Grobelnik traf mit einem Kopfball ebenfalls nur die Latte (60.). Die Flanke hatte Petö geschlagen, der sich für seinen unermüdlichen Einsatz eine Fleißkarte verdiente. Die Gäste hielten den SCF weitgehend vom eigenen Tor fern, doch die jungen Freiberger gaben nicht auf. Noch in allerletzter Sekunde strich ein Kopfball von Matthias Fetsch haarscharf am SGV-Tor vorbei.

Umzug auch ohne Aufstieg?

Zu Gerüchten, wonach der SGV Freiberg auch im Falle einer weiteren Regionalliga-Zugehörigkeit ab der Saison 2026/27 einen anderen Spielort für seine Heimpartien bevorzuge, wollte sich SGV-Präsident Emir Cerkez nicht äußern. „Alles kann sein, wir führen viele Gespräche. Jetzt müssen wir erst mal wieder gewinnen“, meinte er vor der Partie in Freiburg. Die Mannschaft setzte die Vorgabe ihres Chefs um.

 
 
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