Sindelfinger Hallenfußball-Gala 08 spielt sechsmal zu null

Von Michael Nachreiner
Im Sindelfinger Glaspalast duellierten sich in der Hauptrunde Andre Sirianni (von links) und der FSV 08 Bietigheim-Bissingen sowie Luan Bytyqi und Croatia Bietigheim. Foto: Eibner-Pressefoto/Baur

Die Leistungen stimmen beim FSV Bissingen und bei Croatia Bietigheim bei der Sindelfinger Hallen-Gala, dennoch ist in der K.o.-Runde Schluss.

Obwohl der Landesligist NK Croatia Bietigheim bei der Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast im Achtelfinale und der Oberligist FSV 08 Bietigheim-Bissingen im Viertelfinale die Segel streichen mussten, sind die Trainer der beiden Teams zufrieden. „Wir hatten Spaß. Und wir sind verletzungsfrei geblieben. Denn einige Male musste der vor Ort anwesende Sanitäter aktiv werden“, bringt es Tugrul Balcik, der Assistenztrainer von Daniel Zmpitas bei Croatia, der in Sindelfingen die Verantwortung an der Bande trug, auf den Punkt. Den Turniersieg sicherte sich Calcio Leinfelden-Echterdingen, der im Finale den FSV Hollenbach mit 4:1 besiegte.

Dass die Nullachter bereits im Viertelfinale nach einem 1:3 gegen den VfL Herrenberg rausflogen, wurmte die Spieler vom Bruchwald. „Die Jungs haben mit der einen oder anderen Entscheidung des Schiedsrichters gehadert. So wurde Marius Kunde zum Beispiel weggestoßen, als er vor dem gegnerischen Tor den Ball mit dem Rücken zum Kasten annehmen wollte. Im Gegenzug kassierten wir ein Tor“, berichtet 08-Trainer Markus Lang.

Kunde ist „auffälligster Spieler“

Das Ausscheiden sei allerdings mindestens „eine Runde zu früh“ (Lang) erfolgt. Dennoch ist der Übungsleiter der Nullachter mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben sechs Spiele in Folge zu null gespielt. Wir hatten also eine sehr gute Defensive“, berichtet Lang. „Und wir hatten mit Marius Kunde den auffälligsten Spieler, der vermutlich mit elf Treffern auch Torschützenkönig geworden ist.“

Die Defensive bei seinem Team gefiel auch Balcik. „Wir haben an den drei Tagen – Vor-, Haupt- und Endrunde – in zehn Partien nur sieben Gegentore bekommen“, erklärt der Croatia-Coach. Darüber hinaus war er aber auch vom Auftreten des Teams aus Metterzimmern beeindruckt: „Wir waren eine geschlossene Mannschaft auf und abseits des Platzes.“ Auch die vier Winterzugänge wurden bereits integriert. „Mario Andric hat am Sonntag in der Endrunde schon mitgespielt. Die anderen drei waren als Zuschauer im Glaspalast“, erzählt Balcik.

Während 08 souverän bis in die K.o.-Runde vorgestoßen ist (Lang: „Lediglich der Start in die Hauptrunde am Freitag und in die Endrunde am Sonntag war holprig.“), musste Croatia zittern. In der Dreiergruppe zu Beginn der Endrunde gewann jedes Team einmal mit 1:0 – Croatia, der TSV Ehningen und die U19 der Stuttgarter Kickers waren punkt- und torgleich.

Per Los in die K.o.-Runde

„Auch die Turnierleitung wusste nicht wirklich, wie es nun weitergehen sollte“, berichtet Balcik. „Zuerst hieß es, es wird gelost. Eine Mannschaft kommt direkt weiter, die beiden anderen müssen den zweiten Qualifikanten in einem Zehnmeterschießen ermitteln. Doch dann mussten wir, obwohl wir das Freilos gezogen hatten, gegen den Sieger des Duells zwischen Ehningen und der Kickers-U19 den Gruppensieger im Zehnmeterschießen ausmachen.“

Für die Wintervorbereitung lässt sich aber nur bedingt etwas mitnehmen. „Das eine ist Halle, das andere Feld. Da sind andere Dinge gefragt“, erklärt Lang. Und Balcik ergänzt: „Taktisch kann man zwar nichts mitnehmen. Aber für die Kondition war es gut. Die Jungs, die in Sindelfingen gespielt haben, haben jetzt schon ein paar Trainingseinheiten in den Knochen. Das hat die Lungen geöffnet.“   Michael Nachreiner

 
 
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