SGV Freiberg Ein Musterprofi gibt ab sofort seine Erfahrung weiter

Von Claus Pfitzer
David Pisot. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

 David Pisot wird nach Ende seiner Profi-Karriere Co-Trainer bei Regionalligist SGV Freiberg. 

Als Vorzeigeprofi hat David Pisot über knapp 20 Jahre hinweg eine erfolgreiche und nahezu verletzungsfreie Karriere gespielt und weist eine beeindruckende Vita mit namhaften Stationen auf. Ein Bundesligaeinsatz für den VfB Stuttgart, 102 Partien in der Zweiten Liga, 287 Spiele in der Dritten Liga und 168 Regionalliga-Einsätze sowie 15 Mal DFB-Pokal sind eine stolze Bilanz für den gebürtigen Karlsruher.

Sieg beim Karriere-Ende

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Karriere“, sagt Pisot, der am 17. Mai 2025 beim 2:1-Sieg des SGV Freiberg gegen den FC Astoria Walldorf sein letztes Profispiel absolvierte. Der topfitte Defensivspezialist hätte sicher noch eine Spielzeit „drin gehabt“, aber als beim SGV durch den Wechsel von Serkan Kocer zur U19 der TSG 1899 Hoffenheim (die BZ berichtete) eine Co-Trainerstelle frei wurde, einigte sich Pisot in Gesprächen mit SGV-Präsident Emir Cerkez und dem Sportlichen Leiter Mario Estasi darauf, ins Team von Chefcoach Kushtrim Lushtaku zu wechseln. „Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich weiterspiele, war mir aber noch nicht ganz sicher. Dann hat Serkan aufgehört und ich war generell offen dafür, so etwas anzugehen. Wir haben uns zusammengesetzt und ich habe mich entschieden, einen anderen Weg zu gehen und als Co-Trainer den Trainer zu unterstützen. Ich möchte meine Erfahrung weitergeben und eventuell die Trainerlizenzen angehen.“, erzählt Pisot

62 Spiele für den SGV Freiberg

Im Rückblick auf seine zwei Jahre beim SGV, für den er 62 Partien in der Regionalliga auf dem Platz war, und mit dem er die Plätze fünf und drei erreicht hat, sagt Pisot: „Es war eine sehr erfolgreiche Zeit für die Jungs, den Verein und die Trainer. Damit hatte keiner gerechnet, denn die Mannschaft hatte ja gerade noch den Klassenerhalt geschafft.“ Dass mit ihm ein Führungsspieler, der zusammen mit Kapitän Marco Kehl-Gomez für den Zusammenhalt und die gute Stimmung innerhalb des Teams gesorgt hat, nun auf der anderen Seite steht, bereitet Pisot keine Sorgen: „Da müssen andere in die Rolle reinschlüpfen und das Trainerteam mit dafür sorgen. Wir legen großen Wert, dass die Kabine stimmt und eine gute Disziplin herrscht, da kann und soll es aber auch mal krachen.“

Begonnen hat der Karlsruher seine Karriere in den Jugendmannschaften des FC Rot und des SV Sandhausen. Am 20. Oktober 2007 feierte er bei der 1:4-Niederlage beim Hamburger SV sein Bundesliga-Debüt unter Trainer Armin Veh. Nach einer Leihe zu Paderborn, ging es für Pisot nach Ingolstadt dann nach Osnabrück in die dritte Liga und darauf wieder in die Zweite zu den Würzburger Kickers.

Aufstieg mit dem Karlsruher SC

Ein Jahr später kehrte Pisot in seine Heimat zurück, bestritt in der Saison 2017/18 alle Spiele für den Karlsruher SC in der Dritten Liga, in der Relegation scheiterte der KSC dann am FC Erzgebirge Aue. In der folgenden Saison war er erneut in allen Partien im Einsatz und führte den KSC als Kapitän zum Direktaufstieg in die Zweite Liga. Vom KSC ging es 2021 zur Spvgg Unterhaching in die Regionalliga Bayern mit dem Aufstieg in die Dritte Liga als Höhepunkt und Abschluss. „Unterhaching war auch eine tolle Erfahrung, um zu sehen, wie man im Verein arbeitet“, berichtet Pisot von der Zeit in der beschaulichen Gemeinde vor den Toren Münchens. Trainer dort war Sandro Wagner, der seine erste Stelle bei einer aktiven Mannschaft angetreten hatte.

In seiner Zeit als Profi hat Pisot viele Trainer unterschiedlichster Prägung, Erfahrungen und Alter von Armin Veh über Holger Fach, Horst Köppel, Michael Wiesinger, Claus-Peter Wollitz, Bernd Hollerbach, Alois Schwartz, Christian Eichner bis Wagner und zuletzt in Freiberg Roland Seitz sowie Lushtaku erlebt. Claus Pfitzer

 
 
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