SGV Freiberg Freiberg kann sich Startrekord der Liga sichern

Von Marlon Hölzel
Freibergs Torhüter Benedikt Grawe musste diese Saison im Wasenstadion noch nicht hinter sich greifen. Foto: Julia Rahn/Pressefoto Baumann

Der SGV Freiberg steht auch am siebten Spieltag weiterhin ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. Nun geht es gegen den Bahlinger SC.

Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu im Wasenstadion. Der SGV Freiberg empfängt als Tabellenführer mit der besten Offensive der Liga (18 Tore) den Bahlinger SC auf einem direkten Abstiegsplatz, mit der schlechtesten Defensive der Liga (17 Gegentore). Im letzten Freiberger Heimspiel war es die gleiche Ausgangslage, nur damals hieß der Gegner nicht Bahlingen, sondern TSG Balingen.

Freiberg vor Ligarekord

Nur einer einzigen Mannschaft in der Regionalliga Südwest gelang es seit der Gründung 2012/2013 die ersten sieben Spiele der Saison zu gewinnen. Mit einem Sieg über den Bahlinger SC wären die Freiberger also geteilter Rekordhalter. Bisher alleiniger Rekordhalter ist der 1. FC Saarbrücken, der in der Spielzeit 2019/2020 die ersten sieben Spiele allesamt für sich entschied.

Für den derzeit noch verletzten Marius Köhl wäre der Rekord nichts neues, denn dieser stand bereits damals mit 19 Jahren im Kader der Saarländer. Für den inzwischen 24-jährigen Rechtsaußen lief der Saisonstart wie aus dem Lehrbuch. In den ersten vier Spielen traf er fünffach und legte zudem drei weitere Tore auf. Gegen den Bahlinger SC ist es nun allerdings das dritte Spiel in Folge, bei dem er verletzungsbedingt passen muss. „Marius hat jetzt ganz leicht wieder mit dem Lauftraining begonnen und ist auf einem guten Heilungsprozess“, so sein Trainer Kushtrim Lushtaku. Der Rest der Mannschaft sei fit.

Mit Bahlingen und Freiberg treffen die beiden Mannschaften aufeinander, deren Leistungskurve in den letzten vier Spieltagen nicht weiter auseinander klaffen könnte. Während Freiberg jedes Spiel gewann, verlor der Bahlinger SC seine letzten vier Partien, zuletzt im Kellerduell zuhause mit 1:3 gegen den SV Sandhausen. Mit nur drei Zählern stehen die Badener auf Platz 17 der Liga und warten derzeit am längsten auf Zählbares. Die einzigen Punkte sicherten sie sich am zweiten Spieltag mit einem 3:1 Auswärtserfolg über Schott Mainz. Trotz der Bahlinger Flaute geht Lushtaku das Spiel wie jedes andere an. „Natürlich sind sie nicht gut gestartet, nichtsdestotrotz hat Bahlingen sehr viele gute individuelle Spieler“, so der SGV-Coach.

Zur Spielweise des Gegners führt er aus: „Sie pressen sehr hoch aber wir wollen auch, dass unsere Gegner uns pressen. Wir sind eine Mannschaft, die sich gerne von hinten raus durchkombiniert und im Gegenzug pressen wir auch sehr hoch.“ Lushtaku resümiert: “Wenn wir das abrufen, was wir spielen wollen, werden wir die drei Punkte bei uns in Freiberg behalten“

Ein wichtiger Rückhalt der Freiberger ist Torhüter Benedikt Grawe. Kein einziger Ball landete diese Saison hinter dem Torhüter der Freiberger. Im Gegenzug dafür blieb er auswärts, mit jeweils einem Gegentreffer, dreifach ohne weiße Weste.

Wiedersehen mit Ex-Verein

Vergangene Saison stand Grawe noch zwischen den Pfosten des Balinger SC. In 32 Spielen musste er dort 60 Mal hinter sich greifen. Letztendlich trennten die Badener nur zwei Punkte von den Abstiegsplätzen. Anders verlief es hingegen im Landespokal der abgelaufenen Saison. Diesen gewannen sie gegen den FC Auggen mit 5:3 nach Elfmeterschießen.

„Es läuft bisher super, wir haben nur drei Gegentore kassiert. Das ist einer unserer größten Stärken denk ich“, so Grawe. Auch die Freiberger Beantragung der Drittliga-Lizenz sei in der Kabine spürbar: „Es spielt sich einfach noch mal leichter und mit mehr Überzeugung wenn du weißt, du kannst wirklich am Ende aufsteigen.“ Zu einem weiteren Wiedersehen hätte es zwischen Mike Manegold und dem SGV Freiberg kommen können. Der Linksverteidiger fehlt allerdings verletzungsbedingt. Marlon Hölzel

 
 
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