SGV Heilbronn-Freiberg Paul Polauke geht als Kapitän voran

Von Claus Pfitzer
Der 26-jährige Paul Polauke übernimmt als Nachfolger von Marco Kehl-Gomez die Rolle des Spielführers beim SGV Heilbronn-Freiberg in dieser Saison. Foto: Julia Rahn

Der SGV Heilbronn-Freiberg absolviert am Samstag (15.30 Uhr) sein erstes Pflichtspiel der Saison und ist in der zweiten Runde des WFV-Pokals zu Gast beim SV Kornwestheim.

Die Entscheidung ist gefallen: Paul Polauke ist neuer Kapitän beim SGV Heilbronn-Freiberg und damit Nachfolger des langjährigen Spielführers Marco Kehl-Gomez (jetzt SV Sandhausen). Stellvertreter des torgefährlichen Innenverteidigers aus Ingersheim sind Leon Petö und Neuzugang Michael Martin. An diesem Samstag (15.30 Uhr) ist der Regionalligist in der zweiten Runde des württembergischen Pokalwettbewerbs zu Gast beim SV Kornwestheim. Für den SGV Freiberg-Heilbronn beginnt nach sieben Vorbereitungsspielen mit dem Auftritt im Bezirksduell in Kornwestheim die Pflichtspiel-Saison.

Getestet hat die Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku gegen Mannschaften von der Bundesliga bis zur Kreisliga A, dabei zweimal gegen die Profiteams der TSG 1899 Hoffenheim verloren, gegen den Zweitligisten Karlsruher SC und den Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach unentschieden gespielt und gegen den 1. CfR Pforzheim aus der Oberliga sowie gegen den GSV Pleidelsheim (Bezirksliga) und eine Unterland-Auswahl (Ober- bis Kreisliga A) deutlich gewonnen. Mit neun der 37 erzielten Treffern war Meghan Valpoort erfolgreichster Torschütze, sechsmal traf Justin Steinkötter, je fünf Treffer erzielten Martin und Gwang-in Lee. Froh war Lushtaku, dass sein Team in Pforzheim hinten erstmals die Null gehalten hat: „Das war die Vorgabe.“ Der Coach hat viele Aufstellungsvarianten durchprobiert und allen 24 Spielern seines derzeitigen Kaders ausreichend Einsatzmöglichkeiten gegeben.

Veränderter Spielstil

„Wir haben unseren Spielstil etwas geändert und wollen mehr über die Halbräume nach vorne kommen“, erläutert Lushtaku und verspricht: „Wir werden offensiven und attraktiven Fußball spielen.“ Das Personal dazu steht ihm für die vier Offensivpositionen mit sechs hochkarätigen Spielern und einem vielversprechenden Talent in ausreichender Anzahl zur Verfügung. „Die wären alle bei anderen Vereinen Stammspieler“, ist sich Lushtaku sicher und freut sich über die Variabilität von Leuten wie Marius Köhl, Julian Kudala, Minos Gouras, Leon Petö, Matt-Brahan Zie und dem jungen Joel Malungo, die rechts, links oder in der Mitte eingesetzt werden können. Um den Platz in der Spitze bewerben sich Valpoort und Steinkötter, die aber auch gemeinsam als Doppelspitze auflaufen könnten. Für die zwei Sechserpositionen stehen mit dem auch torgefährlichen Martin, Tim Latteier und Lukas Laupheimer drei in ihrer Spielanlage ähnliche Kräfte zur Verfügung, ein anderes Profil bringt der aus der U19 in den Profikader beförderte James Okijekhai mit. Für diesen Mannschaftsteil könnte noch ein robuster Stratege hinzukommen. Auch ein Außenverteidiger, der im Idealfall auf beiden Seiten einsetzbar ist, könnte noch verpflichtet werden. Bislang sind Tino Bradara (rechts) und Abou Ballo (links) konkurrenzlos gesetzt, einzig Allrounder Tim-Niklas Pietzsch, der in der Innenverteidigung überzeugt hat, wäre eine Alternative. Um den Platz in der Innenverteidigung neben Kapitän Polauke bewerben sich der eher filigrane Marshall Faleu, der robuste und beeindruckend abgeklärt auftretende Scott Kennedy und eben Pietzsch.

Die klare Nummer eins im Tor ist Benedikt Grawe. Zum Team um Chefcoach Kushtrim Lushtaku, seinen Assistenten Asilhan Yilmaz und Kreshnik Lushtaku sowie Torwarttrainer Niclas Heimann gehört jetzt auch fest Adrian Fleuchaus als Athletiktrainer. Vor Jahren arbeitete der 39-Jährige in dieser Funktion auch einige Zeit bei den Stuttgarter Kickers.

Weiterkommen ist Pflicht

Bevor es am 8. August in der Liga mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern II in der Regionalliga für den SGV losgeht, steht die Pokalpartie beim SV Kornwestheim an und da ist Weiterkommen Pflicht. Das Team von SVK-Trainer Roberto Raimondo belegte in der abgelaufenen Bezirksliga-Saison Rang acht und holte durch einen 3:2-Finalsieg über den TSV Grünbühl den Bezirkspokal Enz/Murr. Im Supercup-Finale unterlagen die Kornwestheimer dem SV Germania Bietigheim mit 0:2. Gegenüber der Vorsaison ist das Team weitgehend zusammengeblieben.

 
 
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