SGV Freiberg U19 Per Aufstiegskrimi in die NLZ-Liga

Von Marlon Hölzel
Die Freiberger U19 liegt sich in den Armen. Mit dem 2:1-Sieg am letzten Spieltag haben sie es geschafft, sie sind in die Nachwuchsliga aufgestiegen. Foto: /Martin Kalb

Die A-Junioren des SGV Freiberg stiegen am Sonntag nach einem Showdown auf gleich mehreren Plätzen in die Nachwuchsliga auf.

Spannender kann ein Aufstiegsrennen kaum werden. Angespannte Eltern am Seitenrand, die die Zwischenstände auf dem Feld checken, ein Tor, das alles umwerfen könnte und Tränen nach Abpfiff. Doch die Eltern atmen auf, die Verteidigung lässt kein Gegentor mehr zu und es sind Tränen der Freude bei den Nachwuchskickern des SGV Freiberg. Denn die Mannschaft des Trainertrios Ihsan Basaran, Noah Welter und Luc Ziegler ist mit dem 2:1-Sieg in die A-Junioren-Nachwuchsliga aufgestiegen.

Schlecht ins Spiel gestartet

Die Ausgangslage vor dem Spiel ist klar, Freiberg muss gewinnen und parallel müssen die bisher ungeschlagenen Weinheimer gegen Reutlingen patzen. Doch zu Beginn läuft alles mal so gar nicht wie geplant, denn der SGV tut sich schwer in die Partie zu finden. Die Gäste vom TuS Ergenzingen schnürt die Hausherren zu Beginn ein und immer wieder ist es Kristof Petes-Varga, der die Defensive und Keeper Kim Bayer herausfordert.

Auf der anderen Seite setzten auch die Freiberger die ersten Akzente, James Ojiekhai überlupft schön die Ergenzinger Defensive, doch Roman Timoshenko kann den Ball nicht verwerten. Der Stürmer steht kurz darauf erneut im Fokus: Er wird nach 15 gespielten Minuten im Strafraum zu Fall gebracht, doch der Unparteiische zeigt nicht auf den Punkt. In der 20. Minute die dickste Chance im bisherigen Spiel. Und diese gehört den Ergenzingern, bei denen sich Philipp Koch über links durchsetzt und auf Linus Hellstern im Strafraum quer legt. Die 22 scheitert am Freiberger Rückhalt, doch der Ball prallt zu Petes-Varga, der nur ins leere Tor einschieben muss, diesen jedoch rechts neben das Tor setzt.

Freiberg hat nach 35 gespielten Minuten weitgehend die Kontrolle über das Spiel gewonnen, zu zwingenden Chancen kommen sie jedoch noch nicht. Ein Freistoß von Luca Rakoczy fliegt aus rund 25 Metern nur knapp am Tor vorbei. Doch dann der Schock nur Sekunden vor der Pause, Abdullah Emin Yelek taucht frei im Strafraum auf und schiebt zum 1:0 für die Gäste ein. „Wir sind extrem schwer in die Partie gekommen. Ergenzingen hat es mit seiner 4-4-2-Taktik bockstark gemacht und auch alle zweiten Bälle gewonnen. Dann auch verdient das 1:0 gemacht und es hätte sogar 2:0 stehen können“, resümiert Basaran. Jedoch die gute Nachricht auf dem anderen Platz Weinheim liegt mit 2:3 gegen Reutlingen hinten. Doch auch wenn Basaran vor dem Spiel meinte, dass er die anderen Spiele nicht verfolgen wird muss er danach schmunzelnd eingestehen, dass es doch während dem Spiel nicht an ihnen vorbeigegangen sei.

Mehmets Kopfball ins Glück

Vielleicht beflügelt auch gerade das die Mannschaft, denn nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff wird Joel Malungo im Strafraum zu Fall gebracht und der Schiedsrichter zeigt diesmal auf den Punkt. Diesen lässt sich Rakoczy nicht nehmen und verwandelt zum Ausgleich (47.) Und damit nicht genug, denn nur fünf Minuten später folgt der Freiberger Doppelschlag. Nach einer Ecke taucht Verteidiger Kaan Mehmet am zweiten Pfosten auf und köpft den Ball für die gesamte Freiberger Mannschaft wuchtig zur 2:1-Führung ein (52.). Der Jubel nimmt kein Ende beim SGV, denn du dem Zeitpunkt steht man an der Tabellenspitze.

Doch auch in Weinheim wird noch gespielt und dort erzielt der bisherige Tabellenführer den 3:4-Anschlusstreffer. Freiberg verwaltet die Partie weitestgehend und lässt defensiv nichts anbrennen. In der 72. die Großchance um alles klar zu machen. Ojiekhai legt auf Malungo, der abzieht und am Innenpfosten scheitert. Der Ball prallt zurück in den Strafraum doch dort steht keiner. Die Heimherren müssen weiter bangen. Über sechs Minuten werden insgesamt nachgespielt doch dann ist Schluss. Freiberg gewinnt mit 2:1 und die Reutlinger Schützenhilfe fertigt Weinheim mit 6:3 ab, wodurch feststeht, dass die U19 des SGV Freiberg in der Rückrunde in der Deutschen Nachwuchsliga an den Start geht.

„Ich kann es gar nicht in Worte fassen oder beschreiben. Ich sage es auf gut Deutsch, es ist richtig geil. Wir haben jetzt noch das Pokalspiel und dann bekommen die Jungs erst mal zwei Wochen frei,“ so der überglückliche Basaran nach Abpfiff.

 
 
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