Sonnenschein und 15 Grad liefern den 2500 Fans des SGV Freiberg und der Stuttgarter Kickers im vollgepackten und ausverkauften Wasen-Stadion ideale Bedingungen und Kaiserwetter beim Derby in der Fußball-Regionalliga am Ostermontag. Nach Abpfiff strahlt nicht nur die Sonne, sondern auch SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku nach dem 2:1-Heimsieg. Damit verteidigen die Freiberger nicht nur die Tabellenführung, sondern revanchieren sich auch für das Aus im WFV-Pokal-Viertelfinale vor einem Monat. Nur Stimmungstechnisch können die Gäste die Hausherren ausstechen, die vereinzelten Jugend-Spieler, die auf der Haupttribüne unrhythmisch trommeln und Lärm machen sind chancenlos gegen das Ultra-Aufgebot von der Waldau.
SGV Freiberg Polauke trifft beim Derby-Sieg gegen seinen Ex-Klub
Der Innenverteidiger, der schon in der Vorwoche traf, schädelt gegen die Stuttgarter Kickers das frühe 1:0 in die Maschen.
Polauke schraubt sich hoch
Schon nach sechseinhalb Minuten verstummt der Kickers-Block aber. Nach einer Ecke von Minos Gouras steigt ausgerechnet Paul Polauke im Zentrum am höchsten und schädelt zum 1:0 ein. Der Innenverteidiger des SGV spielte von 2021 bis 2025 noch für die Blauen. „Kushtrim hat in der Winterpause gesagt, dass er von mir erwartet, dass ich mehr Kopfball-Tore schieße. Ich glaube, ich habe geliefert, das ist mein drittes Tor dieses Jahr“, sagt der 26-Jährige nach der Partie.
Nach dem frühen Nackenschlag schütteln sich die Gäste kurz, blasen dann aber zur Jagd auf den Ausgleich. David Tomic hat schon nach 13 und 18 Minuten per Flachschuss und Kopfball die Möglichkeit auf den Ausgleich, bekommt dann aber nach einer halben Stunde die goldene Gelegenheit aus elf Metern. Nach einer Ecke kommt Marco Kehl-Gomez im Kopfballduell mit der Hand an den Ball. Den Strafstoß versenkt Tomic letzten Endes sicher zum 1:1.
Grobelnik nutzt den SVK-Fehler
Lange hält die Stuttgarter Freude aber nicht an. Fünf Minuten später wird Gal Grobelnik von SVK-Keeper Felix Dornebusch nach einem Querpass umgeräumt, ein Pfiff hier bleibt aber aus. Doch unmittelbar danach leistet sich Milan Petrovic einen hanebüchenen Fehler im Aufbauspiel der Gäste, nach einer Kopfballverlängerung von Leon Petö ist Grobelnik allein vor Dornebusch, dieses Mal entscheidet er das Privatduell für sich und schiebt das 2:1 ins rechte Eck (36.).
Nach der Pause hat Leon Petö dann die Großchance, die Führung auszubauen, im Konter bekommt er bei einer drei-gegen-zwei Situation am linken Sechzehner-Eck den Ball von Gouras, sein Abschluss landet jedoch ungefährlich direkt in den Armen des Keepers (54.). Die Stuttgarter versuchen offensiv derweil viel, bleiben aber spätestens am Sechzehner hängen, ernsthaft gefährlich wird es kaum. An der Doppelsechs aus Lukas Laupheimer und Kehl-Gomez ist kein Vorbeikommen, spätestens Polauke und Mehdi Hetemaj in der Innenverteidigung stoppen den anrollenden SVK-Zug. Einziger Makel beim SGV sind viele Ballverluste im Aufbauspiel, die die Partie unruhig machen. Auch dank viele Fouls im Mittelfeld wird das Spiel nun zerfahren.
In der Schlussphase versucht Wasen-Elf defensiv zu stehen, das Ergebnis zu sichern und lauert auf Konter, die sie aber schlecht ausspielt. Nach drei vergebenen Umschaltgelegenheiten, wird der kurz zuvor eingewechselte Julian Kudala in der Schlussminute im Sechzehner gefoult. Mit dem Elfmeter scheitert Shipnoski aber an Dornebusch. So bleibt es in der Nachspielzeit noch spannend, eine letzte Flanke landet über dem Tor, danach ist Schluss.
