Ein entspannter Start ins neue Jahr sieht wahrlich anders aus: Drei ausgebüxte Hunde haben am Samstagnachmittag die Polizei und die Marbacher Feuerwehr für längere Zeit auf Trab gehalten. Einen der Vierbeiner mussten die Einsatzkräfte bei Eiseskälte sogar aus dem Neckar retten. Zugetragen hat sich das ganze Schauspiel auf und nahe der Landesstraße 1100, die von Marbach nach Ludwigsburg führt.
Zwischen Marbach und Ludwigsburg Ausgebüxter Hund aus eiskaltem Neckar gerettet
Drei Vierbeiner waren laut Polizei am Samstag auf der Straße von Marbach nach Ludwigsburg umhergerannt. Am Ende musste die Feuerwehr ein Tier aus einer misslichen Lage befreien.
Mehrere Zeugen hätten gegen 14.10 Uhr gemeldet, dass auf Höhe des alten Kraftwerks drei große, herrenlose Hunde auf der Fahrbahn herumliefen, berichtet Victoria Zahler, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Zwei der Streuner hätten direkt eingefangen werden können, der dritte sei jedoch getürmt – und zwar in den eiskalten Neckar. Dort sei der Hund im Bereich des Ufers geschwommen. Die Feuerwehr sei hinzugezogen worden, um den Vierbeiner aus dem Wasser zu bekommen.
Als besagte Feuerwehr kurz nach 15 Uhr ihre Rettungsmission startete, hatte der Hund zumindest schon wieder festen Grund unter den Pfoten. Das Tier habe beim Eintreffen der Mannschaft auf einem Mauervorsprung im Neckar gestanden, berichtet Simon Keim aus dem Team Öffentlichkeitsarbeit der Marbacher Kameraden. An dieser Stelle ging es für den Vierbeiner jedoch offenbar weder vor noch zurück, er saß allem Anschein nach fest. Man habe zunächst über eine Rettung per Boot nachgedacht, „wäre dort aber nicht hingekommen“, sagt Keim.
Also zog die Truppe Plan B aus der Schublade, der letztlich auch funktionierte. „Wir öffneten die Absperrung und retteten den Hund mittels tragbarer Leiter“, heißt es im Einsatzprotokoll. „Man hat eine Leiter schräg hineingesetzt und oben gesichert. Dann ist einer von uns hinuntergeklettert und hat den Hund hochgeholt“, präzisiert Simon Keim.
Hund wohlbehalten dem Besitzer übergeben
Der Vierbeiner scheint mit dem Schrecken davongekommen zu sein. „Das verängstigte Tier wurde wohlbehalten wieder an Land gebracht und seinem Besitzer übergeben“, schreibt die Feuerwehr im Einsatzbericht.
Unklar ist allerdings, ob dem Halter auch die anderen beiden ausgebüxten Hunde gehören. Die genauen Besitzverhältnisse seien noch nicht aufgedröselt, erklärte Polizeisprecherin Victoria Zahler am Montagmittag.
