Ein Start nach Maß gelang dem SGV Freiberg in die Regionalliga-Saison 2025/26 mit einer rundum gelungenen Vorstellung beim 3:0-Heimerfolg gegen den offensiv harmlosen SC Freiburg II, der ohne Unterstützung aus dem Profikader antrat und bei dem zahlreiche Spieler ihr Regionalliga-Debüt feierten. In der Startelf hatte SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku sieben Neuzugänge nominiert, darunter der überragend spielende zweifache Torschütze Marius Köhl. Einen Treffer steuerte der junge Aris Malaj bei.
SGV Freiberg Doppeltorschütze Köhl sorg für einen perfekten Start
Der SGV Freiberg fertigt zum Saisonauftakt in der Regionalliga den SC Freiburg II mit 3:0 ab und unterstreicht seine Ambitionen. Der eingewechselte Engel bereitet zwei Tore vor.
Vier Vorjahres-Freiberger dabei
Aus der Vorsaison waren in der Startelf des SGV Kapitän Marco Kehl-Gomez, Rechtsverteidiger Tino Bradara, Gal Grobelnik und Tim-Niklas Pietzsch, der sich mit einer starken Vorbereitung einen Platz in der Innenverteidigung gesichert hat, dabei. „Wir haben 19 neue Spieler, und dann so eine Leistung abzurufen ist überragend“, freute sich Luhtaku, und analysierte die Partie so: „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr kontrolliert gespielt und uns gut bis ins letzte Drittel bewegt, aber noch zu viel liegengelassen. Da müssen wir noch konzentrierter sein. In der zweiten Hälfte hatten wir weniger Kontrolle, nach der Gelb-Roten Karte hatten wir mehr Räume und unsere Angriffe sehr gut zu Ende gespielt.“
Den Einstand der Neuen fasste stellvertretend Torhüter Benedikt Grawe zusammen, der die wenigen Aufgaben souverän meisterte: „Super. Wir haben unser erstes wichtiges Spiel gewonnen und zu Null gespielt. Alles passt“. Weniger gepasst hat es dagegen beim SC Freiburg II, wie Trainer Bernhard Weis feststellte: „Es ist eine verdiente Niederlage. Wir haben in der ersten Halbzeit die Bälle zu schnell verloren und keine Kontrolle reingekriegt. In der zweiten Hälfte waren wir am Anfang gut drin, dann kam die Gelb-Rote Karte. Mit mehr Ballbesitzpassagen fällt es vielleicht nicht so deutlich aus.“ Der SCF, mit talentierten und spielerisch starken Kickern ausgestattet, suchte anfangs die Offensive und probierte es ab und an mit hohen Bällen in die Spitze. Die Angriffe verpufften aber gegen die aufmerksame Freiberger Defensive. Schnell übernahm das Lushtaku-Team, bei dem sich Kehl-Gomez anfangs zurückfallen ließ und den Spielaufbau organisierte, die Kontrolle, war spielbestimmend und kam häufig über die schnellen Außen nach vorne. Zweimal brach Malaj durch, schoss beim ersten Mal am Tor vorbei (8.), und nach dem zweiten Solo knapp über das Gehäuse (34.).
Freiburg kommt kaum zum Zug
Das überfällige 1:0 erzielte Köhl nach einem perfekten Zuspiel von Kehl-Gomez und einem Solo mit einem platzierten Abschluss aus 15 Metern (39.). Mit frühem Pressing störten die Freiburger zu Beginn der zweiten Halbzeit den Spielaufbau der Gastgeber und hatten starke zehn Minuten, in denen aber auch keine echte Torchance heraussprang. Louis Tober visierte das SGV-Tor an, traf aber nur ans Außennetz (58.) und Mathias Fetsch wurde im Torraum abgeblockt (60.).
Mit einem strammen Schuss aus 18 Meter, der knapp über das Tor der Gäste flog (60.), leitete Köhl die Phase bis zum Schlusspfiff ein, in der Freiberg die Partie dominierte. Mit einem rüden Einsteigen gegen Köhl handelte sich Freiburgs Abwehrspieler Junior Atemkeng die Gelb/Rote Karte ein (63.). Trainer Lushtaku wechselte fünfmal ohne Qualitätsverlust aus und durfte sich über zwei schön herausgespielte Treffer freuen. Mit einem Turbo-Antritt düste Engel über die verwaiste linke Seite davon, bediente Malaj, der am kurzen Pfosten auf 2:0 stellte (73.). Vor dem 3:0 nahm Engel ein Zuspiel von Kehl-Gomez im Sprint mit, legte den Ball quer durch den Strafraum und am langen Pfosten erzielte Köhl den 3:0-Endstand (79.).
Malaj mit positivem Fazit
„Unser erstes Kapitel haben wir erfolgreich geschafft, jetzt folgt das zweite. Wir haben uns ein Kapitel nach dem anderen aufgestellt. Jetzt hoffen wir auf weitere Siege“, sagte hinterher Offensivmann Malaj. „Ich bin froh, ein Teil dieses Teams zu sein, für mich persönlich ist das eine sehr schöne Entwicklung und daran hat der Trainer einen Riesenanteil“, meinte der 19-jährige Neuzugang von der U19 des SV Sandhausen, der auch noch verriet zudem: „Unser Ziel ist der Aufstieg.“
