Am Freitag hat die freiwillige Feuerwehr Tamm ihre Hauptversammlung abgehalten – zum wohl vorletzten Mal im alten Gerätehaus. Mit großer Mehrheit wählten die aktiven Mitglieder Sebastian Richter erneut zu ihrem Kommandanten. Der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Hottmann gratulierte. Im Auftrag von Bürgermeister Martin Bernhard betonte er die Bedeutung der freiwilligen Feuerwehr für die Stadt Tamm. Im Jahr 2024 leistete diese mit 112 Einsätzen in mehr als 4000 Stunden „einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, so Hottmann.
Tamm Ein einsatzreiches Jahr für die Wehr
Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Tamm wurde Sebastian Richter im Amt bestätigt.
4070 Einsatzstunden und 2250 Übungsstunden
Insgesamt 60 der 68 aktiven Mitglieder waren für die Wahl ihres Kommandanten im Tammer Gerätehaus erschienen. Bevor sie jedoch an die Wahlurne traten, blickten sie gemeinsam auf das Einsatzjahr Jahr 2024 zurück.
Neben gut 2250 Übungsstunden leisteten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ganze 4070 Einsatzstunden. Dabei konnten, im Zuge von 112 Einsätzen, 29 Menschen gerettet werden. Für eine Person kam jedoch jede Hilfe zu spät. Stellvertretend für den an Grippe erkrankten Bürgermeister Martin Bernhard bedankte sich Jürgen Hottmann für dieses „beeindruckende“ Engagement.
„Zu wissen, dass wir uns im Ernstfall jederzeit auf Sie verlassen können, gibt uns allen ein beruhigendes Gefühl“, zitierte dieser aus dem schriftlichen Grußwort des Bürgermeisters. „Unser Ziel ist es, dass Sie stets bestens ausgerüstet sind“, ließ dieser zudem ausrichten.
300.000 Euro Investition in die Feuerwehr
Sowohl die Stadtverwaltung als auch der Gemeinderat wollten die freiwillige Feuerwehr in ihrer Arbeit bestmöglich unterstützen. Gut 300.000 Euro investierte die Stadt dafür im vergangenen Jahr in ihre Feuerwehr. Unter anderem für neue Schutzausrüstung, Fortbildungen und ein neues Notstromaggregat, dass im Ernstfall das Gerätehaus und andere öffentliche Gebäude über mehrere Tage versorgen kann.
Mit der diesjährigen Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans soll auch die weitere Modernisierung der Feuerwehr gesichert werden. Ein zusätzliches „großes Highlight“ des vergangenen Jahres war laut Bernhard der Spatenstich des neuen Gerätehauses. Schon 2026 soll dieses fertiggestellt werden: „Die Bauarbeiten schreiten zügig voran.“ Wenn weiterhin alles nach Plan verläuft, könne bereits am 27. Juni das Richtfest gefeiert werden. Sicherlich waren es auch diese Erfolge, die dem amtierenden Kommandanten Sebastian Richter die Wiederwahl sicherten. In einer Abstimmung ohne Gegenkandidaten wurde dieser mit 57 von 59 abgegebenen Stimmen für die kommenden fünf Jahre im Amt bestätigt.
„Ich möchte mich ganz herzlich für euer Vertrauen bedanken“, sagte Richter nach der Verkündung des Ergebnisses durch Jürgen Hottmann. Die Wiederwahl sei für Richter eine große Ehre und er sei sich der Verantwortung und den Pflichten, die damit einhergingen, bewusst. Auch Richters Stellvertreter Marc-André Meyle wurde erneut gewählt – mit 38 von 59 Stimmen allerdings nicht mit einer ganz so großen Mehrheit.
Ein Stellvertreter mit „Ecken und Kanten“
„Ich weiß, ich habe Ecken und Kanten“, kommentierte Meyle in seiner Dankesrede das Wahlergebnis. Auch wenn es manchmal Konflikte gebe, stehe er trotzdem hinter jedem einzelnen Mitglied der Feuerwehr und freue sich, die anstehenden Projekte gemeinsam anzugehen.
Die Mitglieder der Alterswehr hielt im Rahmen der Hauptversammlung ebenfalls eine Wahl ab. Auch hier gab es keine Überraschungen. Der amtierende Obmann Otto Pfefferle und sein Stellvertreter Jürgen Klein wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Ehrungen und Beförderungen bei der Hauptversammlung
Abgeschlossen wurde die Versammlung mit zahlreichen Ehrungen und Beförderungen. So wurden zum Feuerwehrmann Finn Ebensperger, Maxim Kormann, Sandro Lecciso und Thomas Scherle befördert.
Die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann erhielten: Simon Hammer, Lukas Knodel, Axel Krabbes, Edmund Krain, Michael Majer, Marvin Schmidt und Manuel Warwel. Und zum Hauptfeuerwehrmann: Marcel Flaig und Eric Koch.
Die Landesehrung Baden-Württemberg erhielten für 15 Jahre Andreas Ettlich und für 25 Jahre Oliver Zimmermann.
Mit der Ehrenmünze für pflichtgetreuen Einsatz wurden ausgezeichnet für zehn Jahre: Katharina Börsch, Merlin Buron und Pascal Schenk. Für 20 Jahre: Simon Pfefferle, Julia Repphun, Sebastian Richter und Dominik Weissenberger. Für 30 Jahre: Alexander Mayr.
Das deutsche Sportabzeichen in Silber erhielt Wolfgang Meyle. Die Ehrung in Gold erhielten Alexander Hipp, Manuel Warwel, Jonas Hammer und Simon Hammer.
Mit der Auszeichnung als ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz in Baden-Württemberg wurde das Unternehmen Hartmut Bauer Großhandel für Flaschen, Gläser und Konservendosen e.K. geehrt. Johannes Stiefel
