SGV Freiberg Der Vizemeister startet mit zwei Auswärtsspielen

Von Claus Pfitzer
SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku ist mit seiner Mannschaft in die Vorbereitung für die Anfang August beginnende Regionalliga-Saison gestartet. Foto: /Martin Kalb

Der SGV Freiberg hat die Vorbereitung auf die neue Saison aufgenommen. Bislang stehen zwei Neuzugänge fest. Sechs bis acht weitere Spieler sollen noch verpflichtet werden.

An seinem neuen Domizil in Heilbronn ist der Regionalliga-Vizemeister SGV Freiberg in die Vorbereitung auf die am 7./8. August beginnende Saison gestartet. Los geht es für die Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku mit zwei Auswärtsspielen, bis zum ersten Heimspiel am 21./22. August sollen die dieser Tage gestarteten, rund 4,3 Millionen Euro teuren Umbaumaßnahmen mit Flutlichtanlage, Rasenheizung und Erweiterung der Tribüne im Heilbronner Frankenstadion beendet sein.

Noch nicht fertig ist der eigene Trainingsplatz beim Stadion, sodass die Freiberger in den nächsten zwei, drei Wochen noch ausweichen müssen. Die beiden ersten offiziellen Trainingseinheiten fanden am Dienstag im Stadion des FC Union Heilbronn statt. Neu im Trainerteam von Chefcoach Lushtaku und Asilhan Yilmaz ist Kreshnik Lushtaku, der Bruder des Trainers, der einst auch für den SGV gespielt hat. Neuer hauptamtlicher Teambetreuer ist Maximilian Winkel, der bislang als Fanbetreuer tätig war.

Noch Lücken im Kader

Der Kader des Vizemeisters weist noch erhebliche Lücken auf. „Wir werden noch sechs bis acht Spieler verpflichten“, kündigt Sportdirektor Dieter Gerstung an. Geplant sind zwei defensive Mittelfeldspieler, zwei Angreifer und zwei Außenbahnspieler. Gesucht wird vor allem auch ein Führungsspieler, der die Rolle von Marco Kehl-Gomez (SV Sandhausen) einnehmen soll. Bereits verpflichtet sind Srdjan Groznica (21) vom Landesligisten Sport-Union Neckarsulm als dritter Torhüter, und der 1,95 Meter große Innenverteidiger Marshall Faleu (23), der in der vergangenen Saison 32 Partien für den Nord-Regionalligisten SC Weiche Flensburg absolviert und dabei acht Treffer erzielt hat. Nach seiner Leihe zur TSG Balingen ist Außenverteidiger David Girrmann zurückgekehrt.

Verbleib von Köhl weiter offen

Aktuell umfasst das Freiberger Aufgebot drei Torhüter und 15 Feldspieler, darunter sind auch die von der U19 aufgerückten Adam Kristanovic und James Okjiekhai. Ein Fragezeichen steht hinter dem Verbleib Marius Köhl, an dem ein Zweitligist interessiert ist. Beim Trainingsauftakt dabei waren auch einige Spieler, die sich für ein Engagement empfehlen wollen. Nicht mehr im Kader sind neben Kehl-Gomez noch Jacob Engel (TSV Aubstadt), Nicklas Shipnoski (1. FC Kaiserslautern II), Tim Schmidt (SSV Ulm), Mateo Drljca, Karlo Kuranyi, Diamant Lokaj und Florian Balles auch noch Bryan Adigo, Mehdi Hetemaj und Gral Grobelnik. Das erste Testspiel absolviert der SGV am 4. Juli (14 Uhr) in Heilbronn-Biberach gegen den Drittliga-Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach.

Beobachter beim Training in Böckingen war auch Christian Werner, bis zur Freistellung Oktober 2025 Geschäftsführer beim TSV 1860 München und einst als Sportlicher Leiter beim SGV Freiberg maßgeblich am Aufschwung und der Umstellung auf den Profifußball beteiligt. „Ich mache momentan nichts. Da ich aber eng mit Präsident Emir Cerkez befreundet bin, kann ich Tipps geben, wenn ich gefragt werde“, sagt der promovierte Sportwissenschaftler und Oberstudienrat. Da er noch bei den in die Regionalliga zwangsversetzten und von Existenzsorgen geplagten Münchner Löwen unter Vertrag steht, kommt ein Rückkehr Werners zum SGV in einer offiziellen Funktion momentan nicht infrage.

Folgende Teams spielen künftig in der Regionalliga Südwest: SGV Freiberg, SG Barockstadt Fulda, TSV Steinbach Haiger, Kickers Offenbach, Hessen Kassel, Stuttgarter Kickers, FC 08 Homburg, Eintracht Trier, SV Sandhausen, Astoria Walldorf, FSV Frankfurt, SC Freiburg II, 1. FSV Mainz 05 II, der Absteiger SSV Ulm sowie die Aufsteiger VfR Aalen, VfR Mannheim, 1. FC Kaiserslautern II und Eintracht Frankfurt II.

 
 
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