Steelers schlagen Kaufbeuren mit 5:4 nach Verlängerung Gelungener Testlauf in allen Belangen

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Die Bietigheim Steelers hatten am Freitagabend bei ihrer Heimpremiere gegen Kaufbeuren Grund zum Feiern. Hier bejubeln René Schoofs, Eric Stephan, Torschütze Benjamin Zientek und Alexander Preibisch (von links) den 2:2-Ausgleich. ⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Zum Auftakt des Get-Ready-Cups gewinnen die Bietigheim Steelers gegen Kaufbeuren vor 485 Fans mit 5:4 nach Verlängerung. Die Leistung und das Drumherum passen. Renner erzielt das Siegtor.

Ein Anfang ist gemacht: Die Bietigheim Steelers haben am Freitagabend ihre Heimpremiere nach 224 Tagen ohne Profispiel in der EgeTrans-Arena erfolgreich gemeistert. Das galt zum einen fürs Ergebnis – der DEL2-Klub aus dem Ellental gewann zum Auftakt des Get-Ready-Cups gegen den ESV Kaufbeuren mit 5:4 nach Verlängerung. Das galt aber genauso für das Drumherum. Egal ob Vorverkauf, Einlass, Sitzabstände, Disziplin der Fans, Einhaltung der Maskenpflicht (der Mund-Nasen-Schutz durfte nur am Platz abgenommen werden) – alles klappte reibungslos. Testlauf bestanden.

Speziell im ersten Drittel präsentierten sich die Steelers bereits in einer beachtlichen Frühform und hinterließen einen körperlich robusten Eindruck. Beide Mannschaften waren gleichwertig, strotzten vor Spielfreude und lieferten den 485 Zuschauern eine temporeiche Partie mit vielen Chancen hüben wie drüben. Trotz der vielen Gegentreffer vermochten auch die Torhüter Cody Brenner und Stefan Vajs zu überzeugen.

Stretch trifft nach 67 Sekunden

Bereits nach 67 Sekunden erzielte Neuzugang C.J. Stretch, nach Vorarbeit seiner Reihe- zwei-Kollegen Norman Hauner und Brett Breitkreuz, das 1:0 für die Gastgeber. Mit einem Doppelschlag von John Lammers (5./Überzahl) und Max Oswald (5.) innerhalb von nur zehn Sekunden wendete Kaufbeuren das Blatt. Noch vor der ersten Drittelpause taten es die Steelers den Gästen gleich und trafen kurz hintereinander ebenfalls zweimal: Benjamin Zientek als Vertreter der dritten Sturms glich zum 2:2 aus (18.). Für das 3:2 exakt 39 Sekunden später war der neu formierte Paradeangriff verantwortlich: Der erst zu dieser Saison aus Kaufbeuren nach Bietigheim gewechselte Calvin Pokorny behielt bei einem Getümmel den Überblick und vollstreckte (19.).

Zweimal waren im ersten Durchgang von der Tribüne sogar Sprechchöre zu hören. Zunächst äußerten einige Fans ihren Unmut über die Anfang des Jahres zu Werbezwecken eingeführten Powerbreaks. Dann feierten sie Brenner, nachdem dieser bei Steelers-Unterzahl einige gute ESV-Chancen vereitelt hatte.

Das Mitteldrittel begann mit dem prompten Ausgleich: 50 Sekunden waren absolviert, als Tyler Spurgeon über rechts zu viel Freiraum hatte und Brenner zum 3:3 bezwang. Danach legten die Sturmreihen eine schöpferische Pause ein und griffen nicht mehr ganz so beherzt an wie zuvor, was auch an der nun besser stehenden Verteidigung beider Teams lag. Aus heiterem Himmel fiel in der 38. Minute das 3:4: Fabian Koziol überwand Brenner mit einem Schlenzer durch die Beine.

Im letzten Drittel rückte Vajs immer mehr in den Brennpunkt. Der 32-jährige Kaufbeurer Dauerbrenner im Tor stand ordentlich unter Beschuss. Nachdem die SCB-Fans ihre Lieblinge bei einem Powerplay, so laut es eben ging, nach vorne geklatscht hatten, schlug Riley Sheen zu – 4:4 (55.). Da der kanadische Neuzugang in der vorletzten Minute allerdings eine Strafzeit kassierte, mussten die Steelers die letzten 104 Sekunden der regulären Spielzeit in Unterzahl überstehen und retteten sich in die Verlängerung. Dort avancierte Neuzugang Max Renner zum Matchwinner – sein Distanzschuss bei angezeigter Strafzeit gegen die Allgäuer und im Spiel vier gegen drei passte genau. Bereits am Sonntag (18 Uhr) treten die Steelers zum Rückspiel in Kaufbeuren an.

Das zweite Duell entschieden am Freitagabend die Heilbronner Falken – ohne Zuschauer in der Kolbenschmidt-Arena – gegen die Ravensburg Towerstars mit 4:3 für sich. Damit haben sich die Unterländer bei dem Vorbereitungsturnier der vier DEL2-Vereine zumindest bis zum Sonntag Rang eins gesichert.

 
 
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