Tamm Aus Musikfreundschaft wird Städtepartnerschaft

Von Petra Neset-Ruppert
Durch die engen, seit 40 Jahren bestehenden Verbindungen des Musikverein Tamms, zu dem auch der Fanfarenzug gehört, zu der Gemeinde Castions di Strada kann nun im Juli eine neue Städtepartnerschaft zwischen Tamm und der italienischen Gemeinde entstehen. Foto: /Martin Kalb

Der Gemeinderat Tamm hat die Gründung einer Städtepartnerschaft mit der italienischen Gemeinde Castions di Strada beschlossen.

Seit 40 Jahren gibt es bereits enge Verbindungen zu Castions di Strada. Die Musikvereine tauschen sich eng aus“, erklärte Bürgermeister Martin Bernhard in der jüngsten Sitzung des Tammer Gemeinderats. Das Gremium stimmte über eine neue Städtepartnerschaft mit der italienischen Gemeinde ab. Doch nicht nur die Jahrzehnte lange Freundschaft sei ein gutes Argument für die neue Städtepartnerschaft, auch die Lage sei so passend. Denn vom 670 Kilometer entfernten Castions di Strada könne man „leicht nach Althofen rüberfahren“, erklärte der Schultes.

Das österreichische Althofen ist bereits seit 42 Jahren in einer Städtepartnerschaft mit Tamm verbunden. „So kann auch diese Freundschaft weiter bestärkt werden“, erklärte Bernhard und betonte, dass der europäische Gedanke mit eben diesen Städtepartnerschaften gestärkt würde. Auch mit der französischen Stadt Pézenas besteht bereits seit Jahren eine Partnerschaft.

Europa zusammenbringen

Jürgen Hottmann (AWV) teilte sogleich die Unterstützung seiner Fraktion mit und erklärte: „Seit 40 Jahren gibt es bereits Kontakte. Ich habe das Glück, vom ersten Tag an dabei gewesen zu sein.“ Bereits sehr früh habe die Gemeindeverwaltung in Castions di Strada signalisiert, dass man an einer Städtepartnerschaft interessiert sei. „Europa zusammenzubringen, das muss von unten geschehen. Und so kommt neben Österreich und Frankreich nun ein weiteres westeuropäisches Land dazu“, betonte Hottmann. Bürgermeister Bernhard wies daraufhin, dass es in Tamm eine „große italienische Community“ gebe und auch dies zur Partnerschaft sehr gut passe.

Auch Dr. Dietmar Zeh (CDU) lobte dass die neue Partnerschaft eine Weiterentwicklung des „internationalen Netzwerks“ sei und die Gemeinschaft stärke. „Entscheidend ist, dass wir engagierte Menschen finden, die diese Partnerschaft mit Leben füllen“, so Zeh. Alexander Maier (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass man diese auch finden werde. Er freute sich, dass mit Castions di Strada „kein fremder Ort“ für diese Partnerschaft gewählt worden sei.

Vielleicht mit neuem Sprachkurs

„Schon wieder eine neue Städtepartnerschaft?“, sei eine Frage gewesen, die aus der Bürgerschaft an Karin Vogt (Grüne) herangetragen worden sei. Gerade bei der schwierigen Finanzlage müsse man ja auch auf die Ausgaben achten. Den Einwand sah Vogt auch ein, doch für sie überwiegen die Vorteile, die eine neue Städtepartnerschaft mit sich bringen: „Man kann sich austauschen, neue Kulturen kennenlernen und vielleicht kommt mit Italienisch noch einmal ein neuer Sprachkurs zustande.“

So stimmte der Gemeinderat einstimmig für die Gründung der neuen Städtepartnerschaft mit Castions di Strada. „Das freut mich. Diese Abstimmung ist ein gutes Fundament von dem aus wir arbeiten können“, bedankte sich Bernhard beim Gremium.

Geplant ist, dass die neue Partnerschaft in einem Festakt am 17. Juli zum Fleckafest im Bürgersaal offiziell besiegelt werden soll.

 
 
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