Steelers kassieren 1:6-Klatsche Kein siebter Schwabenstreich gegen Landshut

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Steelers-Neuzugang Evan Jasper (hinten) holt hier Stephan Kronthaler von den Beinen. ⇥ Foto: Wolfgang Fehrmann

Die Steelers-Siegesserie gegen den Lieblingsgegner reißt. Ein fahriger Auftritt führt zu einer 1:6-Schlappe.

Gleich drei Serien gingen am Donnerstagabend im Eisstadion am Gutenbergweg zu Ende. Erstens gewann der dort beheimatete EV Landshut nach fünf Niederlagen in der DEL2 hintereinander gegen die Bietigheim Steelers mit 6:1. Zweitens verloren die Schwaben nach zuvor drei Siegen am Stück erstmals wieder ein Duell. Und drittens büßte der Klub aus dem Ellental auch seinen Nimbus gegen den bisherigen Lieblingsgegner ein. Denn seit dem Landshuter Wiederaufstieg 2019 hatte der SCB saisonübergreifend alle sechs Kräftemessen mit den Niederbayern für sich entschieden.

Ein unkonzentrierter Auftritt verhinderte den siebten Schwabenstreich gegen den EVL. Die Hausherren gingen ausgeruht in die Partie, da sie im Gegensatz zu den Steelers am Dienstag kein Nachholspiel bestritten hatten, aber das sollte keine Ausrede für die schwache Vorstellung des Tabellenzweiten sein – ebenso wenig das Fehlen der Stürmer Fabjon Kuqi und Calvin Pokorny, die zwei Tage zuvor beim 7:5 in Frankfurt noch mitgewirkt hatten.

Mit zwei Powerplay-Treffern schoss Landshut im ersten Drittel eine 2:0-Führung heraus – und jeweils hatte Bietigheims Abwehr Cody Brenner in nächster Tornähe im Stich gelassen. In der sechsten Minute rettete der Schlussmann noch zweimal gegen Marcus Power, doch im dritten Versuch wurstelte der EVL-Torjäger den Puck über die Linie – Gästekapitän Nikolai Goc kam den berühmten einen Schritt zu spät. Beim 2:0 kämpfte Max Prommersberger seinen Gegenspieler Maximilian Forster zwar mit einer Ringereinlage nieder, aber irgendwie rutschte die Scheibe im Dreikampf mit Brenner durch die Schoner des Goalies ins Netz (18.).

Unmittelbar nach der ersten Pause meldeten sich die Schützlinge von Trainer Danny Naud noch mal zurück – Topscorer Riley Sheen verkürzte 27 Sekunden nach Wiederbeginn in Überzahl auf 1:2. Doch bereits 47 Sekunden später jagte Verteidiger-Talent Mario Zimmermann den Puck über Brenners Schulter hinweg zum 3:1 ins Tor – der erste Saisontreffer des Juniorennationalspielers (22.). Forster mit dem dritten Landshuter Tor im dritten Powerplay und Robin Weihager per Schlagschuss erhöhten bis zur Hälfte der Begegnung gegen die allzu passiven Gäste sogar auf 5:1 – mit der Folge, dass Brenner entnervt vom Eis fuhr und den Platz zwischen den Pfosten für Jimmy Hertel räumte.

Der immerhin hatte in den letzten 30 Minuten nur einmal das Nachsehen – als Fabian Baßler zum 6:1-Endstand abstaubte (56.). Für den 18-jährigen Stürmer war es der erste Treffer im Profieishockey, für die Steelers ein Spiel zum Vergessen.

 
 
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