Tischtennis, Top-12-Bundesranglisten-Turnier Annett Kaufmann ganz vorne

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Die gebürtige Bietigheimerin Annett Kaufmann präsentiert ihre Goldmedaille. Die 13-Jährige wiederholte ihren Erfolg beim zweitwichtigsten nationalen Tischtennis-Wettbewerb.⇥ Foto: Marco Steinbrenner

Die 13-jährige gebürtige Bietigheimerin gewinnt das   Top-12-Bundesranglisten-Turnier in der Altersklasse U15.

Beim Top-12-Bundesranglisten-Turnier im rheinischen Bergheim wurde Annett Kaufmann ihrer Favoritenrolle im Mädchen-U15-Wettbewerb eindrucksvoll gerecht. Das Tischtennis-Eigengewächs des TTC Bietigheim-Bissingen triumphierte wie schon vor einem Jahr in Lehrte (Niedersachsen) bei der zweitwichtigsten nationalen Veranstaltung nach den deutschen Meisterschaften. Ohne Satzverlust gewann die 13-Jährige an den zwei Tagen sämtliche elf Begegnungen. „Ich habe von Anfang an sehr gut gespielt und bin natürlich zufrieden. Schließlich wollte ich unbedingt erneut auf dem ersten Platz landen.“

Aufgrund ihrer Teilnahme am Europe-Youth-Top-Ten-Turnier im September vergangenen Jahres war es für Annett Kaufmann der erste nationale Wettbewerb in dieser Saison. Die Linkshänderin war durch den Ausschuss für Jugendsport des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) von den Top-48- und Top-24-Turnieren freigestellt worden. Diese Entscheidung rechtfertigte die Erstliga­-Spielerin des SV Böblingen eindrucksvoll. Selbst Jele Stortz, die das Top 48 gewonnen hatte und in Bergheim nur aufgrund der Niederlage gegen Annett Kaufmann auf dem zweiten Platz landete, war bei der 3:11, 5:11 und 4:11-Niederlage ohne jegliche Chance.

Direkt weiter nach Schweden

Die übrigen 3:0-Erfolge feierte Annett Kaufmann gegen Laura Kaim (TTC Seligenstadt), Mia Griesel (TSV Lunestedt), Sarah Rau (SC Niestetal), Sifan Sissi Pan (TSV 1909 Langstadt), Sarah Peter (TTC Salmünster), Brenda Rühmkorff (TTC Langen), Melanie Merk (TTC Beuren), Melinda Maiwald (TTV Hövelhof), Faustyna Stefanska (TuS HorstenS) und Lorena Morsch (TTC Salmünster). Viel Zeit, um sich über die Goldmedaille zu freuen, blieb Annett Kaufmann allerdings nicht. Bereits an diesem Dienstag fliegt die Nachwuchshoffnung zusammen mit Stortz zu den Swedish Cadet Open nach Örebro.

Doch damit nicht genug: Die deutschen Meisterschaften der Damen (29. Februar und 1. März in Chemnitz) und Mädchen U15 (14. und 15. März in Schiffweiler) stehen ebenfalls unmittelbar bevor. Bei den Nachwuchs-Titelkämpfen möchte Annett Kaufmann unbedingt ihren ersten deutschen Meistertitel im Einzel gewinnen.

Mit Alexandra Kaufmann befand sich auch in der Mädchen-­U18-Konkurrenz eine Spielerin aus Bietigheim-Bissingen im Teilnehmerfeld. Die 17-Jährige musste sich mit einer 6:5-Bilanz in der Gesamtwertung mit dem sechsten Platz zufrieden geben. „Der erste Tag war top – der zweite ein Flop“, fasste die angehende Abi­turientin ihre Leistungen kurz und knapp zusammen. „Aufgrund der Schule und meiner Fahrstunden kann ich derzeit nicht viel trainieren. Das soll aber keine Ausrede sein“, stellte Alexandra Kaufmann klar.

Sie merkte selbst, „dass ich konditionell nicht mehr so viel drauf habe. Gerade bei einem so langen und kräftezehrenden Turnier ist das ein Nachteil.“ Nach einer 6:1-Bilanz am Samstag gewann die Bietigheimerin am zweiten Tag keine Partie mehr, wenngleich die Niederlagen gegen die besten Drei – Naomi Pranjkovic (SV DJK Kolbermoor), Sophia Klee (SC Niestetal) und Leonie Berger (Borussia Düsseldorf) – nicht überraschend kamen.

 
 
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