Verkehrssicherheitszentrum Asperg „Es geht um die Sicherheit der Kinder“

Von Helena Hadzic
Architekt Matthias Orth, Jürgen Vogt (Erster Landesbeamter), Burkhard Metzger (Präsident Verkehrswacht), Jutta Kuhn (Vorsitzende Kreisverkehrswacht), Christian Eibinger, Claudio Lecciiso (KSK Ludwigsburg) und Markus Geisler (Polizei Stuttgart). Foto: /Richard Dannenmann

Mit dem Baggerbiss ist der Startschuss für den Bau des neuen Verkehrssicherheitszentrums in Asperg gefallen. Vor allem Kinder sollen im Schonraum lernen, sich sicher durch den Verkehr zu bewegen.

Kein Bagger, aber eine riesige Raupe fährt beim symbolischen Baggerbiss über das große Gelände an der Altachstraße beim alten Verkehrsübungsplatz in Asperg. Dort soll bald ein neues Gebäude mit zwei Klassenräumen und ein neuer Fahrrad-Übungsplatz im Rahmen des neuen Verkehrssicherheitszentrums entstehen. Polizisten, Vertreter der Verkehrswacht Ludwigsburg, wie die Vorsitzende Jutta Kuhn, Vertreter der Verkehrswacht Baden-Württemberg sowie Aspergs Bürgermeister Christian Eibinger läuteten am Donnerstag den Baustart ein. „Wir beginnen damit, das Fundament für das Gebäude zu legen – daher die Raupe“, erklärte der Ludwigsburger Polizeipräsident Burkhard Metzger in seiner Begrüßungsrede. Gleichzeitig ist er auch der Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg und repräsentierte diese.

Das Verkehrssicherheitszentrum wird von der Verkehrswacht Ludwigsburg in Kooperation mit der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg und dem Motorsportclub Hohenasperg betrieben werden. Geplant ist auch, den alten Verkehrsübungsplatz in diesem Zuge zu sanieren. Das Zentrum soll bis 2023 fertiggestellt sein, berichtet Metzger, aber bereits im Juni nächsten Jahres soll der Rohbau stehen.

Verschiedene Angebote

Das neue Verkehrssicherheitszentrum wird künftig neben der praktischen Radfahrausbildung auch andere Angebote anbieten. Darunter fallen unter anderem Motorik-Parcours, Schulbustraining für Schülerinnen und Schüler, die auf weiterführende Schulen wechseln sowie Ferienprogramme. Auch soll es E-Auto-Trainingseinheiten und Verkehrserziehung für Menschen mit Behinderung geben. „Im Fokus stehen ganz klar die Kinder, aber auch andere Alters- und Zielgruppen wollen wir mit verschiedenen Angeboten erreichen“, so Metzger. Gemeint sind auch Senioren, für die es Schulungen geben soll, in welchen sie beispielsweise neue Verkehrsregelungen lernen, oder auch Rollatortraining.

Für Erwachsene und Jugendliche wird es auch Angebote geben. Für Kinder werden die Schulungen kostenfrei sei, für Erwachsene und Senioren gebührenpflichtig. Die Dozenten und Lehrenden aber werden ehrenamtlich im Zentrum arbeiten.

Finanzierung des Projekts

Finanziert wird das Megaprojekt aus Fördergeldern und durch Spenden. Verschiedene Kommunen beteiligen sich an dem Projekt, so auch Bietigheim-Bissingen, Asperg, Tamm, Ludwigsburg, Ditzingen und weitere. Die Bauplanung und Betreuung übernimmt das Planungsbüro KMB Ludwigsburg.

In der ursprünglichen Planung betrugen die Kosten circa 2,4 Millionen Euro. Der Spatenstich erfolgte bereits im August letzten Jahres. In der Zwischenzeit gab es allerdings Bauplanänderungen aufgrund der Rohstoffknappheit und der steigenden Preise für den Bau. Die Kosten liegen nun bei 3,2 Millionen Euro – trotz zahlreicher Eindampfungen im Bauvorhaben, sagte Metzger. Der Auftraggeber des Verkehrssicherheitszentrums, die Verkehrswacht Ludwigsburg, hat bisher 2,6 Millionen Euro zusammenbekommen, womit noch 570 000 Euro fehlen, um den Bau vollständig realisieren zu können. Deshalb startete gemeinsam mit dem Bau auch eine Spendenaktion an diesem Donnerstag, um weitere Fördergelder und Sponsoren zu akquirieren (mehr Infos gibt es auf der Homepage).

Metzger gibt sich hoffnungsvoll: „Immerhin ist das Geld für eine gute Sache: Es geht um die Sicherheit der Kinder.“

 
 
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