Sportplatz in Ottmarsheim Keine Chance für Maulwürfe

Von Simon David
Aktuell gibt es kein Flutlicht auf dem Ottmarsheimer Kunstrasenplatz. Bei der Neugestaltung des Sportgeländes soll eine solche Anlage installiert werden. Foto: /Oliver Bürkle

Vom Bau eines neuen Kunstrasenplatzes und einer Flutlichtanlage in Ottmarsheim verspricht sich der TSV deutliche Verbesserungen für Training und Spiele.

Einstimmig wurde im Besigheimer Gemeinderat der Bau neuer Sportstätten in Ottmarsheim beschlossen. Kernstück soll dabei ein neuer Kunstrasenplatz sein (die BZ berichtete). Noch bleibt abzuwarten, ob die erhofften Zuschüsse vom Bund gezahlt werden, doch sind die entsprechenden Anträge gestellt. Bis zu 75 Prozent der kalkulierten Kosten von etwa 3,4 Millionen Euro könnten übernommen werden. Klappt alles wie erhofft, soll im nächsten Jahr mit dem Umbau begonnen werden.

Die Umgestaltung des Sportgeländes bedeutet in mehrfacher Hinsicht eine Verbesserung für Trainings- und Spielbetrieb der Ottmarsheimer Mannschaften. Dabei geht es zum einen um den Platz, also das Spielfeld als solches. Zum anderen wird sich aber auch die Infrastruktur rund um den neuen Kunstrasenplatz verbessern. Vor allem ist hierbei die Errichtung einer Flutlichtanlage zu nennen.

Training nur auf Ausweichplätzen möglich

So müssen die Mannschaften wie das Frauen-Team oder auch die Junioren im Herbst und Winter auf einen Kunstrasenplatz in Besigheim ausweichen, um den Trainingsbetrieb gewährleisten zu können. „Dort müssen wir den Platz mit anderen Vereinen teilen“, berichtet Oliver Utz, der die Frauen des TSV trainiert. „Wir können dort zum Teil frühestens um 19.30 Uhr trainieren“, sagt Utz. Gibt es erst einmal eine Flutlichtanlage in Ottmarsheim, können die TSV-Teams häufiger und zu flexibleren Zeiten ganzjährig in Ottmarsheim trainieren.

So umständlich es für die TSV-Frauen auch ist, für das Training nach Besigheim auszuweichen, so froh wäre die Männer-Mannschaft des Vereins über diese Möglichkeit. Für den B-Ligisten gibt es keine Möglichkeit, dort zu trainieren, da der Platz bereits von anderen Teams belegt ist. So müssen die Männer auf dem alten Rasenplatz außerhalb Ottmarsheims trainieren. Dort gibt es zwar Flutlicht, dafür sind die Platzverhältnisse alles andere als optimal.

Maulwurfshügel erschweren den Trainingsbetrieb

„Dort gibt es viele, zum Teil sehr hohe Maulwurfshügel, sodass jeder zweite Ball verspringt und viele Spielabläufe nicht wirklich trainiert werden können. Das ist alles sehr grenzwertig“, sagt Gunther Schaepe, der aktuell als Interims-Coach fungiert, bis ein neuer Trainer gefunden ist. Dies soll in der Winterpause geschehen. „Die Umgestaltung des Sportplatzes bedeutet eine 100-prozentige Verbesserung für den gesamten Verein“, betont Schaepe.

Auch Fußball-Abteilungsleiter Janek Held ist überzeugt, dass die Umgestaltung den Verein voran bringen wird. „Unser Ziel ist es, ein anspruchsvolles Training durchzuführen, was bislang nicht möglich ist. Hinzu kommt, dass wir unsere Heimspiele im Winter auch nicht auf unserem Platz ausrichten können, weil es zu früh dunkel wird.“ Doch nicht nur Platz- und Lichtverhältnisse sollen sich bessern. Auch bei den Umkleidekabinen soll es Veränderungen geben.

Kabinentrakt soll ebenfalls umgestaltet werden

„Wir haben drei Mannschaftskabinen. In die dritte kommt man aber nur, wenn man durch eine andere hindurch geht. Auch in die Umkleide für den Schiedsrichter kommt man nur durch eine Kabine, was nicht ideal ist, gerade, wenn ein männlicher Schiedsrichter ein Spiel der Frauen leitet“, so Held. So ist auch eine Neugestaltung des Kabinentrakts geplant.

 
 
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