Tschüss Weihnachtsbaum Wohin mit Tanne, Fichte und Kiefer?

Von Heidi Vogelhuber
Bis zum 31. Januar werden die gesammelten Tannenbäume regelmäßig von der Bietigheim-Bissinger Stadtgärtnerei abgeholt. Wie etwa von der Sammelstelle am Viadukt am Enzsteg. ⇥ Foto: Helmut Pangerl

Die Feiertage sind vorbei, aber wohin nun mit dem Weihnachtsbaum und was passiert dann mit dem ehemals geschmückten, nun vertrockneten Bäumchen? Ein Überblick.

Er hat für strahlende Kinderaugen gesorgt, einen wohligen Waldgeruch in der Wohnung verbreitet und dem einen oder anderen sicherlich auch eine erhöhte Stromrechnung beschert: der Weihnachtsbaum. Bundesweit ist die Anzahl an gekauften Bäumen seit dem Jahr 2000 konstant geblieben. Jährlich werden 28 bis 30 Millionen Bäume verkauft – vor dem Jahr 2000 waren es laut Statistischem Bundesamt etwa 24 Millionen Tannen. Das könne an den zunehmenden Single-Haushalten liegen, aber auch am Trend zum Zweit-Baum, vermuten Experten.

Wann der richtige Zeitpunkt zum Aufstellen des Prunkbaums ist, das ist Geschmackssache. Ob schon kurz nach dem Nikolaustag oder erst an Heiligabend selbst. Dementsprechend früher oder später beginnt der saisonale Baum-Liebling dann mit dem Nadeln. Der Dreikönigstag ist für viele der traditionelle Tag, um die Tanne wieder vor die Tür zu setzen. Spätestens jedoch Ende Januar ist der Zauber von Weihnachten wohl aus allen Wohnzimmern verschwunden. Doch was passiert dann mit dem edlen Gehölz?

Abholtermin verpasst?

In Bietigheim-Bissingen hat die Stadt in vielen Wohngebieten und Stadtteilen Sammelstellen eingerichtet, an die Bürger und Bürgerinnen ihre ausgedienten Weihnachtsbäume bringen können (siehe Infobox). Andernorts werden sie von der Müllabfuhr zusammen mit dem Biomüll oder der Restmüll-Tonne mitgenommen.

Wer den Abholtermin verpasst, kann seinen Baum auch selbst zum Häckselplatz bringen, eben dorthin bringen Mitarbeiter der Bietigheimer Stadtgärtnerei auch die Bäume von den Sammelstellen. „Die Christbäume werden bis zum 31. Januar regelmäßig abgeräumt“, erklärt Anette Hochmuth, Sprecherin der Stadt Bietigheim-Bissingen auf Nachfrage der BZ. Die Bäume werden dann zum Häckselplatz „Am Rotenacker Wald“ in Bissingen gebracht. Dort werden sie geschreddert und kommen auf den Kompost, berichtet Hochmuth weiter.

Es droht ein Bußgeld

Das ist ein Service für die Bürger und Bürgerinnen. Wird der Weihnachtsbaum jedoch abseits der ausgezeichneten Sammelstellen entsorgt, ist das eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld geahndet, informiert Bietigheim-Bissingens Stadtsprecherin. Die Christbäume dürfen auch nicht in den Wald geworfen werden, da sie zu lange brauchen würden, um zu verrotten. Zuständig ist dort das Forstamt. Wer erwischt wird, dem droht auch dort eine Geldstrafe, sagt Anette Hochmuth.

Der ehemalige Christbaum kann allerdings auch anders noch genutzt werden, etwa im Garten. Zerkleinert kann nach der Verrottung aus dem Baum fruchtbare Komposterde werden. Die Zweige können im Ganzen aber auch zum Abdecken von Beeten oder auf dem Friedhof von Gräbern genutzt werden, um die Pflanzen vor Kälte zu schützen.

 
 
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