Es ist der 16. und damit vorletzte Spieltag der Hinrunde in der Regionalliga Südwest. Der SGV Freiberg gastiert am Samstag (14 Uhr) beim SV Sandhausen und kann sich mit einem Sieg zwar rechnerisch noch nicht ganz, aber sehr wahrscheinlich die Herbstmeisterschaft sichern.
SGV Freiberg Freiberg als „Gejagte“ gegen Sandhausen
Der SGV Freiberg kann sich am Samstag in Sandhausen die vorläufige Herbstmeisterschaft sichern.
Starke Formunterschiede
Das Duell am Samstag weist zu einem tabellarische Differenzen auf, aber auch die Form der beiden Teams geht stark auseinander. Während die Freiberger seit sechs Spielen keine drei Punkte mehr einfahren konnten, sind die Sandhausener seit vier Spielen ungeschlagen. Tabellarisch stehen die Schwaben dennoch auf Platz eins der Regionalliga Südwest mit drei Punkten Vorsprung auf Verfolger Mainz 05 II.
Die Mannschaft vom Oberrhein, die vor drei Jahren noch Dauerbrenner in der zweiten Bundesliga waren, stehen in der Regionalliga auf Tabellenplatz zwölf. Die Absteiger hatten gerade zu Beginn der Saison Schwierigkeiten sich in die Liga einzufinden. Dabei dürfte auch das neuformierte Team eine große Rolle spielen, denn 26 Spieler wechselten im Sommer nach Sandhausen zum ebenfalls neuen Cheftrainer Olaf Janßen. „Sandhausen darf tabellarisch niemals da unten stehen und ich bin mir auch sicher, dass es nicht der Anspruch ist“, so Freibergs Kapitän Marco Kehl-Gomez.
Zwei der Sandhausener Neuzugänge sind bekannte Gesichter beim SGV. Sowohl Innenverteidiger Yannick Osée, als auch Mittelfeldmann Niklas Tarnat wechselten im vergangenen Transferfenster zum Ligakonkurrenten. „Ich kenne beide noch sehr gut und bin im engen Austausch. Niklas Tarnat war natürlich mein Partner auf der Sechs letztes Jahr, aber während dem Spiel gibt es keine Freundschaften. Wir wollen beide für unsere Mannschaft den Sieg holen und danach ist wieder Platz für Freundschaften,“ so Kehl-Gomez über seinen ehemaligen Mittelfeldpartner. Zum Wiedersehen mit Osée werde es leider allerdings nicht kommen, da dieser bis Jahresende verletzt sei.
Vorfreude auf das Spiel
Bei Sandhausen sticht im aktuellen Leistungshoch besonders Pascal Testroet heraus, der erfahrene Mittelstürmer mit 152 Zweitligaeinsätzen knipste bereits elf Tore in der laufenden Saison und steht damit in der ligainternen Torschützenliste auf Platz zwei. Kapitän Kehl-Gomez ist sich über die Stärke des kommenden Gegners durchaus bewusst. „Natürlich ist es gegen Sandhausen ein schweres Spiel. Im Moment sind wir immer noch, wie jede Woche, die Gejagten. Der Gegner stellt sich wegen unserem Saisonstart vielleicht auch nochmal anders auf uns ein“, so Kehl-Gomez. Die derzeitige Negativserie liege für den Kapitän unter anderem daran, dass die Mannschaft nicht ihr Leistungsmaximum hätte zeigen können. Trotz des schlechten Laufs zeigt sich der 33-Jährige voller Vorfreude auf die Partie. „In Sandhausen ist es immer schwer, dennoch gibt es dort gute Spielbedingungen und einen guten Platz, deshalb freuen wir uns extrem auf die Partie am Samstag.“
Die Rasenbedingungen spielten zuletzt öfters eine Rolle im Freiberger Spiel. Die schlechten Platzkonditionen im Wasen-Stadion zwingen die Schwaben in ihren Heimspielen vom eigentlichen spielstarken System auf viele lange Bälle umzustellen. Der Platz sei für Marco Kehl-Gomez nichtsdestotrotz keine Ausrede.
