SGV Freiberg Roland Seitz wird neuer Trainer

Von Claus Pfitzer
Roland Seitz gibt künftig beim SGV Freiberg als Trainer die Kommandos. Hier coacht er noch seinen Ex-Klub VfR Aalen. Auf der Ostalb war er von 2019 bis 2021 tätig. Foto: Imago/Eibner/Joerg Niebergall

Der 58-Jährige tritt beim SGV Freiberg die Nachfolge von Ramon Gehrmann an. Seine Erfahrung und Expertise überzeugen die Verantwortlichen des Wasen-Klubs.

Für Roland Seitz gab es die Bescherung an Heiligabend schon am frühen Nachmittag. Da hatte sich Präsident Emir Cerkez vom Fußball-Regionalligisten SGV Freiberg entschieden, den 58-Jährigen aus Neumarkt in der Oberpfalz als Nachfolger von Trainer Ramon Gehrmann zu verpflichten.

Gehrmann hatte vor der Winterpause um die Auflösung seines Vertrags beim SGV gebeten (die BZ berichtete). Mit Seitz setzen die Freiberger Verantwortlichen um Cerkez und den Teammanager, Sportlichen Berater und Interims-Sportdirektor Dieter Gerstung auf jede Menge Erfahrung in der Regionalliga Südwest. Überzeugen konnte Seitz vor allem mit seiner Expertise über die Liga und auch seine Detailkenntnisse über den Kader des SGV, in dem es aber noch einige Veränderungen geben wird.

Zuletzt in Luxemburg tätig

Seit dem 1. Juli 2022 arbeitete Seitz beim luxemburgischen Zweitligisten FC Berdewa Berbourg. Die Vita des Oberpfälzers als Spieler und Trainer umfasst rund 20 Vereine. Als Profi kickte er bei der Spvgg Unterhaching, dem TSV Vestenbergsgreuth, beim MSV Duisburg, mit dem er in die Bundesliga aufgestiegen ist, beim FC Homburg, dem FC Augsburg und dem SSV Jahn Regensburg. Als Trainer arbeitete er neben Klubs aus seiner fränkischen Heimat beim FC Erzgebirge Aue, dem SC Paderborn und dem SSV Reutlingen.

Es folgten Jahre als Sportlicher Leiter bei Eintracht Trier sowie als Sportvorstand und Trainer bei der SV Elversberg, mit der er zweimal in der Relegation zur Dritten Liga gescheitert ist. Am 1. Juli 2019 begann Seitz beim VfR Aalen, im März 2021 folgte die Trennung vom Regionalligisten von der Ostalb. Nach 14 Monaten Fußballpause startete der Neumarkter dann im Sommer das Abenteuer Luxemburg.

Schwieriger Spagat wartet

Beim abstiegsbedrohten Aufsteiger SGV Freiberg wartet auf Seitz die Aufgabe, die Arbeit seines Vorgängers Gehrmann zu vollenden und den Klassenerhalt mit der spielstarken, aber zu inkonstant auftretenden Mannschaft unter Vollprofibedingungen mit zusätzlichem Training auch vormittags zu schaffen. Dabei wartet auf den erfahrenen Fußball-Lehrer der nicht einfach zu bewältigende Spagat, langjährige Profis, die viel erlebt haben in ihrer Karriere, mit jenen Spielern zu einer Einheit zu formen, die die Chance Regionalliga mit dem SGV zu spielen, annehmen und sich auch den Widrigkeiten stellen wie dem Wechsel der Trainingsplätze zwischen Freiberg und Bietigheim-Bissingen.

Die Freiberger haben sich mit drei Niederlagen in Folge in die Winterpause verabschiedet, sie stehen aber mit 18 Punkten aus 20 Spielen auf Tabellenplatz 13, und damit auf einem Nichtabstiegsrang. Weiter geht es in der Liga am 4. März mit dem Heimspiel gegen den KSV Hessen Kassel.

Trainingsauftakt am 23. Januar

Trainingsauftakt ist am 23. Januar, danach stehen Testspiele beim SV Fellbach (25. Januar), Calcio Leinfelden-Echterdingen (28. Januar), beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen (4. Februar), gegen den FC 08 Villingen (11. Februar), den FC Holzhausen (18. Februar) und den VfR Aalen (25. Februar) auf dem Vorbereitungsprogramm.  

Claus Pfitzer

 
 
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