Der SGV sichert sich die Tabellenspitze der Regionalliga Südwest – zumindest vorerst. Denn die SG Sonnenhof Großaspach könnte Platz eins zurückerobern, sie war am Wochenende im DFB-Pokal gegen Bayer 04 Leverkusen aktiv (die BZ berichtete). Das Team von Trainer Kushtrim Lushtaku gewinnt am dritten Spieltag gegen Schott Mainz mit 4:0 und lässt dabei trotz der 30 Grad im Freiberger Wasenstadion nichts anbrennen.
SGV Freiberg Spielstark an die Tabellenspitze
Im Regionalliga-Duell zwischen dem SGV Freiberg und Schott Mainz, setzt die Lushtaku-Elf seine Siegesserie mit 4:0 fort.
Spiel für 15 Minuten offen
Bereits beim WFV-Pokalspiel vergangenen Mittwoch war klar, dass Aris Malaj den SGV nach nur sechs Wochen in Richtung Augsburg verlassen wird. Nun wurde er, vor den rund 300 Freiberger Fans im Wasen-Stadion, von Mario Estasi, dem sportlichen Leiter der Freiberger, verabschiedet. Daher startet die Partie leicht verspätet. Zu Beginn tasten sich beide Teams erst einmal ran, das Spielgeschehen findet zunächst im Mittelfeld statt. Leon Petö ist es dann letztendlich in der achten Minute mit der ersten richtigen Torchance für die Freiberger, sein Schuss kann allerdings durch den Mainzer Torhüter Robin Julian Balters pariert werden. Gezählt hätte er letztendlich sowieso nicht, da der Ball sich zuvor im Toraus befand.
Daraufhin die große Doppelmöglichkeit für die Mainzer, die sich als Aufsteiger bisher tapfer schlagen. Freiberger Torhüter Benedikt Grawe missglückt ein Abstoß in den Fuß von Luis Hesse, der viel Platz vor dem Tor hat. Dieser lässt sich allerdings zu viel Zeit und wird somit noch entscheidend von der Freiberger Verteidigung gehindert. Verletzungsbedingt kommt es dann bereits zur ersten Auswechslung der Freiberger: Tim Niklas Pietzsch bleibt nach einem Zweikampf am Seitenaus liegen und wird durch Mehdi Hetemaj ersetzt.
Doppelpack für den Kapitän
Dies ist vorerst die letzte Torszene der Gäste, denn Freiberg startet jetzt so richtig ins Spiel. Gal Grobenik gewinnt im hohen Pressing den Ball, legt auf Marius Köhl zurück und dieser verwandelt flach an der Strafraumgrenze zur Freiberger Führung (19.) Die Mainzer die sich bis dahin sehr stark präsentiert haben, tragen nun wenig zum Spiel bei. Matt-Brahan Zie setzt sich über linksaußen schön durch, zieht nach innen und sorgt mit einem Lattenkracher für raunen auf den Rängen. Der Abpraller landet auf der rechten Außenseite, Petö flankt auf Grobelnik, dessen Kopfball noch von Balters abgeblockt wird aber Kapitän Marco Kehl-Gomez steht am zweiten Pfosten völlig frei und muss den Ball nur noch zum 2:0 einschieben (24.).
Die Männer vom Rhein versuchen es mit hohem Pressing, doch wirken von der Rolle und lassen den Freibergern dabei jegliche Freiräume. So auch noch mal kurz vor der Halbzeit. Tino Bradara spielt flach zur Strafraumkante zu Petö, der dort völlig frei steht. Sein Schuss wird noch von Dominik Ahlbach geblockt, landet dafür allerdings bei Kehl-Gomez, der sehenswert in der 44. Minute volley zur 3:0-Führung einnetzt.
In der zweiten Halbzeit starten die Freiberger genau so, wie sie in der ersten Halbzeit aufgehört haben. Abou Dramane Ballo schickt Grobelnik mit einem langen Ball. Dieser landet zwar in Grobelniks Rücken, der Stürmer dreht sich allerdings, legt auf den durchgestarteten Petö, der wie so oft in diesem Spiel frei im Strafraum agieren kann. Petö nimmt den Ball an, hat noch kurz Zeit zu überlegen und schiebt den Ball flach unten links an Balters vorbei (50.), der bereits zum vierten Mal in diesem Spiel hinter sich greifen muss. Die Freiberger lassen den Mainzern nun mehr Freiräume, Abdellatif El Mahaoui mit dem Pass auf Leon Kern, dieser zieht am äußeren Strafraumrand in Richtung Tor, doch wird dann noch von Hetemaj entscheidend gestört, sodass der Schuss in der 60. Minute eine leichte Aufgabe für Grawe ist.
Nächster Alu-Treffer
Das Spiel plätschert inzwischen vor sich hin. Die Hausherren lassen den Gästen viel Ballbesitz, diese wissen damit allerdings wenig anzufangen. Lediglich der zweite Freiberger Lattenkracher durch Ballo sorgt nochmal für aufsehen. Der Ball springt von der Unterlatte allerdings vor die Linie und so bleibt es beim 4:0-Endstand. Freiberg klettert damit vorerst an die Tabellenspitze, Sonnenhof Großaspach kann sich diesen Rang allerdings noch zurückerobern: Der Dorfklub hat eine Partie weniger aufgrund des DFB-Pokals. Die Stuttgarter Kickers hingegen verpassen es am Sonntag, gleichzuziehen mit dem SGV und spielen nur 1:1 gegen Trier.
„In der Anfangsphase haben wir uns zu tief hinten reinfallen lassen, Mainz hatte immer wieder gute Ballgewinne im letzten Drittel, das erste Tor hat uns befreit so ein bisschen und wir haben dann viel mehr Fußball gespielt“, resümiert SGV-Coach Kushtrim Lushtaku.
