Studiobühne Besigheim Eine locker-flockige Komödie

Von Gabriele Szczegulski
Armin Gosch, Vorsitzender der Studiobühne (hinten links), gibt sein Amt nach der Open-Air-Aufführung ab. In „Die Erbschaft“ spielt er einen Filmproduzenten. Foto: /Oliver Bürkle

as diesjährige Open-Air-Stück der Studiobühne „Die Erbschaft“ ist das letzte Stück für ihren Vorsitzenden Arnim Gosch.

Bevor Armin Gosch, seit 30 Jahren Vorsitzender der Studiobühne und seit 40 Jahren als Schauspieler dabei, über das neue Stück im Garten des Steinhauses in Besigheim redet, sagt er, „Dies ist mein letztes Stück als Vorsitzender“, und gibt damit bekannt, dass er nach dieser Spielzeit sein Amt abgibt. Am 6. Dezember wird sein Nachfolger gewählt. „Jetzt ist die Jugend dran“, so Gosch und da gebe es einige leidenschaftliche Nachwuchs-Theatermacher bei der Studiobühne.

Die jungen Theatermacher sind schon mittendrin

Goschs bevorstehender Rücktritt ist auch der Grund, warum sich das Ensemble entschieden hat, die „locker-flockige Komödie“, so sagt er, aufzuführen. „Wir wollten schon wieder eine große Produktion aufführen, mit vielen Schauspielern, großem Team, aufwendiger Kulisse“, sagt er. Das Stück „Der Werwolf“ war im Gespräch. Aber dann hätte sich das Team entschieden, die diesjährige Freiluftinszenierung „eine Nummer kleiner zu machen“, um den personellen Umbruch schon jetzt vorzubereiten. „Das letzte Jahr mit unseren Aufführungen war kräfteraubend, und der Nachwuchs muss seine Kräfte sparen für die Verantwortung, die nun auf ihn zukommt“, so Gosch.

Die jungen Theatermacher seien schon mittendrin, haben viele Ideen, „auf die wir Alten nie kämen, von der Umsetzung ganz zu schweigen“, so Gosch. Seit drei Jahren gibt es schon eine Tonverstärkung für Hörbehinderte bei den Aufführungen, die rege von den Besuchern angenommen wird. Neu in diesen Jahr ist eine Audiodeskription für Sehbehinderte, die junge Mitglieder der Studiobühne entwickelt haben. „Integration ist bei uns nicht nur ein Wort, es gibt genügend Anwender“, so Gosch.

Aufgeführt wird im Garten des Steinhauses ab Freitag, 18. Juli, „Die Erbschaft“, ein Stück mit Moliére-Anklängen. Eine Erblasserin macht ihren drei Nichten Auflagen, ohne die sie weder Geld noch Haus oder Gemälde bekommen. Da sind Charakterstudien der sieben Rollen vorprogrammiert und viel Theaterspaß. Spannend ist, wer am Ende erbt und was und wie die Personen sich aneinander reiben. Der Kampf um die Erbschaft beginnt.

 
 
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