Tamm „Mit einer gescheiten Planung“ Kosten sparen

Von Petra Neset-Ruppert
Der Bürgersaal in Tamm wird für viele verschiedene Veranstaltungen genutzt, wie zum Beispiel dem Frühlingsmarkt. Foto: /Stadt Tamm

Der Gemeinderat Tamm hat die Erstellung eines Sanierungskonzepts im Bürgersaal beauftragt. Grund dafür sind Brandschutzmängel.

Der Gemeinderat hat nun den nächsten Schritt in der Sanierung des Bürgersaals (die BZ berichtete) gemacht. Diskutiert wurde in der jüngsten Sitzung des Gremiums nun über die Erstellung eines Sanierungskonzepts sowie die weiterführende Planung im Bereich Heizung, Lüftung und Sanitär (HLS). 

Gleich zu Beginn der Diskussion bat Wolfgang Günther (LLT). dass die Sanierungsmaßnahmen in „zwingend notwendig“ und „möglich“ gekennzeichnet würden, um so die Kosten möglichst gering zu halten. Er verwies auf die 600.000 Euro, die der Bürgersaal die Stadt pro Jahr koste. Er äußerte seinen Unmut, dass der Bürgersaal bereits nach 20 Jahren in einem solch schlechten Zustand sei und kritisierte, dass das Büro, dass damals den Bürgersaal plante, nun mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts beauftragt werde.

Kosten von 185.000 Euro in diesem Jahr

Bürgermeister Martin Bernhard verwies auf den bestehenden Ausschuss, in dem Vertreter aller Fraktionen die Standards für die Maßnahmen festlegten. „Es gab noch nie einen Freibrief und wenn eine Maßnahme nicht passt, kann man immer einen Antrag stellen“, sagte Bernhard. Die Honorarkosten für das Sanierungskonzept betragen laut Vorlage 29.000 Euro. Die Gesamtkosten für den HLS-Bereich liegen bei 61.610,44 Euro. Insgesamt geht die Verwaltung von Kosten in Höhe von 1,48 Millionen Euro aus. In diesem Jahr muss der Tammer Haushalt 185.00 Euro für die Sanierung des Bürgersaal mit einplanen.

Noch bis 2028 werden sich die Sanierungsarbeiten für den Bürgersaal hinziehen. Davon geht die Verwaltung laut Vorlage aus. Da der Saal auch immer wieder privat zum Beispiel für Hochzeiten gemietet werde, müsse man verlässlich die Sanierungsabschnitte einhalten, denn eine Ausweichmöglichkeit könne die Stadt nicht anbieten, erklärt Bürgermeister Bernhard auf Anfrage von Janick Bug (Grüne).

Petra Brenner (CDU) befürwortete die Vergabe der Fachplanung, auch mit Blick auf die Brandverhütungsschau im vergangenen November, die erhebliche Mängel festgestellt hatte. „Es ist wichtig, dass die Sanierung zügig durchgeführt wird, damit der Bürgersaal schnell wieder in Betrieb genommen werden kann“, so Brenner. Bürgermeister Bernhard betonte: „Mit einer gescheiten Planung sparen sie.“ Deshalb müsse die Fachplanung nun zügig angegangen werden. Andreas Weiser (LLT) regte an, gerade auch für die Dachsanierung sich nach Fördertöpfen des Landes umzusehen. „Wir schauen immer welche Fördertöpfe wir anpacken können, doch das kommt erst als zweiter Schritt“, erklärte Bernhard.

Bürgersaal ist Daseinsvorsorge und kostet Geld

Um die laufenden Kosten für den Bürgersaal zu senken, schlug Weiser vor, ob man nicht ein Café dort integrieren könne. Da das nur als kommerzielle Nutzung möglich wäre, könnte die Einrichtung schwierig werden, schätzte der Bürgermeister. „Die Daseinsfürsorge ist unsere Aufgabe und da gibt es nun mal eine größere Abmangelung“, betonte Bernhard.

Alexander Mayer (SPD) erinnerte daran, dass der heutige Bürgersaal damals ein Kompromiss war, da der Bau auf dem heutigen Edeka-Gelände sich als zu kostspielig abgezeichnet habe. Auf Grund der Mängel bei der Brandschutzschau sieht auch er die Notwendigkeit für ein schnelles Handeln.

So stimmte der Gemeinderat einstimmig für den Antrag der Verwaltung. Damit geht die Bürgersaalsanierung in den nächsten Abschnitt.

 
 
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