SGV Freiberg Lushtakus Joker bringen Schwung und den Sieg

Von Claus Pfitzer
Tino Bradara leitete mit der 1:0-Führung den Sieg der Freiberger ein. Mit sechs Siegen aus sechs Spielen stehen sie ganz oben in der Tabelle. Foto: /Julia Rahn/Pressefoto Baumann

Der Tabellenführer SGV Freiberg macht mit einem 3:1-Erfolg beim FC Astoria Walldorf das halbe Dutzend an Siegen perfekt.

Der scheinbar unbesiegbare SGV Freiberg hat auch die hohe Hürde beim FC Astoria Walldorf nach Schwierigkeiten in der ersten Halbzeit genommen und damit den sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel gefeiert. „Wir sind sehr gut reingekommen mit dem frühen 1:0, aber dann hat es Walldorf überragend gemacht. Sie waren energischer und haben uns kaum Räume gelassen. Ich war absolut nicht zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir das gespielt, was wir spielen wollten und waren leidenschaftlich. Die Bank hat das Spiel gewonnen“, meinte SGV-Coach Kushtrim Lushtaku.

Adigo glänzt nach Einwechslung

Dessen drei Einwechslungen zur Pause sorgten dafür, dass der SGV im Stile eines souveränen Tabellenführers auftrat. Mit einem Treffer und einer Torvorlage war Seghin-Ryan Adigo maßgeblich am bärenstarken Auftritt des SGV beteiligt. „Ich habe heute mehr Minuten gespielt und mich gut gefühlt. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Wir wollen den Schwung mitnehmen“, meinte Adigo nach der Partie. Bislang war der 24-Jährige nach Verletzungspause nur zu Kurzeinsätzen gekommen.

Beim SGV nahm Lushtaku gegenüber dem 1:0-Heimerfolg gegen die TSG Balingen eine Änderung vor und setzte in der Spitze auf Karlo Kuranyi, Gal Grobelnik spielte etwas zurückgezogen auf der Position des verletzten Topscorers Marius Köhl, der länger auszufallen droht. Mit ihrer ersten Offensivaktion gingen die Gäste nach neun Minuten in Führung. Nach einem kurz ausgeführten Eckball flankte Leon Petö vors Tor, Tino Bradara stieg hoch und köpfte ein. Es war die einzige Torchance des SGV in der ersten Halbzeit. Walldorf spielte druckvoll mit Zug zum gegnerischen Tor und sorgte für Schwerstarbeit in der Freiberger Defensive. Mit seinem Vertikalspiel und kurzen Pässen erspielte sich der FCA Chancen.

Iosif Maroudis zielte aus 16 Metern etwas zu hoch (14.). Bei Marcel Carls Schuss aus spitzem Winkel rettete SGV-Keeper Benedikt Grawe den knappen Vorsprung (23.). Keine Probleme hatte der Schlussmann bei Dennis Egles Kopfball zentral aufs Gehäuse (42.). Knapp am Tor der Gäste vorbei strich ein Schrägschuss von Tim Fahrenholz (41.). Der verdiente Ausgleich fiel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Lennart Grimmer hatte aus der Distanz abgezogen, Grawe ließ den Ball abprallen und Felix Kendel tunnelte den Freiberger Schlussmann zum 1:1. Der Spitzenreiter war in der ersten halben Stunde eher verhalten unterwegs, spielte im Mittelfeld seine Ballfertigkeit aus, entwickelte aber keine Torgefahr. Ab der 35. Minute gingen die Gäste mehr in die Offensive, vor allem der Wechsel von Matt-Brahan Zie von links auf die rechte Seite sorgte für Belebung, seine Zuspiele in den Strafraum fanden aber keinen Abnehmer.

Dreifachwechsel zum Erfolg

Zur zweiten Halbzeit wechselte der SGV dreimal aus. Paul Polauke feierte sein Debüt im SGV-Dress und glänzte mit einigen Diagonalbällen, Jakob Engel auf links und Adigo auf rechts sorgten über die Außenbahnen für mächtig Betrieb. Zudem war Grobelnik in die Spitze gerückt und Petö hatte die Zehnerposition übernommen. Personell neu aufgestellt, drückten die Gäste aufs Gaspedal, gingen in die Offensive, spielten aggressiver und zielstrebiger und waren erfolgreich: Engel startete über außen durch, seine flache Hereingabe verfehlte FC-Torhüter Mario Schragl und Adigo drosch den Ball ins leere Tor zur 2:1-Führung (60.).

Mit einer Glanzparade wartete Schragl auf und lenkte einen Freistoß von Kehl-Gomez bravourös aus dem oberen Torwinkel (70.). Auch am 3:1 war Adigo maßgeblich beteiligt, seine Flanke verwertete Zie (73.). In der Schlussphase kam auch der erst vor wenigen Tagen von Rot-Weiß Erfurt verpflichtete Stürmer Meghon Valpoort zu seinem Debüt für Freiberg. Bis auf einen strammen Schuss von Grimmer, den Torhüter Grawe glänzend parierte, kam von den Gastgebern in der zweiten Halbzeit nichts mehr nach vorne.

 
 
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