TSV Bönnigheim Weinstädterinnen rutschen auf den fünften Platz ab

Von bz
Einen schweren Stand hatten Lena Halupka und der TSV Bönnigheim gegen den HC Schmiden/Oeffingen. Foto: Avanti/Ralf Poller

Der TSV verliert auch das Oberliga-Rückspiel gegen den HC Schmiden/Oeffingen 28:37. Dank der Konkurrenz bleibt er aber weiter in Schlagdistanz zu Rang drei. 

Nichts ist es geworden mit der Revanche für die deutliche Hinspielniederlage in der Oberliga gegen den HC Schmiden/Oeffingen. Die Spielgemeinschaft aus dem Rems-Murr-Kreis gewann auch beim TSV Bönnigheim mit 37:28 (19:9) und vermieste damit Neu-Trainer Tobias Gärttner seinen Einstand in der Ganerbenstadt. „Wir sind schlecht reingekommen, haben es dann nicht geschafft, aggressiv zu verteidigen, und hatten lange auch nicht die nötige Bereitschaft, um hier zu gewinnen“, räumt Gärttner auch unumwunden ein.

Schmiden/Oeffingen erwischte den besseren Start und führte nach fünf Minuten bereits mit 4:1. Diesen Vorsprung bauten die Gäste bis zum 10:3 weiter aus. Vor allem fehlten den Bönnigheimerinnen wie schon im Hinspiel die nötige Stabilität und der Zugriff in der Defensive. Gegen das hohe Tempo und die Rückraumwürfe von Larissa Bürkle, mit acht Treffern beste Werferin der Gäste, fanden sie keine Lösung. Dazu kam, dass der TSV im eigenen Angriff zu wenig Durchschlagskraft hatte und zu viele technische Fehler machte, die von den Gästen mit schnellem Tempospiel direkt bestraft wurden. Beim 7:17 lagen die Bönnigheimerinnen bereits mit zehn Toren hinten (26.).

Spielmacherinnen in Manndeckung

Diesem Rückstand liefen die Gastgeberinnen bis zum Schlusspfiff hinterher. Der HC Schmiden/Oeffingen erhöhte weiter bis auf 29:15. Selbst die Manndeckung gegen Bürkle und Chiara Baur, die Tochter von Weltmeister Markus Baur, brachte die Spielgemeinschaft nicht aus dem Rhythmus. Die Gäste hatten auch mit ihren an der Mittellinie isolierten Spielmacherinnen ausreichend Ideen und fanden genügend Räume, um die TSV-Abwehr auseinanderzunehmen. Erst in den letzten 15 Minuten zeigten die Bönnigheimerinnen dann noch mal eine etwas bessere Leistung, konnten aber nicht mehr als Ergebniskosmetik betreiben.

HC irgendwann in einem Rausch

Zur Wahrheit gehörte aber nicht nur, dass die Bönnigheimerinnen ihr Potenzial nicht auf die Platte bekommen und die Partie hergeschenkt hatten, sondern auch, dass die Schmidenerinnen und Oeffingerinnen einen richtig ansehnlichen Handball zeigten. „Sie haben sich irgendwann in einen Rausch gespielt“, sagt Gärttner anerkennend.

Obwohl die Bönnigheimerinnen nach der Niederlage von Rang vier auf fünf abrutschten, hatten sie Glück im Unglück. Denn durch den 21:18-Auswärtserfolg der SV Hohenacker-Neustadt bei der HG Oftersheim/Schwetzingen bleibt der TSV in unmittelbarer Schlagdistanz zum dritten Platz, der noch das Ticket für die Meisterschaftsendrunde bedeutet. Mit dem derzeitigen Dritten Oftersheim/Schwetzingen können die Bönnigheimerinnen bereits am Donnerstag (20 Uhr) nach Punkten gleichziehen. Dann steht das Rückspiel bei der SV Hohenacker-Neustadt an. „Wir müssen uns aber auf jeden Fall steigern“, erklärt Gärttner – wohlwissend, dass mit einer Leistung wie gegen Schmiden/Oeffingen in Waiblingen nichts zu holen ist.

TSV Bönnigheim: Gerullis, Cotardo, Hamann; Zäh (2), Haiges (1), Strauß, Graner (2), Reichhardt (1), Christel (6), Kynast (7/4), Biedermann, Häberlen (2/1) Halupka (3), Haar (1), Fischer (1), Grosser (2).

 
 
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