SGV Freiberg Freiberg verspielt erneut eine 2:0-Führung

Von Michael Nachreiner
Freibergs Mohamed Baroudi (rechts) tut sich gegen die kompromisslos zulangende Defensive des VfR Wormatia Worms schwer. Foto: /Oliver Bürkle

Nach Toren von Sökler und Cekic sieht der SGV im Regionalliga-Duell mit Worms schon wie der Sieger aus. Doch Wormatia kommt noch zum 2:2. 

Zum dritten Mal in der noch recht jungen Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest hat sich der SGV Freiberg um einen Großteil des Lohns seiner Arbeit gebracht. Wie schon gegen den VfB Stuttgart II verspielte die Mannschaft von Trainer Ramon Gehrmann einen 2:0-Vorsprung und nahm beim 2:2 (0:0) gegen den VfR Wormatia Worms nur einen Punkt mit. Gegen den VfR Aalen kassierten die Freiberger in der Nachspielzeit sogar noch das 1:2.

„Wir haben das Spiel aus eigener Dummheit hergegeben“, echauffiert sich SGV-Trainer Ramon Gehrmann. „Wir haben eigentlich den Gegner im Griff und müssen nur tief verteidigen. Doch wir haben am Ende zu wenig investiert, um das Ergebnis bis zum Ende zu verteidigen. Es war unverzeihlich, was wir am Ende gemacht haben.“

Für Worms-Trainer ist mehr drin

Doch auch sein Gegenüber, Maximilian Mehring, war angefressen – vor allem ob des Ergebnisses. „Wir gehen mit 0:1 in Rückstand und wissen eigentlich gar nicht, wieso. Auch beim zweiten Gegentor dachte ich, wo kommt denn das jetzt her“, erklärt der Wormser Coach. „Ich bin der Meinung, dass mit der Art und Weise, die wir an den Tag gelegt haben, deutlich mehr drin gewesen wäre. Deshalb ärgere ich mich auch über das 2:2, auch wenn sich der Punkt wie ein gewonnener anfühlt.“

Die Wormser kamen besser in die Partie – und hatten das 1:0 auf dem Fuß. Doch Lennart Grimmer traf nur die Latte (16.). Und in der 22. Minute schlenzte Sandro Loechelt den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Doch mit zunehmender Spieldauer kamen die Freiberger immer besser in die Partie und hatten selbst die eine oder andere Möglichkeit. Doch entweder war noch ein Fuß oder ein Bein eines Wormsers dazwischen oder aber die Gastgeber brachten nicht genug Druck hinter den Schuss.

Ein Befreiungsschlag von Azur Velagic, der zu einem gezielten Pass in den Lauf von Marcel Sökler wurde, leitete das 1:0 durch Freibergs Mittelstürmer ein (34.). Und David Tomic hätte sogar auf 2:0 erhöhen können, wäre er ein paar Zentimeter größer. Doch so rutschte er an einer Flanke von Marco Kehl-Gomez komplett frei am langen Pfosten vorbei (42.).

Die Wormser kamen nach dem Seitenwechsel wieder mit viel Druck aus der Kabine. Doch in der 57. Minute achtete dann niemand der Gäste auf Amar Cekic, der von der Strafraumgrenze das 2:0 besorgte.

Freiberg spielt auf Abseits

Zunächst sah es auch so aus, als sei das die Entscheidung gewesen. Anil Gözütok traf zwar noch den Außenpfosten. Doch die Freiberger schienen die Partie im Griff zu haben. „Doch dann kommen einer oder zwei Spieler auf die Idee, auf Abseits zu spielen mit einer hohen Kette. Dadurch sind wir nach zwei eigentlich ungefährliche Bällen auf den linken offensiven Flügel der Wormser im eigenen Strafraum nicht in der Lage, das Ding zu verteidigen, und die Wormser kommen völlig frei zum Schuss“, ärgert sich Gehrmann. Zunächst erzielte Loechelt den Anschlusstreffer (84.), dann glich Melvyn Lorenzen zum 2:2 aus (85.). Und damit gaben sich die Wormser noch nicht zufrieden, warfen nun alles nach vorne. „Nach dem 0:2 muss man den Jungs ein Riesenkompliment aussprechen, wie sie zurückgekommen sind. Auch die Jungs von der Bank waren ganz entscheidend, dass wir noch mal einen anderen Drive bekommen haben“, erklärt Mehring.

 
 
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