Am so wichtigen Tag des SGV Freiberg mit der Bekanntgabe des Umzugs ins Heilbronner Frankenstadion (siehe Extra-Bericht) schuf auch die Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku Fakten im Kampf um die Meisterschaft. In der Kleiner Arena in Nöttingen, wohin die vor zehn Tagen im heimischen Wasenstadion ausgefallene Partie verlegt worden war, besiegte der SGV den SV Eintracht Trier, der rund 40 Minuten in Unterzahl auskommen musste, mit 1:0 und baute seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf vier Punkte aus.
SGV Freiberg Traum-Freistoß von Kehl-Gomez entscheidet Kampfspiel
Mit einem 1:0-Sieg über den SV Eintracht Trier baut der SGV Freiberg in der Regionalliga seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf vier Punkte aus.
Freiberg gewinnt das Kampfspiel
Dass der Marsch in die Dritte Liga kein Selbstläufer wird, bewies die Partie gegen die starken Trierer, die die Mehrzahl an Tormöglichkeiten verzeichneten. „Was für eine Geburt. Wenn es spielerisch nicht läuft, muss man kämpfen, und das haben die Jungs getan. Wir haben noch zwölf Endspiele und wollen hoch. Die Nachricht mit dem Stadion in Heilbronn gibt uns nochmal einen Pusch, alle sind erleichtert und nochmal mehr motiviert“, meinte SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku.
Beim SGV ersetzte der in Balingen gelb-gesperrte Abou Ballo den jungen Tim-Niklas Pietzsch auf der rechten Abwehrseite. Bei Trier fiel neben dem nach seiner fünften Gelben Karte gesperrten Maurice Wrunsch kurzfristig mit Henri Weigelt eine weitere Defensivstammkraft aus. Zur Pause führte der Tabellenführer glücklich mit 1:0 durch einen Treffer von Kapitän Marco Kehl-Gomez, der einen Freistoß aus 25 Metern aus dem Stand mit der Innenseite rechts an der Mauer vorbei wunderschön im Torwarteck versenkte. Weil aus dem Spiel heraus nur wenig zustande kam gegen giftige, lauf- und einsatzfreudige Gäste musste ein Standard her. „So einen Freistoß habe ich von ihm gefordert. Wir hatten schon 30 zentrale Freistöße, jetzt hat es geklappt“, meinte Lushtaku schmunzelnd zum Traumtor seines Kapitäns.
Der Torschütze kommentierte die Partie so: „Es war wie immer gegen Trier, die spielen robust und Männerfußball. Es war ein Kampfspiel. Loben muss ich unseren Torwart Benedikt Grawe, der uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten hat. Nach der Nachricht mit dem Stadion wollten wir unbedingt einen Dreier holen.“
Eine gute und gleichzeitig die einzige Chance in Hälfte eins hatte Minos Gouras nach einem Sprint, aber Lucas Laux konnte den Schuss von Gouras noch zur Ecke klären. Die Trierer, pausenlos angefeuert von ihren rund 100 Fans, verzeichneten mit ihrer mutigen Spielweise nach 45 Minuten ein Eckenverhältnis von 6:1 und drei dicke Torchancen.
Grawe mit starken Paraden
Überragend rettete SGV-Torhüter Benedikt Grawe bei einem Kopfball von Dominik Kinscher (24.) und einem Fallrückzieher des Ex-Freibergers Frederik Rahn (39.). Gefährlich nahe am SGV-Tor strich der Schuss von Kinscher aus 18 Metern vorbei (17.).
Glück hatte der Spitzenreiter kurz vor der Pause, denn der Rempler im Strafraum von Bryan Adigo an Fabio Lohei roch nach Elfmeter. Der bis dahin offensiv auffälligste Trierer Lohei musste ab der 55. Minute nach Gelb-Rot für Ömer Yavuz defensiv aushelfen. Nach 56 Minuten brachte SGV-Coach Lushtaku mit Marius Köhl, Nicklas Shipnoski und Gal Grobelnik drei neue Offensivkräfte ins zerfahrene, von vielen Fouls unterbrochene Spiel.
„Ich hätte mir mehr Entlastung gewünscht, das war aber auch nach den Einwechslungen nicht der Fall“, bemängelte Trainer Lushtaku. Auch in Überzahl bekam sein Team keine Dominanz ins Spiel. Trier spielte auch dezimiert weiter nach vorne, drängte auf den Ausgleich und hatte in der Nachspielzeit noch eine dicke Chance, aber der Schlenzer von Hokon Sossah strich knapp am Tor vorbei.
Am Samstag (14 Uhr) erwartet der SGV dann wieder im Wasenstadion den FC Astoria Walldorf.
