Steelers erwarten Köln Schoofs und McKnight nehmen Abschied

Von Andreas Eberle
René Schoofs (links) und Matt McKnight, hier im Jubel vereint, verlassen die Steelers zum Saisonende. ⇥ Foto: Hansjürgen Britsch

Das DEL-Schlüsselduell gegen Köln ist das letzte Hauptrunden-Heimspiel der beiden Dauerbrenner im Steelers-Trikot. Von Andreas Eberle

Wehmut, Nostalgie, Freude, Stolz. René Schoofs und Matt McKnight (beide 37) werden einen emotionalen Ausnahmezustand erleben, wenn sie an diesem Freitag (19.30 Uhr) das Eis der EgeTrans-Arena betreten. Die beiden verdienten Profis bestreiten gegen die Kölner Haie ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel für die Bietigheim Steelers.

„Ich freue mich, dass ich so eine wunderbare Zeit erleben konnte, getoppt von einem absolut unglaublichen Jahr in der DEL“, sagt Rekordspieler Schoofs in einer am Donnerstagvormittag veröffentlichten Videobotschaft an die Fans. „Ich möchte mich bei den Fans für die Unterstützung in all den Jahren hier bedanken und hoffe auf eine großartige Kulisse am Freitag“, assistiert der Kanadier McKnight, der seit 2013 für die Schwaben stürmt.

Trainer-Lob für die Routiniers

Coach Daniel Naud schwärmt in den höchsten Tönen von den Routiniers. „Bei ihnen weißt du als Trainer, dass du immer 100 Prozent auf dem Eis bekommst. Das ist eine Qualität, die nicht viele Spieler haben.“ Bereits bei seiner ersten Amtszeit 2003 als Steelers-Coach hatte Naud Schoofs unter den Fittichen. Damals war der Allrounder frisch aus der Jugend zu den Profis gestoßen.

Möglicherweise ist die Partie gegen Köln für McKnight und Schoofs noch gar nicht ihre letzte vor heimischem Publikum. Denn nach wie vor haben die Steelers die Chance, sich für die Endrunde zu qualifizieren.

Am Dienstag- und Mittwochabend gingen die Mannen aus dem Ellental beim Ingolstadt- Doppelpack leer aus. Die Folge: Nach mittlerweile vier Niederlagen am Stück ist Bietigheim aus den Playoffrängen geflogen und nur noch Zwölfter. Gleichwohl ist der Aufsteiger beim Punkteschnitt (1,259) nur minimal schlechter als die Rivalen aus Köln (1,278) und Augsburg (1,26), die Platz zehn und elf belegen. Die zwei letzten Spieltage der Hauptrunde versprechen also noch mal Spannung. Nach der Heimaufgabe gegen die Haie gastiert der SCB am Sonntag (14 Uhr) zum Abschluss beim Meister und Spitzenreiter Eisbären Berlin.

„Die Jungs sind sehr ehrgeizig und wollen unbedingt noch in die Playoffs. Wir dürfen uns aber nicht unnötig unter Druck setzen, sondern müssen befreit aufspielen“, stellt Naud fest. Der 60-jährige Coach blickt mit Stolz und Genugtuung auf das bisher Erreichte: „Es ist der Wahnsinn, was wir geleistet haben. Den Klassenerhalt schon vier Spieltage vor dem Hauptrundenende geschafft zu haben, ist eine größere Leistung als die Zweitliga-Meisterschaft vor einem Jahr.“

Das jüngste Hammerprogramm scheint den Steelers allerdings zugesetzt zu haben. Neun Spiele musste das Team innerhalb von 16 Tagen absolvieren. Der Freitagsgegner Köln hatte dagegen zehn Tage Pause und war zuletzt am 22. März in Augsburg im Einsatz (2:1-Sieg nach Verlängerung). „Für die Haie kann es ein Vorteil sein, dass sie ausgeruht sind. Dafür haben wir den Vorteil, im Rhythmus zu sein“, sagt Naud. Nach den beiden intensiven Duellen in Ingolstadt gibt es im Bietigheimer Lager einige angeschlagenen Akteure. Valentin Busch, der in den vergangenen Begegnungen als überzähliger Stürmer zuschauen musste, könnte ein Comeback feiern. Wer das Tor hütet – Tom McCollum oder Sami Aittokallio – entscheidet sich kurzfristig.

Zahl zum Spiel

Zwei der drei Saisonduelle gegen Köln haben die Steelers mit 4:3 gewonnen. Dabei fiel einmal die Entscheidung erst im Penaltyschießen. Die dritte Partie ging mit 7:3 an die Haie.

 
 
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