Verteidigung Estland verzeichnet erneut Luftraumverletzung durch Russland

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Die Flagge Russlands weht im Wind. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Nach Angaben von Tallinn ist zum sechsten Mal in diesem Jahr ein russisches Flugzeug unerlaubt in den Luftraum eingedrungen. Moskau dementiert dies. Nun hat Tallinn den Botschafter einbestellt.

Tallinn - Estland hat erneut eine Verletzung seines Luftraums durch ein russisches Flugzeug verzeichnet. Eine Maschine des Typs Beriew A-50 sei unerlaubt in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen.

Das Außenministerium in Tallinn habe wegen des Vorfalls den russischen Botschafter in Estland einbestellt und ihm eine Note übergeben, teilte die estnische Armee mit.

Den Angaben zufolge war es die sechste Luftraumverletzung durch Russland in diesem Jahr. "Aus Sicht Estlands ist dies ein sehr bedauerlicher und schwerwiegender Vorfall, und eine solche Reihe von bereits wiederholten Verstößen ist keinesfalls hinnehmbar", hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.

Russlands dementierte. Die Maschine sei in Übereinstimmung mit den internationalen Regeln zur Nutzung des Luftraums unterwegs gewesen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit. Dabei seien die Grenzen anderer Staaten nicht verletzt worden. Das könne eine "objektive Kontrolle" bestätigen.

Nach Armeeangaben ereignete sich der Vorfall am Mittwochmorgen nahe der Ostsee-Insel Vaindloo. Das russische Flugzeug habe einen Flugplan übermittelt, aber keine elektronische Kennung eingeschaltet gehabt. Auch hätten die Piloten während der weniger als eine Minute dauernden Luftraumverletzung keinen Funkkontakt mit der Flugsicherung gehalten.

© dpa-infocom, dpa:210923-99-331594/4

 
 
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