Ausgelassene Feierstimmung herrscht derzeit im Wasen-Stadion und das aus gutem Grund. Den Zuschauern wird Woche für Woche und Spieltag für Spieltag eine spielfreudige Darstellung geboten, bei der einfach alles zu funktionieren scheint. So auch am siebten Spieltag der Regionalliga Südwest, da der dominant auftretende SGV Freiberg ideenlose Bahlinger mit 5:0 düpiert.
SGV Freiberg Wasen-Elf mit dem siebten Streich
Dominante Freiberger düpieren ideenlose Bahlinger mit 5:0 und sichern sich mit dem siebten Sieg im siebten Spiel den geteilten Startrekord der Regionalliga.
Vierfache Rotation von Lushtaku
Trotz des 3:1-Auswärtssieges über Astoria Walldorf in der Vorwoche, rotiert Freibergs Trainer Kushtrim Lushtaku auf vier Positionen. Dabei dürfen die beiden Neuzugänge Paul Polauke und Henrick Selitaj ihr Startelfdebüt feiern. „Ich will Spieler belohnen, ich achte im Training darauf wie sie trainieren. Ich habe 23 Feldspieler und muss schauen, dass ich alle bei Laune halt,“ so Lushtaku zu den Umstellungen.
Das Spiel startet zunächst ausgeglichen, Bahlingen versucht mit langen Bällen die Kette der Freiberger zu überspielen, bekommen diese jedoch nicht kontrolliert. Beide Mannschaften tasten sich erst ab und so vergeht die erste Viertelstunde des Spiels ohne Großchancen und mit vereinzelten Kontermöglichkeiten, die allerdings schnell versanden. Das erste Raunen geht durch die 350 Zuschauer, als Freiberg die erste Gelegenheit des Spiels hat. Nach einer Ecke kommt es zu Ping-Pong in der Luft, bis letztendlich Gal Grobelnik den Ball wuchtig an die Latte köpft. Die Wasen-Elf beginnt nun richtig aufzuspielen. Chance um Chance fliegt um die Verteidigung der Badener, die auch offensiv nicht mehr viel zustande bekommen. Ein Eckball sorgt für die verdiente Freiberger Führung. Leon Petö dribbelt nach einer kurzen Ecke ungestört in Richtung Strafraumkante und versucht es einfach selbst. Der Ball aufs kurze Eck wird allerdings noch entscheidend vom Bahlinger Verteidiger abgefälscht, sodass Bahlingens Keeper Luca Petzold machtlos ist (30.).
Rote Karte zieht Bahlingens Zahn
Die Bahlinger stehen nach dem 1:0 zwischenzeitlich mit elf Mann im eigenen Strafraum, da Freiberg direkt auf das zweite Tor drückt. Ein erstes offensives Lebenszeichen der Badener kommt in der 35. Minute durch Louis Schmidt der auf Linksaußen viel Platz hat und auf Mittelstürmer Marco Rienhardt flankt, dessen zentraler Kopfball allerdings kein Problem für Benedikt Grawe darstellt.
Und der Bahlinger Mittelstürmer steht fünf Minuten später erneut im Mittelpunkt, nachdem er Lukas Laupheimer auf Höhe der Mittellinie umräumt und dafür Gelb sieht. Da die Nummer 33 allerdings in der 23. Minute bereits verwarnt wurde, zückt Schiedsrichter Haris Kresser die folgerichtige Ampelkarte. So geht Freiberg mit der knappen Führung und Überzahl in die Kabine.
In der zweiten Halbzeit macht Freiberg weiter wie zuvor. Jacob Engel wird im Strafraum von Laurin Tost zum Fall gebracht, Gal Grobelnik verwandelt eiskalt den daraus resultierenden Elfmeter (53.). Aus dem 0:2-Rückstand kommen die Bahlinger in eine kleine Druckphase. Nach einer Ecke pariert Grawe in den Fuß eines Bahlingers, dessen Schuss den Freiberger Rückhalt zwar überwindet doch auf der Linie von Kapitän Kehl-Gomez geklärt wird.
Die Freiberger können danach frei aufspielen und so ist es Petö der in der 67. Minute nach Hackenablage von Matt-Brahan Zie frei im Strafraum steht und erneut flach links unten trifft. Der Rumäne legt auf seinen Doppelpack noch eine Vorlage, nachdem er im Bahlinger Fünfmeterraum den Ball gewinnt und auf den inzwischen eingewechselten Meghon Valpoort zurücklegt, der sein Debüttor für den SGV erzielt (85.). Zwei Minuten vor Schluss sammelt Valpoort auch seinen ersten Assist. Nach einem Solo über 60 Meter legt er ab auf Julian Kudala, der ebenfalls seinen Premieren-Treffer zum 5:0 erzielt (90+1). „Wir sind einfach unfassbar. Hut ab an die Jungs“, resümiert Mann des Tages Petö.
