DEL-Aufsteiger plant weiter zweigleisig Steelers warten den Lizenzentscheid ab

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Die Talente Fabjon Kuqi, Robert Kneisler und Fabian Ribnitzky (von links), hier mit dem DEL2-Pokal, stehen auch in der neuen Saison im Steelers-Kader – unabhängig von der Spielklasse. ⇥ Foto: Saskia Eberle

Der sportliche DEL-Aufsteiger plant zweigleisig und hält sich mit Vertragsabschlüssen noch zurück.

Sehr ruhig ist es bisher bei den Bietigheim Steelers, was personelle Neuigkeiten anbelangt. Dies hat laut Geschäftsführer Volker Schoch primär damit zu tun, dass noch nicht endgültig feststeht, in welcher Spielklasse der Eishockey-Klub in der Saison 2021/22 antreten wird – in der DEL oder der DEL2.

Im Juli kommt der Lizenzbescheid

Mit der Meisterschaft in der zweithöchsten deutschen Profiliga haben sich die Schwaben sportlich für den Aufstieg qualifiziert. Wie die bisherigen 14 Erstligisten haben auch sie die Lizenzunterlagen fristgerecht zum Stichtag 25. Mai abgegeben. Anfang Juli sollen die Klubs Bescheid über ihre Zulassung zur Eliteklasse bekommen.

Die Steelers wären der erste sportliche Aufsteiger seit 13 Jahren. Zur Sicherheit hat der SCB aber auch noch einen Lizenzantrag für die DEL2 gestellt. „Solange wir nicht definitiv wissen, in welcher Liga wir spielen, macht es keinen Sinn, Verträge abzuschließen“, sagt Schoch, angesprochen auf die gegenwärtige Personalsituation. Bis zur Lizenz­entscheidung bereitet sich der Manager notgedrungen auf die zwei möglichen Szenarien vor: „Wir planen die Vorbereitung, das Budget und den Kader jeweils für beide Ligen.“

Im Dialog mit der DEL

Der Klub befindet sich aktuell im Dialog mit der DEL und beantwortet deren Fragen zum potenziell 15. Standort Bietigheim. „Das ist ein anstrengendes Thema. Wir machen alles, was die Liga von uns erwartet“, sagt Schoch und zeigt sich zuversichtlich, was die Lizenzierung angeht: „Wir sind nach wie vor guter Hoffnung, dass wir in der nächsten Saison oben spielen werden. Ich habe nicht das Gefühl, dass unsere Chancen schlecht stehen.“

Talente sind fix im Kader

Die Nachwuchskräfte Robert Kneisler (19), Fabjon Kuqi (20) und Fabian Ribnitzky (21) sind in beiden Kader-Konstellationen fest eingeplant und vertraglich an die Steelers gebunden. Dasselbe gilt für Jimmy Martinovic, der von den Junghaien Köln ins Ellental zurückkehrt. Der 19-jährige Verteidiger ist der bisher einzige Neuzugang. Den SCB verlassen haben hingegen Torhüter Jimmy Hertel, Kapitän Nikolai Goc, Benjamin Hüfner und Robin Just. Während das Ziel der beiden Erstgenannten derzeit noch unbekannt ist, haben Verteidiger Hüfner (Herner EV) und Stürmer Just (Hannover Scorpions) in der Oberliga Nord bereits ein neues Betätigungsfeld gefunden.

Das nicht mehr weiter beschäftigte Quartett ist auf der Internet-Homepage der Steelers schon aus dem Kader entfernt worden. Dagegen taucht der Rest der Mannschaft aus der DEL2-Meistersaison 2020/21 dort noch auf – und das dürfte wohl auch so bleiben, unabhängig von der Klassenzugehörigkeit. Denn mit allen Spielern hatte der Klub nach dem Titelgewinn gesprochen – und in Sachen Vertragsverlängerung bis zur Lizenzentscheidung um Geduld gebeten. Die Unterschriften unter die neuen Kontrakte dürften also nur Formsache sein. „Alle haben Bock, in Bietigheim zu bleiben – egal, in welcher Liga sie spielen werden“, fasst Schoch zusammen.

 
 
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