Unterschiedlichere Ausgangslagen wie der SGV Freiberg und die TSG Balingen sie haben, können in der Regionalliga Südwest wohl derzeit kaum aufeinandertreffen. Der Spitzenreiter vom Wasenstadion empfängt an diesem Samstag das Tabellenschlusslicht. Während die Elf von Coach Kushtrim Lushtaku die wenigsten Gegentore (Zwei) der Liga bisher einsteckten und die zweitmeisten selbst erzielten (14), steht die TSG Balingen mit vier erzielten und 14 kassierten Toren in beiden Statistiken am schlechtesten da. Anpfiff ist um 14 Uhr im Wasenstadion.
SGV Freiberg SGV Freiberg vor Duell der Gegensätze
Die Wasen-Elf empfängt, weiterhin ungeschlagen, den Tabellenletzten aus Balingen.
Konkurrenzkampf auf Außen
Marius Köhl ist derzeit geteilter Top-Torschütze mit fünf Treffern in vier Spielen. Nur Fabian Eisele von der SG Sonnenhof Großaspach kann ebenfalls fünf Treffer in seiner Vita diese Saison vorweisen. Wie auch Köhl hat Leon Petö bisher gute Leistungen in der Offensive erbracht. Mit dem Freiberger Neuzugang Julian Kudala, welcher beim Zweitligaabsteiger SSV Ulm nicht zum Zug kam, bekommt Petö jetzt Konkurrenz auf Rechtsaußen. Für SGV-Trainer Lushtaku gibt es für beide Schützlinge keine Garantie für den Platz in der Startelf.
Neben Kudala stoßen zudem noch Innenverteidiger Paul Polauke (die BZ berichtete) und Henrick Selitaj als Offensivspieler in die Mannschaft neu dazu. „Die Jungs müssen hart arbeiten, da sie jetzt in ein schon eingespieltes Team kommen. Sie müssen sich ihren Platz erarbeiten. Bei mir spielt derjenige, der die Leistung erbringt und der Mannschaft am besten hilft“, so der Coach über seine neuen Kaderkräfte.
Blickrichtung Dritte Liga
Mit zwölf Punkten aus vier Spielen steht Freiberg derzeit makellos in der Regionalliga Südwest. Diese Entwicklung scheint auch den Verantwortlichen bewusst zu sein, denn der SGV hat nachdem es in den letzten Jahren nicht dazu kam, nun laut Informationen der Stuttgarter Zeitung eine Lizenz für die dritte Liga beantragt. Da das Wasenstadion mit zu wenig Plätzen nicht drittligatauglich ist, hat Präsident Emir Cerkez, vorerst nur mündlich, wohl eine Vereinbarung mit einer anderen Kommune getroffen, um in ein anderes Stadion auszuweichen. Somit dürften die Weichen wohl gestellt sein für einen potenziellen Aufstieg.
Lushtaku möchte aktuell allerdings noch nicht von einem Hype reden: „Es sind bisher nur vier Spiele gespielt aber natürlich ist es top, was die Jungs da leisten. Wir haben uns ein bisschen Respekt erarbeitet in der Liga. Nicht nur jetzt durch den Saisonstart, sondern bereits in den letzten eineinhalb bis zwei Jahren“.
