Die einzige Mannschaft mit makelloser Bilanz nach fünf Spieltagen. Diesen Titel darf sich der SGV Freiberg nach dem Viertligaduell gegen die TSG Balingen zuschreiben. Die Elf von Trainer Kushrim Lushtaku baut mit einem zittrigen 1:0 die Siegesserie weiter aus. Nachdem Steinbach gegen die Zweitvertretung der Mainzer nur ein Remis erringen konnte, thronen die Freiberger nun mit 15 Punkten alleine an der Tabellenspitze.
SGV Freiberg Freiberg zittert sich zur alleinigen Spitze
Der Kapitän Marco Kehl-Gomez knackt das Balinger Bollwerk und führt die makellosen Freiberger zur alleinigen Tabellenführung der Regionalliga Südwest.
Bereits bei der Aufstellung der erste Schock: Marius Köhl fehlt im Kader und wird voraussichtlich für die nächsten drei bis vier Wochen ausfallen. Somit mussten die Freiberger nicht nur auf ihren, sondern den Top-Torschützen der gesamten Regionalliga Südwest verzichten. Neu dafür im 18-Mann-Aufgebot, die beiden Neuzugänge Henrick Selitaj und Paul Polauke. Bei Balingen trifft man auf zwei bekannte Gesichter. Sowohl Luca Battista, als auch Simon Klostermann spielten ihre Heimspiele vergangene Saison noch im Wasenstadion.
Balingen kaum zu knacken
Die erste gute Torchance des Spiels gehört den Freibergern. Leon Petö hat in der dritten Minute viel Platz auf Rechtsaußen und legt auf den frei stehenden Köhl-Ersatz Diamant Lokaj in den Strafraum. Dieser hat viel Zeit sich zu drehen, der Schuss wird letztendlich allerdings noch geblockt. Im Wiedersehen der letztjährigen Pokalhalbfinalisten, bei dem der SGV damals mit 3:0 als Verlierer vom Platz ging, trägt sich in der ersten Halbzeit wenig zu. In der 28. Minute ist es dann Halim Eroglu, der für den ersten gefährlichen Abschluss der TSG sorgt. Nach einem schönen Steckpass von Denis Latifovic kommt er aus spitzem Winkel zum Schuss, doch die Freiberger Nummer Eins Benedikt Grawe, kann zur Ecke parieren. Die Balinger stehen defensiv kompakt, Freiberg hat viel Ballbesitz, doch findet noch viel zu wenig Lücken. Kurz vor der Halbzeit wird Grawe noch zweifach in Probe gestellt. Erst kommt Ex-Freiberger Klostermann nahe des Fünfmeterraums zum Kopfball und ein Freistoß von Ivo Colic fliegt gefährlich nahe an den zweiten Pfosten. Beide Bälle kann der Keeper letztendlich sicher halten. Mit einem torlosen Remis im sonnengefluteten Wasenstadion geht es in Halbzeit Zwei. Und die Freiberger starten druckvoll in den zweiten Durchgang mit drei guten Offensivaktionen in den ersten vier Minuten. Doch das Balinger Bollwerk steht weiterhin kompakt. Eine Ecke landet über Umwege bei Tino Bradara, dieser zieht flach ab, doch Louis Potye kann im Tor der TSG schnell genug abtauchen. In der 60. Minute ein offensives Lebenszeichen der Balinger: Der neu eingewechselte Sascha Eisele überläuft Bradara über linksaußen und hat viel Platz. Doch seine Hereingabe ist weder stark noch genau und so landet der Ball in Grawes Füßen.
Marco Kehl-Gomez erlöst die Freiberger schließlich nach einer Ecke von Abou Ballo. Völlig ungedeckt steigt er im Strafraum hoch, behält die Lufthoheit und köpft in der 65. Minute zum 1:0-Führungstreffer. Das Spiel gestaltet sich erst noch im Mittelfeld, doch in den letzten zehn Minuten sind es die Balinger, die auf den Ausgleichstreffer drücken. Zuerst ist es in den letzten Minuten vor Abpfiff der eingewechselte Marko Pilic, der den frei stehenden Klostermann bedient und dann mit gleich zwei Möglichkeiten per Kopf von Eroglu den Freiberger Traumstart gefährdet. Doch Grawe hält den Sieg schließlich in seinen Händen und Freiberg zittert sich zum Sieg.
