Staufermedaille fürs Ehrenamt Ministerpräsident ehrt Kurt Sartorius

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Kurt Sartorius (Mitte) bekommt von Landrat Dietmar Allgaier (rechts), in Anwesenheit von Bönnigheims Bürgermeister Albrecht Dautel die Staufermedaille verliehen.⇥ Foto: Werner Kuhnle

er Vorsitzende der Historischen Gesellschaft und Begründer des Schwäbischen Schnapsmuseums bekommt die Staufermedaille  von Winfried Kretschmann.

Nur 50 Bürger Baden-Württembergs bekommen sie pro Jahr: Die Staufermedaille. Sie ist eine besondere Auszeichnung des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung. Einer davon ist in diesem Jahr Kurt Sartorius. Am Dienstagabend übergab Landrat Dietmar Allgaier die Staufermedaille im Bönnigheimer Schloss. „Verdient“, war der erste Kommentar des Bönnigheimer Bürgermeisters Albrecht Dautel.

„Wenn jemand mit der Staufermedaille ausgezeichnet werden soll, dann ist es Kurt Sartorius“, so Dautel. Sartorius trete in der Stadt „an vielen Stellen in Erscheinung“. „Schnaps und Nachgeburtstöpfe – mit diesen beiden Stichworten bringen die meisten Menschen den Bönnigheimer Heimatforscher in Verbindung“, sagte Landrat Allgaier in seiner Laudatio. Das ehrenamtliche Engagement des 72-Jährigen sei „vielschichtig und vielfältig“, so Dautel und „breit angelegt“, sagte Allgaier.

Im Schloss fanden sich mehr als 60 Wegbegleiter ein, um den Heimatforscher Sartorius zu ehren. Er habe sich nicht nur „leidenschaftlich“, so der Landrat, um die Heimatgeschichte verdient gemacht und das Bönnigheimer Schnapsmuseum gegründet, seine Leidenschaft ziehe sich durch viele ehrenamtliche Tätigkeiten. So konzipiert Sartorius bis heute touristische Stadtführungen als Kenner der Bönnigheimer Geschichte.

1977 rief er die Historische Gesellschaft Bönnigheim ins Leben. Ab 1985 befassten sich Sartorius und die Historische Gesellschaft mit dem Aufbau eines Heimatmuseums, das ein Spezialmuseum zur schwäbischen Kleinbrennerei werden sollte. 1993 zeigten die Bönnigheimer die Austellung „Geistreich“ im Landespavillon in Stuttgart. Mit dieser Ausstellung wurde das Schwäbische Schnapsmuseum im selben Jahr im Bönnigheimer Steinhaus eröffnet, bis heute sahen 125 000 Besucher die Ausstellungen. Der Förderverein Museum im Steinhaus hat für beide Museen finanzielle Mittel in Höhe von 450 000 Euro einbringen können.

Auch das Museum Arzneyküche ist 2002 auf Sartorius’ Betreiben entstanden. Seit er im Jahre 1984 im Keller ausgegrabene Töpfe zum ersten Mal in Deutschland mit der Nachgeburtsbestattung in Verbindung brachte, erforscht er diesen Brauch und ist dafür in ganz Deutschland bekannt.

„Als gebürtiger Bönnigheimer war es für Sie seit Kindesbeinen an ein wichtiges Anliegen, das kulturelle Erbe der Stadt Bönnigheim zu erkunden“, so Landrat Allgaier, bevor er die Staufermedaille an Sartorius überreichte. „Ihre Aktivitäten sind von bleibendem Wert für die Stadt“, sagte Bürgermeister Dautel.

 
 
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