Der Regionalliga-Vizemeister SGV Freiberg gibt ein klares Bekenntnis zu seinem neuen Standort mit Spiel- und Trainingsstätte im Frankenstadion ab und trägt künftig den Namen Sport- und Gemeinschaftsverein (SGV) Heilbronn-Freiberg Fußball e.V. Aus dem Gesangverein wurde also der Gemeinschaftsverein. Der Vereinssitz bleibt in Freiberg, auch das Nachwuchsleistungszentrum behält dort seinen Standort. Über die Änderungen votierten die rund 50 Mitglieder einhellig. Präsident Emir Cerkez, seit 16 Jahren im Amt, wurde für vier weitere Jahre bestätigt, Dietmar Ruf (Organisation) und Leon Cerkez (Sport) komplettieren das von zwei auf drei Personen aufgestockte Präsidium.
SGV Heilbronn-Freiberg Klares Votum für eine Zukunft in Heilbronn
Der Regionalligist nennt sich künftig SGV Heilbronn-Freiberg. Präsident Emir Cerkez wird für weitere vier Jahre gewählt. Gwang-in Lee ist dritter Neuzugang.
„Wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt und konzentrieren uns auf Heilbronn. Die Stadt hat in kurzer Zeit mehrere Millionen Euro in einen neuen Verein investiert“, freute sich Präsident Emir Cerkez über die große Unterstützung in der 132.000-Einwohner-Stadt neckaraufwärts. Der SGV konnte sich jahrelang mit der Stadt Freiberg nicht auf einen ligatauglichen Ausbau des Wasenstadions einigen, trotz angebotener erheblicher Kostenbeteiligung bei der Einräumung eines langfristigen Erbbaurechts. Schon in den vergangenen Spielzeiten in der Regionalliga musste der SGV Ausnahmegenehmigungen für das Wasenstadion erwirken. „Die Stadt Freiberg hat uns nicht verdient, das Thema ist für uns abgehakt“, so Emir Cerkez.
„Ich gratuliere dem SGV Heilbronn-Freiberg zu der Entscheidung seiner Mitglieder. Die Namensänderung zum SGV Heilbronn-Freiberg ist ein klares Zeichen für den gemeinsamen Weg, den wir eingeschlagen haben. Wir freuen uns darauf, den Verein im Frankenstadion willkommen zu heißen und gemeinsam den Fußballstandort Heilbronn weiterzuentwickeln. Davon können der Verein, die Stadt und die gesamte Region profitieren“, meinte der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel zum klaren Votum für Heilbronn.
Platzhirsch im Frankenstadion
Seit zwei Wochen bereitet sich die Mannschaft des SGV in Heilbronn-Böckingen auf die neue Saison vor und absolviert am Samstag (14 Uhr) im Stadtteil Biberach unter dem neuen Namen gegen die SG Sonnenhof Großaspach ihr erstes Testspiel. In der kommenden Woche soll auch der eigens für die neuen Gäste angelegte Trainingsplatz mit neuer Bewässerungsanlage und Rollrasen angelegte Trainingsplatz benutzbar sein. Im Frankenstadion sind die rund 4,3 Millionen teuren Umbaumaßnahmen mit neuer Flutlichtanlage, Rasenheizung und einer erweiterten Tribüne im vollen Gange.
Die Stadt Heilbronn, die dem SGV praktisch den roten Teppich ausgerollt hat, bekräftigte dieser Tage, dass der SGV Heilbronn-Freiberg die Nummer eins und der alleinige Hauptnutzer des Frankenstadions sein wird. Hierüber wird derzeit ein Mietvertrag ausgearbeitet. Dem bisherigen Platzhirsch VfR Heilbronn hat der SGV angeboten, sieben Heimspiele in der Landesliga, darunter die Derbys gegen den FC Union Heilbronn und die Sport-Union Heilbronn im Frankenstadion auszutragen. Die übrigen Heimspiele des VfR sollen auf einem Nebenplatz stattfinden.
Zusammenarbeit mit dem VfR
Die Stadt Heilbronn ist an einer engen Kooperation des SGV mit dem VfR interessiert und hat bereits eine Absichtserklärung unterschrieben. Die Sehnsucht nach höherklassigem Fußball in der Unterland-Metropole ist groß. Ob die Zusammenarbeit zwischen dem SGV und dem VfR mittelfristig in eine Verschmelzung mündet oder gar ein anderer Verein ins Spiel kommt, wird die Zukunft zeigen.
Als dritten Neuzugang verpflichtete der SGV den 23-jährigen Offensivspieler Gwang-in Lee vom Ligakonkurrenten TSV Steinbach Haiger.
