SGV Freiberg Seitz-Elf erfüllt die Pflichtaufgabe souverän

Von Simon David
Marco Kehl-Gomez (links) enteilt seinem Gegenspieler. Mit seinem verwandelten Elfmeter bringt er Freiberg in Führung. Foto: /Martin Kalb

Beim 3:0 gegen Schlusslicht Schott Mainz fällt die endgültige Entscheidung jedoch erst sehr spät.

Fußball-Regionalligist SGV Freiberg hat seine Pflichtaufgabe gegen den TSV Schott Mainz erfüllt. Die Mannschaft von Trainer Roland Seitz gewann am Samstagnachmittag mit 3:0 (2:0) gegen den Tabellenletzten. Dabei profitierten die Wasen-Elf jedoch auch von der Tatsache, dass sie mehr als eine Halbzeit lang in Überzahl spielten.

Von Beginn an suchten die Gastgeber den Weg zum Tor. Wirklich zwingende Möglichkeiten ergaben sich allerdings zunächst nicht, da die Freiberger entweder in der Viererkette der Gäste hängen blieben oder der letzte Pass in die Mitte nicht ankam. So versuchte es der SGV wiederholt mit Distanzschüssen, die Schott-Keeper Tim Bjarne Hansen zur Ecke klärte. Doch auch die zahlreichen Standards brachten dem Seitz-Team zunächst nichts ein. Die Mainzer versteckten sich keineswegs, sondern spielte forsch auf, ohne jedoch allzu häufig vor das Tor von Michael Gelt zu kommen. Die Schüsse, die die Gäste abgaben, stellten den SGV-Schlussmann kaum vor ernsthafte Probleme. Die bis dahin besten Möglichkeit der Gastgeber vergab Iosif Maroudis in der 19. Minute, als er das Tor aus zwölf Metern knapp verfehlte. Fünf Minuten später scheiterte Filimon Gerezgiher freistehend aus spitzem Winkel.

Strafstoß bringt die Führung

Erst ein Foulelfmeter nach einem eher harmlosen Rempler im Strafraum verhalf den Wasen-Kickern in der 30. Minute zur Führung. Marco Kehl-Gomez verwandelte souverän zum 1:0. Nun war der Bann gebrochen. Maroudis erhöhte kurz darauf aus 13 Metern zum 2:0 (35.). Ab der 42. Minute war der Tabellenletzte in Unterzahl, nachdem Jan Christoph Just nach einem Foul die Rote Karte gesehen hatte. Nicht nur mit dieser Entscheidung des Unparteiischen haderte Gäste-Trainer Samuel Horozovic nach dem Spiel. „Der Schiedsrichter hatte nicht seinen besten Tag. Jede 50/50-Entscheidung fiel zugunsten von Freiberg aus. Es gab zwar den Körperkontakt, aber rot-würdig war das nicht“, sagte er.

Nach dem Seitenwechsel gingen beide Mannschaften zunächst hohes Tempo. Trotz Rückstand und Unterzahl steckten die Gäste nicht auf und drängten zunächst Richtung Freiberger Tor. Erst klärte aber Torhüter Gelt zur Ecke (53.), dann David Pisot (56.). Die folgenden Standards brachten Mainz nichts ein. Der SGV leistete sich im Spiel nach vorne wieder den ein oder anderen ungenauen Pass. Mitte der zweiten Halbzeit hatte Joel Gerezgiher dann eine hochprozentige Chance, als er zentral aus 14 Metern frei zum Schuss kam (64.), allerdings traf er nur den Pfosten. Wenig später vergab Pisot eine weitere gute Möglichkeit, doch köpfte er nach einer Ecke knapp über das Tor (70.).

Späte Entscheidung

Mehrfach versprang den SGV-Angreifern in der Folgezeit der Ball oder sie kamen den entscheidenden Schritt zu spät, sodass es bis zur 88. Minute dauerte, ehe Ruben Reisig, wiederum nach einer Ecke, per Kopf das 3:0 erzielte. Damit war der Heimsieg unter Dach und Fach und der SGV hält weiter den Anschluss an die Tabellenspitze.

Seitz zeigte sich zufrieden mit dem Spielverlauf. „Es wäre aber schön gewesen, wenn wir das 3:0 früher gemacht hätten, dann hätten wir Ruhe gehabt. Das sind die schwersten Spiele, weil jeder davon ausgeht, dass man gewinnt“, sagte er. „Ich möchte meiner Mannschaft für ihre Leistung noch ein Riesenkompliment machen. Letzte Saison hatten wir nach 34 Spielen 33 Punkte, jetzt sind es nach 20 Spielen schon 36“, betont er. Simon David

 
 
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