TSV Bönnigheim „Vier Punkte und wir sind wieder drin“

Von nb
Der neue Coach Philipp Dröse sorgte direkt für neue Impulse und soll bis zum Saisonende im Amt bleiben. Foto: Alexander Keppler

Für den TSV Bönnigheim geht es unter neuer Regie um den Klassenerhalt.

Das Spiel der Handball-Männer des TSV Bönnigheim am vergangenen Wochenende war ein Statement. Im Derby gegen den TV Flein gewann das Schlusslicht der Oberliga mit 29:25 und das im ersten Spiel nach der Ära Simon Weiberle. Über drei Jahre lang stand er an der Seitenlinie der Ganerbenstädter, im Dezember 2022 übernahm er das Amt – und verlor prompt gegen die Handballregion Bottwartal. Dennoch war Weiberles Zeit geprägt von Erfolgen. Er stieg zwei Mal auf (2022/23 und 2024/25), führte den TSV aus der Landes- bis in die Oberliga und schaffte damit Historisches.

Doch nun ist seine Zeit am Stromberg vorbei. Gemeinsam mit Co-Trainer Julian Weresch verließ er die Männer im Vorfeld des Spiels am vergangenen Wochenende. „Wir hatten seit Weihnachten mehrere Gespräche. Es war immer ein gutes Verhältnis zwischen dem TSV und ihm und auch zwischen mir und ihm. Das hat sich nicht geändert“, macht der Sportliche Leiter Lucas Vogelmann klar. Auf dem Prüfstand war die Trainerposition laut ihm schon länger, eigentlich wollte man aber auf Kontinuität setzen.

Keine kurzfristige Lösung

Nach der Niederlage vor zwei Wochen gegen Abstiegskonkurrent Leutershausen kamen Weresch und Weiberle schließlich auf die Abteilungsleitung zu – ein halbes Jahr früher als geplant. „Simon und Julian haben uns gesagt, dass sie nach der Saison nicht weitermachen“, erklärt Vogelmann. Er hat den Umbruch und Wandel begleitet, stellt aber richtig: „Den Spiel- und Trainingsbetrieb leitet Philipp Dröse.“ Dröse, der zuvor die zweite Mannschaft in der Bezirksoberliga coachte, soll nun erst einmal bis zum Saisonende im Amt bleiben. „Es gibt keine wöchentlichen Entscheidungen“, verdeutlicht Vogelmann, in dieser Saison suche man nicht nach einem Ersatz. Für die nächste Spielzeit hingegen sieht das anders aus. „Wir sind mit Kandidaten im Austausch, aber es ist eine schwierige Entscheidung“, weiß der Sportliche Leiter.

Denn unklar ist noch, in welcher Liga der TSV dann starten wird. Aktuell sind die Bönnigheimer zwar Tabellenletzter der Oberliga, durch den Sieg gegen Flein am vergangenen Wochenende haben sie aber wieder auf das restliche Feld aufgeschlossen. Wie viele Teams am Ende absteigen, ist noch nicht sicher. Das hängt am Ende auch von den Absteigern aus der 3. Liga und der Regionalliga ab. Doch Vogelmann ist zuversichtlich: „Das kann sich schnell ändern. Das rettende Ufer ist nicht weit weg, vier Punkte und wir sind wieder drin.“ Auch der Auftritt gegen den TVF gibt Aufwind. Vogelmann: „Wir haben Selbstvertrauen. Das Training ist gut, das Spiel war besser.“

Nächstes Spiel wird wegweisend

An diesem Wochenende ist der TSV spielfrei und kann die Faschings-Feierlichkeiten genießen. Wegweisend wird dafür aber die Partie eine Woche später: Dann geht es gegen die SG Lauterstein, die aktuell punktgleich das Tabellenende belegt. Im Hinspiel sicherte sich Bönnigheim noch einen Punkt beim 30:30 in letzter Sekunde, musste nach einer frühen Disqualifikation gegen Jaron May die gesamte zweite Halbzeit auf den Torgaranten verzichten. May ist aktuell mit 97 Toren und 6,06 Treffern im Schnitt pro Partie der gefährliche Werfer der Stromberg-Sieben und soll im Rückspiel dann über 60 Minuten seine Qualität ausspielen. „Das wird ein sehr wichtiges Spiel“, weiß Vogelmann und hofft auf zwei wegweisende Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

 
 
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