Spannendes Spiel in der Zweiten Liga zu erwarten SG BBM erwartet ausgeruhten Gegner in der Viadukthalle

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Bietigheims Kapitän Jan Asmuth zeigt an, wo er mit dem Zweitligisten hin will: nach oben. Dazu muss aber ein Sieg gegen den VfL Lübeck-Schwartau her. ⇥ Foto: Frank Kruczynski

Nach der Niederlage gegen EHV Aue am Wochenende empfängt die SG BBM Bietigheim am Mittwoch (19.30 Uhr) den VfL Lübeck-Schwartau in der Viadukthalle. Während die SG coronabedingt ihren Spielfluss in dieser Saison noch nicht so richtig finden konnte, steht der kommende Gegner voll im Saft.

Nach der Niederlage gegen EHV Aue am Wochenende empfängt die SG BBM Bietigheim am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) den VfL Lübeck-Schwartau in der Viadukthalle. Während die SG coronabedingt ihren Spielfluss in dieser Saison noch nicht so richtig finden konnte, steht der kommende Gegner voll im Saft. Lediglich eine Begegnung – die Auswärtspartie in Ferndorf – mussten die Hansestädter verschieben, alle weiteren sechs Spiele fanden dagegen statt. Und wie gut den Schleswig-Holsteinern der wöchentliche Spielrhythmus bekommt, lässt sich an den Ergebnissen ablesen. Nach zwei knappen Niederlagen zum Auftakt gegen Aufstiegsfavorit VfL Gummersbach und den überraschend starken Aufsteiger Dessau, folgten vier Siege in Folge gegen Eisenach, Wilhelmshaven, Dresden und Rimpar. Vor allem auf den hart umkämpften 23:21-Heimsieg inklusive erfolgreicher Aufholjagd gegen die Wölfe Rimpar am vergangenen Freitag können die Norddeutschen aufbauen.

Schweden sorgen für Tore

Während die Gäste in der Saison 2018/19 als Tabellendritter noch aufhorchen ließen, stürzte das Team des ehemaligen polnischen Nationalspielers Piotr Przybecki in der abgebrochenen letzten Spielzeit auf den zwölften Tabellenrang ab. In dieser Saison will der VfL Lübeck-Schwartau wieder angreifen. Dabei helfen, gehobene Ziele zu erreichen, soll vor allem Spielmacher Julius Lindskog-Andersson. Der 26-jährige Schwede, der mit extremer Sprungkraft und einem guten Wurf glänzt, kam vor der Saison vom TuS Ferndorf als frisch gekürter wertvollster Spieler der Liga (MVP) zum VfL.  141 Tore in 24 Spielen hatte der Sohn des ehemaligen langjährigen Bundesligaspielers Robert Andersson da erzielt. Und auch bei seinem neuen Verein macht Julius Lindskog-Andersson mit dem Torewerfen munter weiter: Mit 28 Toren ist der Schwede bester Schütze seiner neuen Truppe.

Dicht dahinter kommt allerdings schon ein weiterer Neuzugang beim VfL. Anderssons Landsmann Carl Löftström, der vor der Saison von Bayer Dormagen gekommen war, hat am Kreis bereits 24 Treffer erzielt. Dazu kommen im Rückraum der erfahrene Jan Schult (links) und der talentierte Zwei-Meter-Hüne Niels Versteijnen (rechts), die ebenfalls für viele Tore gut sind.

Doch nicht nur im Angriff weiß der Ausbildungsverein von Jung-Nationalspieler Juri Knorr zu überzeugen, auch die Defensive der Norddeutschen steht kompakt. Falls doch mal ein Ball seinen Weg durch die Abwehr finden sollte, kann sich der VfL immer noch auf sein starkes Torhüter-Duo verlassen. Da wäre zum einen der mittlerweile 38-jährige Dennis Klockmann, der in ganz guten Jahren, 2005 und 2006, mit dem THW Kiel gleich zweimal Deutscher Meister wurde. Zum anderen wäre da der erst 19-jährige Neuzugang Nils Conrad, der vor der Saison aus Essen in die Hansestadt gewechselt war, und als Riesentalent gilt.

Zusätzlich zu ihrer ohnehin schon großen Klasse, haben die Norddeutschen noch einen weiteren Vorteil auf ihrer Seite. Denn dank der Partnerschaft mit dem Flughafen Lübeck wird der Klub die 700 Kilometer nicht wie sonst üblich im Bus zurücklegen müssen, sondern steigt stattdessen am Mittwoch in den Flieger nach Stuttgart. Die Kooperation bietet dem VfL die Möglichkeit zur Nutzung der Linienflüge, die an sechs Tagen der Woche von Lübeck nach München und Stuttgart gehen. Zudem haben die VfL-Handballer die Option auf Charterflüge mit Lübeck Air. „Aufgrund der geografischen Lage Lübecks haben wir viele lange Auswärtsfahrten, aber auch unsere Gegner haben lange Anfahrtswege. Der Flughafen Lübeck bietet uns von nun an eine verbesserte nationale Anbindung“, wird VfL-Geschäftsführer Daniel Pankofer auf der Website des Vereins zitiert.

 
 
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