SGV gewinnt Spitzenspiel Freiberg bezahlt leichten Sieg schwer

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Freibergs Kapitän und Torjäger Marco Grüttner setzte mit dem 3:0 in der 61. Minute den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie.⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Das Oberliga-Spitzenteam gewinnt beim FC 08 Villingen mit 3:0 und spielt 80 Minuten in Überzahl. David Müller verletzt sich allerdings schwer.

Der dritte Sieg des SGV Freiberg in der Fußball-Oberliga in Folge hatte einen bitteren Beigeschmack. Nach zehn Minuten musste David Müller mit einer üblen Sprunggelenkverletzung vom Platz. Nach der Roten Karte für Villingens Kamran Yahyaijan spielten die Gäste fortan in Überzahl und holten sich klar überlegen und nach klarer Führung nach einer Stunde abgeklärt  mit dem 3:0 die nächsten drei Punkte.

„Das war sehr emotional für uns. Mir geht es um unseren Spieler David Müller, hoffentlich ist es nicht ganz so schlimm. Aber ich glaube, die Hoffnung bleibt eine Hoffnung, Wir haben 3:0 gewonnen, die Jungs haben es gut runtergespielt. Mehr gibt es nicht zu sagen““ so SGV-Coach Evangelos Sbonias nach der einseitigen Begegnung.

Überraschung im Tor

Beim SGV Freiberg ersetzte Kevin Ikpide den gesperrten Volkan Celiktas, im Tor kam Routinier Sven Burkhardt zu seinem Saison-Debüt. Beim FC 08 Villingen musste dagegen Goalgetter Nedzad Plavic verletzt passen.

Burkhardt wurde in der zehnten Minute gefordert, den Schuss von Routinier Erich Sautner aufs kurze Eck wehrte er mit beiden Fäusten ab. Danach änderte sich vieles im Spiel. Beim Nachsetzen an der Mittellinie hatte der Villinger Kamran Yahyaijan Müller böse erwischt. Müller musste mit einer üblen Sprunggelenkverletzung vom Platz getragen und ins Krankenhaus gebracht werden. Gegen Kamran Yahyaijan zückte Schiedsrichter Maurice Kern angesichts der sichtbar schweren Verletzung die Rote Karte.

Die anfangs mutig den Weg nach vorne suchenden Gastgeber stellten mit dem nach hinten beorderten Patrick Peters um auf eine 5-3-1-Formation unnd ließen nur Volkan Bak als einzige Spitze vorne. Die neue Defensivstrategie ging rasch schief. Nach einem Eckball von Michael Klauss war Villingens Nico Tadic im Strafraum mit der Hand am Ball. Referee Kern zögerte zunächst, entschied dann aber doch auf  Handelfmeter. Spezialist Yannick Thermann drosch den Ball zur 1:0-Führung für den SGV Freiberg ins Tor. Die Gäste kontrollierten geduldig und ballsicher das Geschehen, ohne zu klaren Torchancen zu kommen. Die beste hatte Lukas Hoffmann, der gegen den aufgerückten Gegner von der Mittellinie aufs FC-Tor schoss (38.). Im Rückwärtslaufen bekam FC-Keeper Andrea Hoxha den Ball am Elfmeterpunkt noch zu fassen.

Gute Absicherung

Die Freiberger achteten auf eine gute Absicherung in der Defensive bei den lang nach vorne geschlagenen Bällen der Nullachter. Mit dem für Peters eingewechselten Thomas Kunz (39.) löste FC-Trainer Marcel Yahyaijan die sperrige Abwehrkette  wieder auf, um einen Mann mehr in seinem überforderten Mittelfeld zu haben. Dadurch kam sein Team zu mehr Spielanteilen und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zur Riesenchane zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Sautner hatte Leon Albrecht aus 16 Metern freie Bahn, aber Freibergs für Müller einegwechselter Jonathan Zinram klärte mit einer akrobatischen Einlage auf der Torlinie für den bereits geschlagenen Burkhardt.

Innerhalb von nur drei Minuten entschieden die Gäste dann die Partie. Zuerst köpfte Kevin Ikpide eine Flanke von Zinram gegen die Laufrichtung des gegnerischen Torhüters zum 0:2 ins Netz (58.), dann erzielte  Kapitän Marco Grüttner aus der Nahdistanz das 0:3 (61.).

 
 
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