Es gibt Abende, da passt einfach alles – die Musik, die Stimmung, die Leute. Der Abschluss des diesjährigen Sommerfeeling im Bürgergarten war so ein Abend voller grooviger Beats mit den Tiny Tones, mit ausgelassen tanzenden Gästen und kühlen Getränken bei warmen Temperaturen. Einziger Minuspunkt: Nur zwei Damentoiletten für ein paar hundert Gäste sind einfach nicht ausreichend.
Tiny Tones in Bietigheim-Bissingen Ein Abend, an dem alles passt
Stimmungsvoller Abschluss des diesjährigen Sommerfeelings am Bürgergarten mit der Gute-Laune-Band Tiny Tones.
Von 19 Auftritten der Band waren 15 im Regen
„Von den 19 Mal, die wir hier zum Abschluss gespielt haben, waren 15 Mal im Regen“, bekannte die Sängerin Saskia Nakari zu Beginn des letzten Konzerts der diesjährigen Reihe Sommerfeeling des Bietigheim-Bissinger Kulturamts. Doch dieses Mal hatte die Gute-Laune-Band Glück und durfte in einen Sommerabend entführen, der gegen später, als es dunkel wurde, doch auch etwas frisch anmuten ließ. Sei’s drum – die Gäste waren gut vorbereitet: Nicht nur Stühle hatten die Profis dabei, denn meist sind die kostenfreien Sommerkonzerte so gut besucht, dass die Sitzplätze vorm Enzpavillon nicht ausreichen, auch Jacken wurden nach und nach übergezogen. „Ist euch schön warm?“, fragte die Sängerin ins Publikum und antwortete gleich selbst: „Dann bewegt ihr euch zu wenig.“ Doch da ließen sich die Gäste nicht lange bitten. Vor der Bühne war extra ein geräumiger Platz freigelassen worden und gleich nach dem ersten Rhythmen der Band tanzten auch die ersten Besucher, wiegten die Schultern oder wippten in den Hüften. Das Rendezvous im Bürgergarten gefiel großen und kleinen Gästen, denn auch junge Gäste bevölkerten die Tanzfläche und hatten Freude an Musik und Bewegung.
Reine Spielfreude der Musiker
Reine Spielfreude ist es, was die Tiny Tones ausmacht: Egal ob Bläser oder Gitarristen, Schlagzeuger Marc Rausch, der auch die Arrangements für die Band schreibt, oder Sängerin Saskia Nakari – alle strahlen von der Bühne und gehen selbst ganz im Rhythmus ihrer Musik mit. Ob bewährte Songs, neue Lieder oder gecoverte Versionen bekannter Ohrwürmer, die Gruppe begeistert alle Generationen. Und wenn Posaunist Richard Zeeb sein Instrument beiseite legt, wird noch eine Schippe obenauf gesetzt und gerappt.
Musik, die nach Beeren und Sommergefühl klingt
Zwischen den Liedern führt Saskia Nakari eine Art Dialog mit den Gästen: „Wer kennt uns noch nicht?“ - nur wenige Hände gehen hoch. Die meisten im Publikum sind Wiederholungstäter in Sachen Open-Air-Highlights in Bietigheim-Bissingen. Die Besucher lassen sich auch schnell als Backgroundsänger von der Band mit wurzeln in Bietigheim-Bissingen begeistern und singen nicht nur lauthals im Chor mit, sondern performen auch noch eine Bewegung passend dazu. „Wer findet, wir sind eine geile Band?“ kommt die nächste Frage der Sängerin – und die Antwort folgt prompt nach den vielen in die Höhe gestreckten Händen: „Ihr seid das geilste Publikum.“
Gut eine Stunde spielt die Band, dann ist erst einmal Pause. Doch nach gut 30 Minuten wird dem Publikum erneut mit flotten Rhythmen eingeheizt, beispielsweise mit der Tiny-Tones-eigenen Version von Harry Styles „Watermelon Sugar“, ein Lied, das wie kein anderes so wunderbar und warm nach Beeren und Sommergefühl klingt.
