TSV Bönnigheim Zweiter Heimsieg in Folge für Oberliga-Männer

Von bz
Felix Kerner (rechts) vernagelte seinen Kasten gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn und sicherte somit den wichtigen Heimsieg des TSV. Foto: Julia Rahn/Baumann

Gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn macht es Bönnigheim mal wieder unnötig spannend, gewinnt am Ende aber doch. 

Erneut strapazierten die Handballer des TSV Bönnigheim die Nerven ihrer Fans. Schlussendlich behielten sie gegen den seitherigen Tabellendritten SG Hegensberg-Liebersbronn nach zwei Toren von David Müller und Jaron May in den letzten 75 Sekunden knapp mit 31:29, Halbzeit 17:13, die Oberhand. Dabei mussten die Bönnigheimer auf ihren erfahrenen Abwehrstrategen Robin Mack, der geschäftlich verhindert war, verzichten. Dazu fehlte auch noch Coach Simon Weiberle krankheits- bedingt auf der Bank. Dennoch schaffte es das Team von Co-Trainer Julian Weresch als vermeintlicher Außenseiter den favorisierten Gegner aus den Esslinger Vororten durch eine couragierte und kämpferisch überzeugende Leistung in die Schranken zu verweisen, und ihm die vierte Niederlage zu zufügen.

„Heute hat man gesehen, dass wenn wir an unsere Leistungsgrenze heran kommen, mit jedem Team in der Oberliga mithalten können. Das Fehlen von Robin Mack ist sicherlich ins Gewicht gefallen, aber die Mannschaft hat es nach einigen Auf und Abs hin gebogen bekommen. Jetzt sind wir hoffentlich auf der richtigen Spur für einen Auswärtssieg in Ulm“, zeigte sich Weresch sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Truppe.

Nach einer turbulenten Trainingswoche mit einigen Krankheitsfällen ging das TSV-Team vor einer stattlichen Zuschauerkulisse dennoch super vorbereitet in die Partie. Bis zum 6:6 nach 15 Minuten konnte sich keine Mannschaft mehr als auf ein Tor absetzen, auch weil die Hausherren einige klare Chancen liegen ließen. Immerhin war Felix Kerber ein zuverlässiger Rückhalt im Bönnigheimer Gehäuse. Erst mit einem 3:0–Lauf durch die beiden neunfachen Torschützen Benedikt Qual und Jaron May konnte sich der TSV beim 9:6 ein größeres Polster verschaffen. Doch ebenso schnell hatten auch die Gäste diesen Vorsprung beim 9:9 (20.) wieder egalisiert, was Weresch zu einer Auszeit zwang. Seine Ansprache trug schnell Früchte, und obwohl Qual beim Stande von 14:11 noch mit einem Konter an SG-Torhüter Finn Hummel scheiterte, gingen die Bönnigheimer mit einem satten Vier-Tore-Polster in die Halbzeitpause (17:13).

Doch wie gewonnen, so zerronnen. Fehlwürfe und unpräzise Pässe führten dazu, dass auch dieser Vorsprung beim 20:20 nach gut 40 gespielten Minuten wieder dahin war. In Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem bis zum 29:29 mal die eine, mal die andere Mannschaft mit einem Treffer vorne lag. Der im gesamten Spiel etwas unglücklich agierende David Müller behielt danach kühlen Kopf, und erzwang mit großem Willen den eminent wichtigen Treffer zum 30:29. Und nach einem grandios abgeblockten Rückraumwurf der Gäste, setzte Jaron May zehn Sekunden vor dem Abpfiff den Schlusspunkt unter die Partie.

TSV Bönnigheim: Kerber, Teschke; Qual (9/1), Haug (1),Müller (2), Levin May (3), Jaron May (9/4), Herter (1), Zundel, Track (3), Cakar (1),), Horst (2)

 
 
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