SGV Freiberg Heilbronn taucht im Profifußball auf

Von Claus Pfitzer
SGV-Coach Kushtrim Lushtaku freut der Umzug nach Heilbronn besonders. Er spielte in der Jugend beim VfR. Foto: Julia Rahn/Baumann

Der Regionalligist SGV Freiberg nimmt den neuen Standort im Namen auf.

„Wir werden über eine Zusammenarbeit auch mit anderen Vereinen sprechen, vor allem mit dem VfR.“ Das sagte Präsident Emir Cerkez am Rande der Regionalliga-Partie seines SGV Freiberg in Nöttingen gegen den SV Eintracht Trier (1:0) zu Spekulationen über eine Fusion, nachdem feststeht, dass der SGV in der kommenden Saison seine Heimspiele im Heilbronner Frankenstadion austragen wird (die BZ berichtete).

Was feststeht, ist, dass zunächst der Name des neuen Standorts in den Vereinsnamen aufgenommen wird und damit eine neue Namenskonstellation entweder in der Dritten Liga im Falle des Aufstiegs, oder in der Regionalliga auftauchen wird. „Es wird den Zusatz Heilbronn geben. Damit zeigen wir, dass wir zur Stadt stehen und das ist selbstverständlich“, so Cerkez. Über die genaue Bezeichnung werde man noch sprechen, so der SGV-Präsident, wobei es zwei Möglichkeiten gibt: SGV Freiberg-Heilbronn oder SGV Heilbronn-Freiberg.

Drei Standorte sagten ab

Generell sieht sich Cerkez am neuen Standort willkommen: „Ich freue mich darauf.“ Die Suche nach einer neuen Spielstätte hatte der Präsident, seit 14 Jahren im Amt, zur Chefsache erklärt, nachdem die eigene Kommune dem Verein die kalte Schulter in Sachen Profifußball gezeigt hat. Da sich die Option in Aspach zerschlagen hatte, weil dort neben der SG Sonnenhof auch der Drittligist VfB Stuttgart II seine Heimspiele austrägt, in Ludwigsburg ebenfalls kein Interesse bestand und zwei Gespräche mit der Stadt Bietigheim-Bissingen über einen Meinungsaustausch nicht hinauskamen, griff Cerkez zum Telefon und fragte in Heilbronn an. „Der erste Termin war korrekt und kooperativ, der zweite beim Kennenlernen sehr gut und die anderen sehr zielorientiert“, berichtet Cerkez.

Groß ist die Freude über die Entscheidung mit dem Spielort Heilbronn SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku, der im Raum Heilbronn wohnt und beim VfR einst in der Jugend gespielt hat: „Wir hatten ja zwei Jahre lang kein Ziel mit dem Verzicht auf die Drittliga-Lizenz. Jetzt hat der Verein sehr, sehr hart gearbeitet und hat wie die Mannschaft, wir im Trainerteam und im Staff jetzt das große Ziel vor uns.“

 
 
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