Tourismus-Marketing in Besigheim Fachwerk zieht die Besucher an

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Das Fachwerkensemble beim Café Hirsch in der Besigheimer Altstadt. ⇥ Foto: Helmut Pangerl

Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte tagte in der Stadt, die vor allem das touristische Potential der Fachwerkstraße nutzen will.

Hans Benner und Maren Sommer-Frohms sind mehr als angetan von der Besigheimer Altstadt. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und die Geschäftsführerin des Verbandes loben die hochwertigen Sanierungen der Häuser, die Sichtbarkeit der Fachwerkkonstruktionen im Inneren und Äußeren, das geschlossene Bild einer Stadt mit mittelalterlicher Geschichte und den Weinbergen vor der Haustür.

Man sieht: „Die Stadt lebt mit ihren Fachwerkhäusern“, sagt Sommer-Frohms. Mit zahlreichen Mitgliedern des Verbandes aus den 140 Mitgliedsstädten in ganz Deutschland haben sich Vorstand und Geschäftsführung am Mittwoch in der Stadthalle Alte Kelter in Besigheim zur Mitgliederversammlung getroffen. Mittlerweile gehören acht Bundesländer der 45 Jahre alten Arbeitsgemeinschaft an, Baden-Württemberg sei das Bundesland mit der höchsten Dichte an Mitgliedsstädten, erläutert Benner.

Besonders gern hört Bürgermeister Steffen Bühler das Lob aus den Reihen der Fachwerk-Fachleute und -Liebhaber. Besigheim hat sich im Jahr 2002 der Arbeitsgemeinschaft angeschlossen, mittlerweile sei die Stadt auch in der Gremienarbeit aktiv. Weniger, um von der Beratung und den Ideen der Arbeitsgemeinschaft für Gestaltung und Nutzung der Häuser zu profitieren, sondern vielmehr unter dem tourististischen Aspekt.

Weiterer Baustein

Vor allem interssant sei die touristische Vermarktung der Deutschen Fachwerkstraße, dem wichtigsten Tochter-Projekt der Arbeitsgemeinschaft. Als einziger Erholungsort im Landkreis Ludwigsburg, als vielfach ausgezeichneter Weinort mit einem überregional bekannten und prämierten Weinfest sei die Kennzeichnung als Fachwerkstadt ein weiterer „Baustein“.

Fachwerk und Wein sind zentrale Punkte der touristischen Vermarktung der Stadt. Einige  Gästeführer aus Besigheim seien von der Arbeitsgemeinschaft geschult worden, erläutert die Besigheimer Kulturamtsleiterin Anette Walz. Bürgermeister Bühler erlebt immer wieder, dass Gäste auf dem Wohnmobil-Stellplatz in Besigheim die Fachwerkstädte regelrecht abfahren, um dort die Altstädte zu besichtigen. „Die Straße ist das verbindende Glied“, bestätigt Hans Benner von der Arbeitsgemneinschaft.

Das Marketing weiß auch die Tourismus-Organisation der 3B-Städte zu nutzen, der neben Besigheim auch Bönnigheim und Bietigheim-Bissingen angehören. Alle drei Städte sind Teil der regionalen Fachwerkstraße, an die 31 baden-württembergische Städte angegliedert sind. Sie vermarkten sich gemeinsam. Anette Hochmuth, Leiterin des Presseamtes in Bietigheim-Bissingen, ist stellvertretende Vorsitzende im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft.

Regelmäßig lege die Tourismusorganisation Broschüren auf für Radfahr-Touristen, für Wohnmobilfahrer, für Wanderer und auch für Motorradfahrer, sagt sie. Auch außerhalb der Region machten sich die Fachwerkstädte bekannt und ziehen sogar Gäste aus der Schweiz oder aus den Niederlanden an. „Mit der Fachwerkstraße lässt sich großes Interesse wecken“, sagt Hochmuth. „Das klappt ganz gut.“

 
 
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