Steelers verlieren Heimspiel gegen Landshut Doppelte Unterzahl führt zum K.o.

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Der Landshuter Kapitän Stephan Kronthaler und Steelers-Angreifer Evan Jasper (rechts) kommen sich an der Bande ins Gehege. Foto: Avanti/Ralf Poller

Die Bietigheim Steelers verlieren ihr DEL2-Heimspiel gegen Landshut mit 2:3. Drei Strafen innerhalb von 86 Sekunden kosten den Schwaben wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze.

Im Hauen und Stechen um die beste Ausgangsposition für die Playoffs haben die Bietigheim Steelers am Freitagabend einen Rückschlag erlitten. Während die Top Drei der DEL2 seine Spiele gewann, verlor der Tabellenvierte aus dem Ellental sein Heimspiel gegen den EV Landshut mit 2:3. Ein, wenn auch schwacher Trost, war das Ergebnis von Verfolger Löwen Frankfurt. Da der Aufstiegsrivale vom Main gegen Kaufbeuren mit 3:4 nach Verlängerung das Nachsehen hatte, bleibt den Steelers zumindest vorerst Rang vier. Jener Platz würde ihnen nach der Hauptrunde den Heimvorteil im Viertelfinale bescheren. Allerdings hat Frankfurt als Fünfter aktuell nur zwei Zähler weniger auf dem Konto als Bietigheim – und noch zwei Nachholpartien in der Hinterhand.

Die Schwaben, die mit einem unveränderten Kader gegenüber dem Montagsduell in Kaufbeuren (6:2) antraten – also ohne das verletzte Quintett Cody Brenner, Tim Schüle, Nikolai Goc, Yannick Wenzel und Benjamin Zientek – waren eigentlich gewarnt. Denn bereits zu Wochenbeginn hatten die Landshuter auswärts einem anderen Titelkandidaten ein Bein gestellt: In Frankfurt gab es einen 4:2-Überraschungscoup.

Dass die Niederbayern noch in die Playoffs wollen, war auch in der EgeTrans-Arena vom ersten Bully an zu sehen. Sie boten dem SCB erbittert Widerstand, hielten hinten den Laden dicht. Und vorne vertrauten die Landshuter auf die individuelle Klasse der Herren Zach O’Brien und Marcus Power. Da auch die Hausherren in der Abwehr einen exzellenten Job machten, blieben hochkarätige Chancen zunächst Mangelware – und Tore erst recht. 0:0 hieß es nach den ersten 20 Minuten.

Landshuter Effektivität

Nach dem Wiederanpfiff drückten die Steelers mächtig auf die Tube. Während aber Riley Sheen, René Schoofs und dreimal Norman Hauner Riesenmöglichkeiten ausließen, schlug der EVL bei einem der wenigen Entlastungsangriffe eiskalt zu: Lukas Mühlbauer schüttelte bei seiner Einzelaktion Fabian Ribnitzky ab und ließ Torhüter Jimmy Hertel aus kurzer Distanz keine Chance – 0:1 (27.). Alexander Preibisch brach in der 35. Minute den Bietigheimer Torbann. Im Zusammenspiel mit Robin Just tankte er sich blitzschnell vor das EVL-Gehäuse und vollstreckte zum 1:1.

Doch dann verabschiedeten sich mit Preibisch, Just und Max Renner innerhalb von 86 Sekunden drei Steelers-Profis kurz nacheinander auf die Strafbank – und zweimal schlugen die Powerplay-Spezialisten der Gäste bis zur zweiten Drittelpause in doppelter Überzahl zu: Erst traf Power (37.), dann sein kongenialer Sturmpartner O’Brien (39.). 3:1. Die Landshuter hatten sich als wahre Effektivitätsmonster erwiesen. Für den SCB war’s ein doppelter K.o.-Schlag.

Wie nicht anders zu erwarten, war das letzte Drittel ein einziger Bietigheimer Sturmlauf, der in der 55. Minute auch in den 2:3-Anschlusstreffer mündete – Evan Jasper überwand den sonst überragend haltenden EVL-Schlussmann Dimitri Pätzold und machte die Begegnung wieder spannend. Bereits gut zweieinhalb Minuten vor Schluss nahm Danny Naud Goalie Hertel vom Eis. Nachdem die Scheibe im Spiel sechs gegen fünf auf der Torlinie liegengeblieben war, sicherten die Schiedsrichter ihre Entscheidung mit dem Videobeweis ab – und erkannten auf kein Tor. Sheen vergab danach noch eine weitere Bietigheimer Megachance zum 3:3-Ausgleich. Es blieb beim 3:2. Am Sonntag (17 Uhr) treten die Steelers bei den Dresdner Eislöwen an – und auch die Sachsen träumen noch von den Playoffs. Kein gutes Omen für den SCB ...

 
 
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