Techniktag von Kirbachschule und Lichtenstern-Gymnasium In die Welt der Technik schnuppern

Von
Die Klassen 1 und 2 haben Fahrzeuge aus Verpackungsmaterial gebaut, die sie auch gleich mal ausgiebig testen. Foto: Martin Kalb

Kirbachschule und Lichtenstern-Gymnasium führten gemeinsam 19 verschiedene Workshops durch. Die Schüler agierten mit Freude und Geschick.

Eintauchen in die Vielfalt der Technik-Welt konnten die Kirbachschüler am Donnerstag bei Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen. Bereits zum fünften Mal fand an der Hohenhaslacher Schule dieser Techniktag in Kooperation mit dem Lichtenstern-Gymnasium Großsachsenheim statt. Einst hatte das Projekt der ehemalige Schulleiter Eginhard Fernow ins Leben gerufen, der am Donnerstag auch wieder an seiner alten Wirkungsstätte vorbeischaute.

Mit Eifer schraubten Joshua Syring und Lukas Ehrlich aus der dritten Klasse an einem Fahrrad, das sie gemeinsam mit Nils Ober­ender und Max Collmer aus der zehnten Klasse in seine Einzelteile zerlegten. „Es ist schön zu sehen, wie die älteren Schüler den jüngeren Wissen vermitteln und sie voneinander lernen. Die älteren Jugendlichen werden dabei zu einer Art Schülermentor“, sagte Helmut Dinkel, stellvertretender Schulleiter des Lichtenstern Gymnasiums. Er leitete gemeinsam mit den zwei Zehntklässlern den Fahrrad-Workshop. Die besagten beiden Grundschüler jedenfalls waren begeistert. „Wir fahren in unserer Freizeit viel Fahrrad. Jetzt wissen wir endlich, aus wie vielen Einzelteilen das Rad überhaupt aufgebaut ist. Es hat uns richtig viel Spaß gemacht“, schwärmten sie mit leuchtenden Augen.

Nicht viel anders ging es Josy Gallo, Leonie Engler und Hannah-Marie Keller aus den dritten und vierten Klassen, die einen 3D-Drucker genauer unter die Lupe nahmen. „Überraschend, was heute alles mit einem Drucker hergestellt werden kann. Sogar Zahnschienen können auf diese Weise produziert werden“, staunten die Mädchen. Thorsten Müller leitete den Workshop mit Unterstützung von seinem Sohn Marvin und dessen Freund Luca Zuccala, die beide die Werkrealschule in Hohenhaslach besuchen. „Wir haben den Schülern zunächst unterschiedliche Materialien vorgestellt, die zum Drucken verwendet werden. Anschließend haben wir ihnen gezeigt, dass Handyhüllen, Schlüsselanhänger und kleine Kästchen mit dem 3D-Drucker angefertigt werden können. Viele Kinder waren völlig verblüfft darüber“, erläuterte Thorsten Müller.

Insgesamt 19 Workshops gab es am Techniktag, bei denen jeweils Lehrer der Kirbachschule, des Lichternstern Gymnasiums, ältere Schüler beider Bildungseinrichtungen, Jugendbegleiter und Mitglieder des Fördervereins zusammenarbeiteten.

Auf der Bühne der Kirbachtalhalle zeigten die Schüler dann später, was sie am Vormittag in ihren Gruppen geleistet hatten. Sie stellten dabei fest, wie viel Gewicht Brücken aus Papier standhalten, wie Türme und Mauern aus Bausteinen aufgebaut sein müssen, damit sie besonders stabil sind, wie eine Garteneisenbahn gesteuert und gelenkt, was mit Solarkraft erwärmt und entzündet werden kann und dass sich aus Milchtüten, Eierkartons, Strohhalmen und Kronkorken schnelle Autoflitzer bauen lassen.

Auch im Werkraum der Kirbachschule ging es turbulent zu: Unter Anleitung von Franz Peichel und Siegfried Scholz, dem einstigen Schulleiter der Kraichertschule, bastelten die Jungen und Mädchen Kreisel, Schlüsselanhänger und kleine Raupen aus Astholz. „Mit Säge, Hammer und Schleifpapier haben die Kinder so viel Kreativität gezeigt. Das war wirklich erstaunlich“, lobten die beiden Ruheständler. Zudem programmierten die Schüler kleine Roboter, sie experimentierten mit unterschiedlichen Flüssigkeiten, bauten Ampeln, Motoren und kleine Karussells mit Diskobeleuchtung oder ihre eigenen Musikinstrumente.

 
 
- Anzeige -